Krieg im Jahr 2026 – das Verbrechen der Menschen

Erfurt: Weiße große 3D-Buchstaben liegen auf einem roten Sockel; darunter klebt ein Zitat von Mahatma Gandhi über Frieden, Blickfang durch Kontrast von Weiß und Rot

Und wieder herrscht Krieg. Von Lügen und Dummheit der Männer entfacht. Wie auch der 2. Weltkrieg durch die Deutschen.

Der Holocaust ist in der Weltgeschichte ein besonders schweres Verbrechen der Deutschen am jüdischen Volk, mit unermesslich tragischem Ausmaß. Dafür fühle ich mich als Deutscher, der nach der Zeit des 2. Weltkriegs geboren wurde, schuldig. Eine Schuld, die wir weder ablegen noch leugnen können. Eine Schuld, für die es keine Entschuldigung gibt. Schuld, die auch in unsere generationsübergreifenden Veranlagungen eingebunden ist und uns prägt. Und eine Schuld, die uns in unserem heutigen Verständnis für Frieden und Freiheit unbedingt bewusst werden und sein muss.

Wir haben unermessliches Leid ausgelöst und Tod und Schrecken millionenfach verbreitet. Nicht wenige unserer Väter und Mütter haben vielfach als schwerste Verbrecher gehandelt und ihre Taten mit Nichtwissen und Lügen überdeckt. Und wir haben uns über andere Menschen, eine andere Religion gestellt, uns als etwas Besseres, als die Besten überhaupt, über andere Menschen, wie du und ich, erhoben. Hört das nie auf?

Aber gerade in dieser Annahme und den Folgen daraus sind wir fehlgegangen. Es war und ist ein nicht wieder gutzumachender Fehler mit tiefen Wunden für das jüdische Volk und andere betroffene Nationen. Auch die Zeit kann das nicht heilen.

Der 2. Weltkrieg, die Morde in den Konzentrationslagern, die Verfolgung und der Rassenhass und überhaupt waren ein unfassbares Unrecht der Superlative, auf das wir in keiner Weise stolz sein können. Weiß Gott nicht. Auch nicht heute im Jahr 2026 nach Christi Geburt. Vergessen und Verdrängen sind für uns Menschen keine Lösung!

Dennoch dürfen diese Taten und die folgende Leidensgeschichte an mehr als 6 Millionen ermordeten Menschen keine Rechtfertigung sein, für das Leid und den Tod, die heute unter anderen auch von Israel, durch Krieg und Terror im arabischen Raum ausgehen. Für die gegenseitigen Angriffe der Zerstörung. Vergangenes Unrecht ist kein Freibrief der Gegenwart, für Gewalt und Krieg, für das Sterben unschuldiger Frauen, Kinder und Männer, das mit dem Leid der Vergangenheit abgegolten werden soll.

So kommt es mir vor: Wer dem Krieg, der heute auch von Israel geschürt wird, nicht zustimmt, wird als Antisemit abgestempelt. Antisemitismus bezeichnet den Hass, die Feindseligkeit oder Vorurteile gegenüber Jüdinnen und Juden, basierend auf Religion, Herkunft oder rassistischen Zuschreibungen. Ich verurteile zutiefst die Verbrechen der Nazis, vom Judenhass getrieben. Denn all dieses Denken und diese Taten lassen die Wertschätzung komplett vermissen, die jedes Leben verdient.

Und nun greifen seit drei Wochen Israel und die USA zusammen den Iran an. Wieder ein Angriffskrieg, so wie Russland gegen die Ukraine. Aber ich heiße es nicht gut, was Israel und Verbündete an Leid bringen, an Unrecht für die einfachen Menschen, die leiden und sterben. Die Gewalt hört nicht auf.

Bei dem Verbrecher Trump ist noch nicht mal klar, welchen Plan er verfolgt. Sein Antrieb wird verrückte Gier sein. Von den geschichtlichen Hintergründen des jüdischen Volks habe ich wenig Wissen, die Ursachen werden wohl in der langen Geschichte der Verfolgung liegen. Im Namen des Glaubens wird verkündet und wird gekämpft, weil es um das gelobte Land geht und weil Juden und Jüdinnen in der Geschichte keine Anerkennung fanden und vertrieben wurden.

