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	<title>Liebe &#8211; kuhrau.de</title>
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	<title>Liebe &#8211; kuhrau.de</title>
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		<title>Die Zärtlichkeit einer Katze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 16:29:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-1280x960.jpeg" class="wp-image-16647 avia-img-lazy-loading-not-16647 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Graue Katze Karo mit flauschigem Fell, die auf einem Bett liegt und entspannt aussieht." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-1280x960.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-800x600.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-400x300.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-768x576.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-1536x1152.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-1500x1125.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-705x529.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Die Zärtlichkeit einer Katze 1"></div>Katze Karo liebt es, sich im frühen Morgen auf mein Kopfkissen zu legen, gerade auch, wenn ich noch daraufliege. Fleißig am Arbeiten schleppt Karo sehr gerne Stoffmäuse umher, genau wissend,  wo ihr Spielzeug zu suchen ist. Nicht selten bringt sie …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-1280x960.jpeg" class="wp-image-16647 avia-img-lazy-loading-not-16647 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Graue Katze Karo mit flauschigem Fell, die auf einem Bett liegt und entspannt aussieht." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-1280x960.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-800x600.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-400x300.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-768x576.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-1536x1152.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-1500x1125.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1-705x529.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0005-1.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Die Zärtlichkeit einer Katze 2"></div><p class="opener">Katze Karo liebt es, sich im frühen Morgen auf mein Kopfkissen zu legen, gerade auch, wenn ich noch daraufliege.</p>
<p>Fleißig am Arbeiten schleppt Karo sehr gerne Stoffmäuse umher, genau wissend,  wo ihr Spielzeug zu suchen ist. Nicht selten bringt sie eine Maus auch mit ins Bett.</p>
<p>Mit einer Selbstverständlichkeit, die mich immer wieder tief berührt, beansprucht sie ihren Platz auf dem Kissen. Schlafe ich, werde ich mit einem sanften bis energischen Miauen geweckt. Oder eine Pfote streichelt, manchmal, mit ausgefahrenen Krallen, gibt es eine Akupunkturbehandlung auf der Haut. Ein Sauberlecken meiner Nase ist auch eine Möglichkeit, mich wachzubekommen.</p>
<p>Natürlich sucht sie den Blickkontakt, schnurrt sie, Auge in Auge. Karo kuschelt sich in meine Armbeuge und möchte gestreichelt werden. Sie rekelt sich, schnurrt und schnurrt, bis sie einschläft.</p>
<p>Wenn es ihr zu viel wird, dann kann sie schon mal zuschnappen. Selten auch im Spiel zeigt sie ihre am Korb oder Teppich geschärften Krallen.</p>
<p>Wenn es ihr zu viel wird, zieht sie sich zurück. Legt sich auf einen Stuhl, unsere rote Bank oder einen anderen Lieblingsplatz.</p>
<p>Wenn Karo nicht kommt, wundere ich mich sehr, dann fehlt etwas ausgesprochen Wichtiges.</p>
<p>Ich habe lange gesucht, nach Zärtlichkeit. Mit meiner Liebsten lebt dieses wunderbare Gefühl der Liebe jeden Tag. Ein zärtlicher Kuss am Morgen ist für mich der perfekte Start in den Tag. Und beim Fernsehen liebe ich es, ihre Beine zu streicheln – dem werde ich nie müde. Körperliche Nähe ist für mich einfach unglaublich wichtig und bereichert mein Leben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Männer verwechseln Zärtlichkeit nicht selten mit Sexualität und wollen mehr. Dabei ist Zärtlichkeit doch etwas ganz anderes – sie ist der Ausdruck von Nähe und Vertrauen zwischen Menschen.</p>
