41 Grad erwartet, ein neuer Rekord der Hitzewelle
Mehr als 41 Grad sind gar nicht gut, und von Rekorden zu sprechen, ist eine sehr verschobene Sicht auf die Klimakatastrophe, in der wir Menschen uns befinden. Und die wir Menschen verursacht haben. Ein Rekord klingt so positiv, wieder einen Pokal in einem Wettbewerb gewonnen. Aber das ist absolut der falsche Blick auf das aktuelle Wetter und seine Folgen. Schönes Wetter ist das nicht, ganz und gar nicht.
Und auch das Argument, dass es auch früher schon heiße Sommer gab, ist Augenwischerei. Früher gab es ab 25 Grad im Schatten in der Schule hitzefrei. Vielleicht wurden es auch mal 30 Grad und darüber. Das sind mehr als 10 Grad weniger als jetzt. Und zudem war das Wetter weit mehr lokal unterschiedlich und wechselhafter. Das ist komplett anders als die Hitzekatastrophe Ende Juni 2026.
Auf eine Hitzekatastrophe sind wir nicht vorbereitet. Solange wir es als Rekord deklarieren, verharmlosen wir es gewaltig. Denn ein Ende dieser klimatischen Veränderungen ist bei weitem nicht in Sicht. Im Gegenteil, es ist zu erwarten, dass es schlimmer und extremer wird, in allen Richtungen der klimatischen Phänomene und zunehmender Naturkatastrophen. Die Natur lässt sich nicht austrixen.
Und das wird Folgen haben. Energie wird teurer. Lebensmittel knapper und teurer. Das Gesundheitssystem wird kollabieren. Naturkatastrophen werden gewaltiger und sich häufen. Dass all das dem Überleben der Menschen und der Natur nicht gerade förderlich sein wird, sollte langsam aber sicher uns allen klar werden.
Aber das ist nicht das einzige Problem unserer Zeit. Kriege um Ressourcen hören nicht auf. Zudem wird die Angst geschürt, dass andere Staaten unsere Macht bedrohen, weil sie uns beispielsweise mit nuklearen Waffen angreifen könnten. Und uns überhaupt feindlich gesinnt sind, wir uns also unbedingt verteidigen müssen können.
Hinzukommt ein Versagen der Politik, die, wie es wirkt, nur noch eigene Interessen umsetzt, um den persönlichen Vorteil und Machterhalt. Und die immer mehr nach rechts rückt. Auch um für die katastrophalen Ergebnisse der Politik der letzten Jahrzehnte einen Sündenbock zu suchen und an die Wand zu stellen. Hauptsache, das Schäfchen ist im Trockenen und Großkonzerne können noch Gewinne scheffeln.
Denn wie auch die klimatischen Bedingungen immer extremer werden, so werden es auch die gesellschaftlichen Entwicklungen. Die wenigen Reichen vervielfachen ihren Reichtum, während die Armen immer mehr und ärmer werden.
Nicht erst seit Corona sind die Nachrichten jeden Morgen bedrohlicher als noch im letzten Jahrhundert. Vielleicht ist somit die Stimmung der Menschen vergleichbar wie vor dem 2. Weltkrieg, nach den Folgen der Weltwirtschaftskrise und Inflation. Und wie ein Schaf mit verbundenen Augen scheint die Menschheit verwirrt und kopflos. Wer weiß, sich die Katastrophe auszumalen, ist auch keine Lösung. Denn dann können wir gleich pessimistisch denken und aufgeben.
Was sich aber leider auch abzeichnet, ist, dass wir scheinbar immer weniger empathisch werden. Diese Entwicklung wird gerade von einigen Supersuperreichen und mächtigen Herrschern bevorzugt. Mit Empathie für andere Menschen und Lebewesen lässt sich das eigene Vermögen auch nicht vermehren. Das würde doch ein Bewusstsein für die Auswirkungen auf die Umwelt voraussetzen. Und einen Krieg zu führen, voller Mitgefühl mit dem anderen, ist ebenfalls undenkbar. Denn mit genügend finanziellen Mitteln hat der Vermögende keine Probleme, sein Umfeld so zu gestalten, dass es von den Folgen beispielsweise durch die Klimakatastrophe wenig merkt. Er kann sich einfach alles leisten. Was schert ihn da schon das Schicksal der breiten Masse!
Noch ein Blick auf die Ursachen dieser Misere: Ich denke, das größte Problem ist, dass wir Menschen a) den Überblick über die Folgen unseres Handelns verloren haben. Wie anders ist es zu erklären, dass Stuttgart 21, der Bau eines Bahnhofs, um weitere Milliarden teurer wird? Und das ist nur ein kleines Beispiel. Und b) dass wir verlernen, für unsere Taten wirklich Verantwortung zu übernehmen. Denn wie anders ist es zu erklären, dass uns aktuell Politiker regieren, die vor ein paar Jahren in der Coronazeit Millionen versenkt haben?
Gerade unsere Politiker übernehmen keine Verantwortung und sind damit ein schlechtes Vorbild, das in der Gesellschaft ein sehr ungutes und ungesundes Bild vermittelt. Da soll dann die Mehrheit nicht auf die Idee verfallen, in einer rechten Partei Besserung zu hoffen. Und sich wegen a) unzureichend über die Folgen einer rechten Diktatur klar werden.
Und so häufen sich die Probleme und wachsen uns über den Kopf. Trotzdem können wir, wenn wir uns die Ursachen und Schwierigkeiten ansehen, auch lernen, es besser zu machen.
Wir können endlich ernsthaft anfangen, die Ursachen der Klimakatastrophe anzugehen, und / um die weitere Umweltzerstörung zu stoppen. Der globale Stopp von Massentierhaltung und Abholzung wären nur zwei wesentliche Schritte.
Aber alles wird verpuffen, wenn wir nicht in unserer grundlegenden Haltung begreifen, wie wesentlich es ist, empathisch zu handeln und wirklich Verantwortung zu übernehmen, verantwortlich zu handeln.
Wir haben uns selbst als Menschen den gesamten Scheiß eingehandelt. Eine Kopf-in-den-Sand-Strategie ist ein Brandbeschleuniger der Katastrophe. Also, lasst es uns wenigstens versuchen, aus der Vergangenheit zu lernen. Lasst uns allen mit Liebe begegnen, voller Mitgefühl, um in einem solidarischen Gemeinsamen mögliche Wege zu suchen.
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