Es wird nie aufhören, insbesondere dann nicht, wenn wir immer und immer wieder die Geschichte als Quelle für unser Handeln vorgeben und aus der Historie nichts lernen. Es ist schlimmer als schlimm, vertrieben und verfolgt worden zu sein. Aber es wird nie enden, wenn wir nicht einen Schlussstrich ziehen und aus der Spirale der Rache und Gewalt aussteigen. Oder anders: Es wird enden mit dem Tod der letzten Menschen. 

Aber, und jetzt kommt es: Es geht gar nicht um die Taten der Geschichte, um Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich denke, das wird einfach nur vorgeschoben. Das ist die große Lüge der Geschichte!

Es geht ganz einfach, wie schon immer in der Geschichte, um etwas ganz anderes: um Macht, um Reichtum, der mit der Ausbeutung von Ressourcen – und auch von Menschen –  vervielfacht werden muss. 

Den Nazis ging und geht es um Macht. Um das Beherrschen anderer durch eine Elite. Den politischen Machthabern geht es um Besitz, um Macht, und um Ausweitung des Reichtums. Der Anspruch des Verbrechers Trump auf Grönland beispielsweise zeigt das doch überdeutlich und lässt sich nicht so gut tarnen, wie der Angriffskrieg gegen den Iran. Und all die, seien es die Präsidenten, die Diktatoren, die politischen Kräfte oder die wirtschaftlich Superreichen, alle können den Hals nicht voll bekommen und wollen immer und immer mehr. 

Aber keiner wird mit seinem Reichtum noch seiner Macht Unsterblichkeit erlangen.

Dennoch, solange Kriegstreiber wie die Verbrecher Trump, Netanjahu und Putin und wie sie alle heißen, in die Fußstapfen Hitlers treten, kann sich nichts ändern. Und wenn wir die Verbrecher nicht mit allen Mitteln des Völkerrechts anklagen, verurteilen und bestrafen, kann sich nichts ändern. Und auch die Superreichen gehören auf die Anklagebank eines Weltgerichts. Keiner kann im Rahmen der geltenden Gesetze mit lauteren Mitteln seinen Reichtum von Millionen erwerben und vermehren.

Auch die Presse- und Redefreiheit müssen gewahrt und verteidigt werden. Was in den USA passiert, macht mir gigantische Angst!

Besonders betonen möchte ich dabei, dass sich meine Worte weder gegen Juden und Jüdinnen noch gegen Amerikaner und Amerikanerinnen noch gegen russische Bürger oder andere Völker richten. Die wenigsten tragen die Schuld an dem, was Machthaber und die Macht des Geldes zu verantworten haben. Alle in einen Topf zu werfen, führt nur noch mehr zur Spaltung der Menschen. – Aber ist das von Manchen, die egoistisch ihren Vorteil suchen, von den Regierenden der Wirtschaft und Politik vielleicht sogar gewollt?

Die allermeisten Menschen aus allen Regionen der Welt sind liebenswert, egal welcher Herkunft und welchen Glaubens. Aber Spaltung unterscheidet. In der Spaltung verliert sich das Gemeinsame. Und das macht es einfach, im „Weiter so“ im Krieg und Terror gegeneinander. 

Aber gemeinsam, gegen die Dummheit und die Macht des Geldes, mit Fantasie, gewaltlos und mit Liebe, könnte die Menschen in all ihrer Verschiedenheit vereinen. 

Aber das entspricht nicht dem Geschäftsmodell der Ausbeutung und des wirtschaftlichen Wachstums im Kapitalismus. Der Unterschied zwischen Völkern aller Welt ist immer ein politischer, kein natürlicher und keiner zwischen den Menschen überhaupt. Der Kolonialismus ist ein klares Beispiel dafür, was wir über Menschen, und die Ausbeutung von anderen Menschen als Sklaven, denken sollten. Und auch warum.

Aber all das wollen wir, insbesondere wir Männer des Patriarchats, nicht wahrhaben, nicht hören. Weil es bedeuten würde, im Gemeinsamen, auch in der wirklichen Emanzipation, zu verzichten, zu teilen, alle anderen Menschen wirklich anzuerkennen und von der eigenen Macht abzugeben. Das scheint der Mensch nicht zu können.

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