<p>Wir Menschen sind nicht einzigartig und alleine mit unseren Gefühlen. Katze Karo sucht jeden Morgen die Nähe, die sie benötigt – genauso wie wir alle.<span class="Apple-converted-space"> </span>Sie benötigt ihre Streicheleinheiten, genauso wie Mahlzeiten, ihre Spielzeit, ihren Schlaf, ihre Abenteuer und Neugier. Für Katze Karo ist es ein Geschenk des Vertrauens, das sie uns Menschen entgegenbringt.</p>
<p>Was also für uns Menschen gilt, gilt auch für Tiere! Tiere und Menschen haben viel gemeinsam – wir sind alle fühlende Wesen! Wir können Freude empfinden, Schmerz spüren und haben die verschiedensten Befindlichkeiten. Das verbindet uns und macht alle Lebewesen zu etwas ganz Besonderem.</p>
<p>Uneingeschränkt alle Lebewesen! Ich möchte das unbedingt verallgemeinern, unabhängig davon, dass nichts eindimensional nur das eine ist.</p>
<p>Aber die Arroganz der Menschen ist kaum zu übertreffen. Wir stellen uns über alles Leben und vergessen dabei, wie vielfältig und wunderbar die Natur und das Leben selbst sind. Es fehlt uns Menschen an Demut, primär an Leben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dafür ist auch Zärtlichkeit ein Schlüssel. Ein Fühlen ohne Berechnung, voller Liebe für das Leben. Eine Menschheit, die das nicht empfinden kann, ist verloren.</p>
<p><a href="https://kuhrau.de/katzen/">https://kuhrau.de/katzen/</a></p>
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		<title>Die Zärtlichkeit einer Katze (Update)</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Feb 2026 10:52:37 +0000</pubDate>
		<description><![CDATA[Katze Karo liebt es, sich im frühen Morgen auf mein Kopfkissen zu legen, gerade auch, wenn ich noch daraufliege. Fleißig am Arbeiten schleppt Karo sehr gerne Stoffmäuse umher, genau wissend,  wo ihr Spielzeug zu suchen ist. Nicht selten bringt sie …]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Katze Karo liebt es, sich im frühen Morgen auf mein Kopfkissen zu legen, gerade auch, wenn ich noch daraufliege.</p>
<p>Fleißig am Arbeiten schleppt Karo sehr gerne Stoffmäuse umher, genau wissend,  wo ihr Spielzeug zu suchen ist. Nicht selten bringt sie eine Maus auch mit ins Bett.</p>
<p>Mit einer Selbstverständlichkeit, die mich immer wieder tief berührt, beansprucht sie ihren Platz auf dem Kissen. Schlafe ich, werde ich mit einem sanften bis energischen Miauen geweckt. Oder eine Pfote streichelt, manchmal, mit ausgefahrenen Krallen, gibt es eine Akupunkturbehandlung auf der Haut. Ein Sauberlecken meiner Nase ist auch eine Möglichkeit, mich wachzubekommen.</p>
<p>Natürlich sucht sie den Blickkontakt, schnurrt sie, Auge in Auge. Karo kuschelt sich in meine Armbeuge und möchte gestreichelt werden. Sie rekelt sich, schnurrt und schnurrt, bis sie einschläft.</p>
<p>Wenn es ihr zu viel wird, dann kann sie schon mal zuschnappen. Selten auch im Spiel zeigt sie ihre am Korb oder Teppich geschärften Krallen.</p>
<p>Wenn es ihr zu viel wird, zieht sie sich zurück. Legt sich auf einen Stuhl, unsere rote Bank oder einen anderen Lieblingsplatz.</p>
<p>Wenn Karo nicht kommt, wundere ich mich sehr, dann fehlt etwas ausgesprochen Wichtiges.</p>
<p>Ich habe lange gesucht, nach Zärtlichkeit. Mit meiner Liebsten lebt dieses wunderbare Gefühl der Liebe jeden Tag. Ein zärtlicher Kuss am Morgen ist für mich der perfekte Start in den Tag. Und beim Fernsehen liebe ich es, ihre Beine zu streicheln – dem werde ich nie müde. Körperliche Nähe ist für mich einfach unglaublich wichtig und bereichert mein Leben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Männer verwechseln Zärtlichkeit nicht selten mit Sexualität und wollen mehr. Dabei ist Zärtlichkeit doch etwas ganz anderes – sie ist der Ausdruck von Nähe und Vertrauen zwischen Menschen.</p>
<p>Wir Menschen sind nicht einzigartig und alleine mit unseren Gefühlen. Katze Karo sucht jeden Morgen die Nähe, die sie benötigt – genauso wie wir alle.<span class="Apple-converted-space"> </span>Sie benötigt ihre Streicheleinheiten, genauso wie Mahlzeiten, ihre Spielzeit, ihren Schlaf, ihre Abenteuer und Neugier. Für Katze Karo ist es ein Geschenk des Vertrauens, das sie uns Menschen entgegenbringt.</p>
