Ehemaliger Hauptbahnhof Potsdam

Alte Autobahn A115 zwischen Dreilinden Drewitz und Dreilinden

Der ehemalige Hauptbahnhof von Potsdam, jetzt Bahnhof Potsdam Pirschheide, eröffnet 1958 als Bahnhof Potsdam Süd, befindet sich im Stadtteil Potsdam-West und war von 1961 bis 1993 der Hauptbahnhof. Hier wollte ich eigentlich die alten Bahnsteige fotografieren. Zu spät, was ich fand war nur ein zum Veranstaltungsort umgebautes Bahnhofsgebäude und eine riesige Baustelle. Nur eine Baracke erinnert noch an die Vergangenheit und an Geschäfte direkt nach der Wende.

Erotik als Geschäft

Der Verkauf von Erotik, oft in Nähe von Bahnhöfen, scheint ein Prinzip zu haben. Ganze Viertel entstanden in Nachbarschaft von großen Drehkreuzen, wie zum Beispiel in Frankfurt am Main. Sind die Reisenden nach einer langen Reise besonders gestimmt? Oder muss die Wartezeit auf den Anschlusszug überbrückt werden? Wo ein Geschäft gemacht werden kann, wird es gemacht.

Erotik war und ist ein Geschäft, mit dem Männer auf Kosten von Frauen viel Geld verdienen. Sex als Geschäft ist eigentlich verrückt. Liebe als Geschäft. Männer, die alleine ihre Lust befriedigen wollen. Warum, das habe ich noch nie verstanden. Ich denke, das ist so ein typisches Männer-Macht-Ding. Wirkliche Liebe, Zärtlichkeit, Erotik funktionieren meiner Meinung nach nur, wenn Menschen sich nahe sind und Vertrauen zueinander haben. Und kein Machtverhältnis, sondern ein gemeinsam sich fühlen im Vordergrund stehen.

Alles andere ist ein Machtspiel oder ein Geschäft, in dem Sex als Befriedigung der Lust, als Sucht, als Ware verkauft wird. Aber die Männerwelt will verdienen, und sie will Macht. Sie will haben. Das steckt an, auch Frauen verfallen diesem Irrweg. Denn Abhängigkeiten werden forciert. Auch das meistens von Männern. Gefügig gemacht, so ist es scheinbar nicht selten die einzige Chance für Frauen, aus dem Strudel der Armut zu entkommen. Reich zu werden, so hoffen die Sexarbeiterinnen, so glauben sie.

Und weil es einfach ist, einen einfachen Irrsinn zu glauben, als dieser Macht der Männerwelt, der maskulinen gesellschaftlichen Realität, etwas entgegenzusetzen. Es gibt doch schon seit Menschengedenken Prostitution, kannst du argumentieren. Ja. Und diese von Männern geprägte Welt auch. Was schon lange existiert, ist deswegen nicht richtig.

Wir Männer müssen endlich begreifen, das wir absolut kein Recht haben, Sexualität und Frauen als Ware zu missbrauchen. Frauen zu unterdrücken, zum Sex zu zwingen. Das gilt nicht nur für die Erotik. Das gilt für alle Bereiche des Lebens. Liebe und Zärtlichkeit sind kein Geschäft. Ein anderes Denken würde Grundsätze ändern und die Gesellschaft revolutionieren.

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