<p>Was also für uns Menschen gilt, gilt auch für Tiere! Tiere und Menschen haben viel gemeinsam – wir sind alle fühlende Wesen! Wir können Freude empfinden, Schmerz spüren und haben die verschiedensten Befindlichkeiten. Das verbindet uns und macht alle Lebewesen zu etwas ganz Besonderem.</p>
<p>Uneingeschränkt alle Lebewesen! Ich möchte das unbedingt verallgemeinern, unabhängig davon, dass nichts eindimensional nur das eine ist.</p>
<p>Aber die Arroganz der Menschen ist kaum zu übertreffen. Wir stellen uns über alles Leben und vergessen dabei, wie vielfältig und wunderbar die Natur und das Leben selbst sind. Es fehlt uns Menschen an Demut, primär an Leben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dafür ist auch Zärtlichkeit ein Schlüssel. Ein Fühlen ohne Berechnung, voller Liebe für das Leben. Eine Menschheit, die das nicht empfinden kann, ist verloren.</p>
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		<title>Ich wurde nicht geboren, um unglücklich zu sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 13:26:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Problem und Lösung]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="737" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1280x737.jpeg" class="wp-image-16584 avia-img-lazy-loading-not-16584 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Terrakotta-Sonnensymbol mit zwei Gesichtern, das an einer Wand befestigt ist, umgeben von grünen Blättern und einer pinken Blüte." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1280x737.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-800x460.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-400x230.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-768x442.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1536x884.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1500x863.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-705x406.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ich wurde nicht geboren, um unglücklich zu sein 3"></div>Ich bin das nicht, ich bin nicht auf dieser Welt, um nicht glücklich zu sein. Insbesondere wir Deutschen glauben oft das Gegenteil. So viele jammern und schimpfen, und scheinbar finden manche darin ihr Lebenselixier. Ach, der Nachbar hatte Pech, …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="737" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1280x737.jpeg" class="wp-image-16584 avia-img-lazy-loading-not-16584 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Terrakotta-Sonnensymbol mit zwei Gesichtern, das an einer Wand befestigt ist, umgeben von grünen Blättern und einer pinken Blüte." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1280x737.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-800x460.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-400x230.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-768x442.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1536x884.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1500x863.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-705x406.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ich wurde nicht geboren, um unglücklich zu sein 4"></div><p class="opener">Ich bin das nicht, ich bin nicht auf dieser Welt, um nicht glücklich zu sein. Insbesondere wir Deutschen glauben oft das Gegenteil. So viele jammern und schimpfen, und scheinbar finden manche darin ihr Lebenselixier.</p>
<p>Ach, der Nachbar hatte Pech, aber mir geht es noch viel schlechter. Sagt man etwas dagegen, dann wird einem das noch schlimmere Leid angetragen. Du verstehst das nicht. Komme erst mal in mein Alter. Du hast nicht erlebt, was ich erlitten habe. Ein Freund aus vergangenen Zeiten meinte, man kann Schlechtes nicht mit noch Schlechtem vergleichen. Was soll man auch dagegen halten?</p>
<h3>Ich bin, was ich denke und fühle</h3>
<p>Wer etwas nicht hören will, der kann, der will das nicht. Aber: Ich bin die Persönlichkeit, wie ich denke und fühle. Mein Gehirn, die biologischen Prozesse funktionieren genauso. Denke ich einseitig, so werde ich auch eindimensional leben. Öffne ich meine Gedanken in alle Himmelsrichtungen, erkenne ich in dieser Vielfalt eine unendlich große „Wahrhaftigkeit“.</p>
<p>Ein jeder Mensch ist mehr als „nur“ männlich oder „bloß“ weiblich. Das vielleicht größte Problem, gerade auch für Männer, ist es, mit den unterschiedlichsten Gefühlen und Denkmustern konfrontiert zu werden, weil dies bedeuten könnte, das eigene Leben gegebenenfalls völlig infrage stellen zu müssen. Dann lieber verdrängen und ein &#8222;echter&#8220; Mann sein, um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen – und das als Ideal für alle Männer zu bestimmen.</p>
<p>Die Reduzierung, die Mechanismen der Vereinfachung, verwenden politische Gruppierungen, besonders rechte Fundamentalisten, aber auch linke Extremisten, um uns in dem zu bestärken, was wir denken sollen, in ihrem Sinne. Und das Bunte und die anderen schlechtmachen. Und noch schlechter. Um die Situationen zu polarisieren. Unsere Gesellschaft zu spalten. Bist du nicht dafür, bist du dagegen.</p>
<p>Welche Ziele hat eine Partei wie die AfD? Nichts von ihren wirklichen Plänen steht im Wahlprogramm, so schlau sind sie. Wenn die Katastrophe kocht, werden sie als die erscheinen, die das Heil bringen. Zuckerbrot und Peitsche. Damit es weniger schlimm scheint, wenn sie ihr wahres Gesicht zeigen werden: die hässliche Fratze der menschenverachtenden Macht.</p>
<p>Und die Unglücklichen glauben ihnen. Weil es so einfach ist. Natürlich ist es narrensicher, möglichst unkompliziert zu denken, eben eher in Schwarz oder Weiß, in dieser komplexen Welt, wo kein Kopf mehr alles wirklich durchblicken kann.</p>
<p>Alle, mit unserem Unglücklichsein, sind dabei besonders gefährdet. Und das wird erbarmungslos geschürt und ausgenutzt. Verbrecher wie Trump und Konsorten, aber auch die AfD saugen unser Glück wie Honig erbarmungslos aus, machen uns unglücklich. Das ist die Falle, in die wir tappen sollen. Und je unglücklicher wir sind, desto größer ist ihre Chance, uns zu beeinflussen. Denn jeder sehnt sich doch nach Glück, auch wenn jeder Mensch darunter etwas anderes verstehen wird.</p>
<p>Aber Fundamentalisten geht es nicht darum, dass wir glücklich sind. Denn wenn ich zufrieden bin, bin ich kein geeignetes Werkzeug, viel eher eine Bedrohung. Allein schon deswegen gibt es vielleicht etwas, was wir entgegensetzen können: das Glück im Unglück.</p>
<p>Jede Ideologie birgt diese Gefahr. Was anders ist, was nicht hereinpasst, gehört nicht dazu, muss bekämpft werden, verboten werden, ausgerottet werden. Beispielsweise ist der reale Sozialismus gescheitert, weil es keine Gerechtigkeit gab. Und nie alle vermeintlich gegnerischen Kräfte werden verstummen, irgendwann entfalten sie sich. Das ist meine Hoffnung. Und dann ist es ein großes Glück, wenn es dabei friedlich bleibt.</p>
<p>Was wollten die Nazis im Zweiten Weltkrieg? Sie ermordeten mehr als sechs Millionen Menschen, weitere Millionen wurden verwundet und getötet im Krieg. Weil sie meinten und meinen, nur eine Rasse Menschen seien die wahren Menschen, die Auserwählten, die ausbeuten dürfen, rauben können, was die Erde an Reichtum gibt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bei gesundem Menschenverstand merkt man doch, dass das nicht funktionieren kann. Denn allein schon: Wer legt denn die „Kriterien“ fest? Die selbst, die meinen, dass sie dazugehören. Wenn sie das dann glauben machen wollen, dann finden sich immer Argumente, die alles belegen. Gesetze, die das „Andere“ verbieten und bestrafen. Und wer mit dem Finger auf die Lügen zeigt, wird eingeschüchtert: mit Angst und Schrecken, seelischer und psychischer Gewalt, und immer auch mit dem Tod.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was soll ohne Vielfalt, in einem Inzest unter „Gleichen“, denn überhaupt an „Gesundheit und Glück“ entstehen können?</p>
<p>Wohlstand und Frieden unter Gleichen? Sicherheit ohne Bedrohung durch andere? Genau das reden uns die Rechten ein. Wir sollen es glauben. Unsere Gehirne werden weichgespült. Die neuen medialen Möglichkeiten machen es noch einfacher. Die künstliche Intelligenz wird auch als ein Werkzeug missbraucht, das genau denen in die Hände spielt.</p>
<p>Übersehen wird dabei, dass es nur ein „falsches“ Wort brauchen wird, und du stehst am Pranger. Wirst wie eine Hexe im Mittelalter verbrannt. Diese Macht ist willkürlich.</p>
<h3>Leben ist etwas ganz anderes, glückliches Leben</h3>
<p>Blicke ich in die Vielfalt der Natur. Sehe ich auf die unendlichen Unterschiede, stelle ich doch fest, dass es anders ist. Nicht das Gleiche, die Gleichmacherei zählt, sondern die bunte Vielfalt.</p>
<p>Kein Mensch ist, denkt und fühlt, genauso wie ich als Person. Absolut keiner, jeder ist anders. Und das ist gut so. Denn ich bin ein kleines, unbedeutendes Wesen auf dieser Erde. Nicht unwichtig – denn jedes Leben zählt –, aber auch in keinem Maße essenziell, dass ohne mich irgendetwas nicht sein könnte. Demut stünde den Menschen wirklich gut.</p>
<p>Aber einem Egozentriker, der sich als Mittelpunkt der Welt sieht, der seine Macht genau deswegen braucht, wie Wasser, Luft und Nahrung, geht das völlig am Dups vorbei. Dabei vergessen wir, blenden es einfach aus, dass wir ohne Natur um uns, nicht auf dieser Welt wären und sein könnten. Wir sind und bleiben ein Teil der Natur!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Meines Wissens nach ist es nur unsere Erde, über Millionen Jahre entwickelt, die Leben ermöglicht.</p>
<p>Wenn man das verdrängt, ja, natürlich braucht man dann irgendwelche anderen Mechanismen, um glücklich zu sein. Männer sind auf den Trichter gekommen, ihre Männlichkeit als Stärke einzusetzen. Auch zur Unterdrückung. Als Macht. Aber macht Macht glücklich?</p>
<p>Auch Geld macht nicht wirklich glücklich. Selbst wenn es in manchen Situationen die Nerven beruhigt. Aufwachen ohne finanzielle Sorgen ist schon ein angenehmes Gefühl. Aber wirkliches Glück ist etwas anderes.</p>
<p>Ich bin nicht glücklich, wenn sich Leben nicht entfalten kann. Wenn Frauen unter Männern leiden. Wenn queere Menschen nicht ihr Leben leben dürfen. Oder Kinder sich nicht neugierig entwickeln können. Und Alte nicht die Anerkennung finden, die ihnen für ihre Lebensleistung zusteht. Wenn Migranten und Flüchtlinge in ihrem Leid nicht empfangen werden. Weil wir sie nicht einladen können, zu bleiben, weil wir Angst vor ihnen haben, ihrer anderen Kultur, ohne den offenen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Und weil wir uns in unserem Wohlstand bedroht sehen, wenn wir aufgefordert werden, zu teilen. Alles Unmenschliche macht mich zutiefst unglücklich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin glücklich, weil ich auf mein Leben blicken kann und sehe, dass ich innerlich nicht stehenbleibe. Dass ich ein Mensch bin, der liebt. Dass ich vor meinen Gedanken und mir nicht weglaufe. Und ich diese hier aufschreiben kann. Für mich.</p>
<p>Ich bin glücklich, denn ich werde geliebt. Ich bin glücklich, mit meiner Liebsten an meiner Seite. Die mich so annimmt, wie ich bin, aus mir nicht etwas machen möchte, was ich nicht bin. Denn ich kann mich nur aus mir heraus verändern, von außen kann man sich „nur“ helfen, wenn es in einem selbst, von innen heraus, wachsen kann. Ich bin glücklich, weil genau das auf Gegenseitigkeit beruht.</p>
<p>Ich bin glücklich darüber, zu sehen, was ich aus meinem kleinen Leben gemacht habe. Ich bin stolz darauf, beispielsweise nicht wie mein Vater, keiner Sucht verfallen zu sein und so wie er enden zu werden. Und auch, wenn ich als Jugendlicher hautnah dabei war, als er starb, gibt es mir ein kleines Glück, dass er vielleicht noch schöne, letzte Tage am Meer hatte (<a href="https://kuhrau.de/geschichten/vater-und-sohn/">Vater und Sohn</a>).</p>
<p>Ich lasse mich nicht unterkriegen und suche mein Glück. Und noch besser. Ich habe es gefunden. Ich bin glücklich, weil ich im Frieden leben kann. Noch.</p>
<p>Ihr Extremen, ihr Radikalen, ihr Verbrecher, die ihr unser Leben bedroht, ihr könnt die Umwelt, das Klima, die Natur zerstören, ihr könnt mir alles nehmen, mich auch in tiefste Traurigkeit stoßen, ihr könnt mich bedrohen. Ihr könnt mir das Leben meiner Liebsten und mein Leben nehmen. Aber nicht: meine Liebe, die sich gegen euren Hass stellen wird, mein wirkliches Glück.</p>
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	<item>
		<title>Ich wurde nicht geboren, um unglücklich zu sein (Update)</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 13:45:49 +0000</pubDate>
		<description><![CDATA[Ich bin das nicht, ich bin nicht auf dieser Welt, um nicht glücklich zu sein. Insbesondere wir Deutschen glauben oft das Gegenteil. So viele jammern und schimpfen, und scheinbar finden manche darin ihr Lebenselixier. Ach, der Nachbar hatte Pech, …]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Ich bin das nicht, ich bin nicht auf dieser Welt, um nicht glücklich zu sein. Insbesondere wir Deutschen glauben oft das Gegenteil. So viele jammern und schimpfen, und scheinbar finden manche darin ihr Lebenselixier.</p>
<p>Ach, der Nachbar hatte Pech, aber mir geht es noch viel schlechter. Sagt man etwas dagegen, dann wird einem das noch schlimmere Leid angetragen. Du verstehst das nicht. Komme erst mal in mein Alter. Du hast nicht erlebt, was ich erlitten habe. Ein Freund aus vergangenen Zeiten meinte, man kann Schlechtes nicht mit noch Schlechtem vergleichen. Was soll man auch dagegen halten?</p>
<h3>Ich bin, was ich denke und fühle</h3>
<p>Wer etwas nicht hören will, der kann, der will das nicht. Aber: Ich bin die Persönlichkeit, wie ich denke und fühle. Mein Gehirn, die biologischen Prozesse funktionieren genauso. Denke ich einseitig, so werde ich auch eindimensional leben. Öffne ich meine Gedanken in alle Himmelsrichtungen, erkenne ich in dieser Vielfalt eine unendlich große „Wahrhaftigkeit“.</p>
<p>Ein jeder Mensch ist mehr als „nur“ männlich oder „bloß“ weiblich. Das vielleicht größte Problem, gerade auch für Männer, ist es, mit den unterschiedlichsten Gefühlen und Denkmustern konfrontiert zu werden, weil dies bedeuten könnte, das eigene Leben gegebenenfalls völlig infrage stellen zu müssen. Dann lieber verdrängen und ein &#8222;echter&#8220; Mann sein, um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen – und das als Ideal für alle Männer zu bestimmen.</p>
<p>Die Reduzierung, die Mechanismen der Vereinfachung, verwenden politische Gruppierungen, besonders rechte Fundamentalisten, aber auch linke Extremisten, um uns in dem zu bestärken, was wir denken sollen, in ihrem Sinne. Und das Bunte und die anderen schlechtmachen. Und noch schlechter. Um die Situationen zu polarisieren. Unsere Gesellschaft zu spalten. Bist du nicht dafür, bist du dagegen.</p>
<p>Welche Ziele hat eine Partei wie die AfD? Nichts von ihren wirklichen Plänen steht im Wahlprogramm, so schlau sind sie. Wenn die Katastrophe kocht, werden sie als die erscheinen, die das Heil bringen. Zuckerbrot und Peitsche. Damit es weniger schlimm scheint, wenn sie ihr wahres Gesicht zeigen werden: die hässliche Fratze der menschenverachtenden Macht.</p>
<p>Und die Unglücklichen glauben ihnen. Weil es so einfach ist. Natürlich ist es narrensicher, möglichst unkompliziert zu denken, eben eher in Schwarz oder Weiß, in dieser komplexen Welt, wo kein Kopf mehr alles wirklich durchblicken kann.</p>
<p>Alle, mit unserem Unglücklichsein, sind dabei besonders gefährdet. Und das wird erbarmungslos geschürt und ausgenutzt. Verbrecher wie Trump und Konsorten, aber auch die AfD saugen unser Glück wie Honig erbarmungslos aus, machen uns unglücklich. Das ist die Falle, in die wir tappen sollen. Und je unglücklicher wir sind, desto größer ist ihre Chance, uns zu beeinflussen. Denn jeder sehnt sich doch nach Glück, auch wenn jeder Mensch darunter etwas anderes verstehen wird.</p>
<p>Aber Fundamentalisten geht es nicht darum, dass wir glücklich sind. Denn wenn ich zufrieden bin, bin ich kein geeignetes Werkzeug, viel eher eine Bedrohung. Allein schon deswegen gibt es vielleicht etwas, was wir entgegensetzen können: das Glück im Unglück.</p>
<p>Jede Ideologie birgt diese Gefahr. Was anders ist, was nicht hereinpasst, gehört nicht dazu, muss bekämpft werden, verboten werden, ausgerottet werden. Beispielsweise ist der reale Sozialismus gescheitert, weil es keine Gerechtigkeit gab. Und nie alle vermeintlich gegnerischen Kräfte werden verstummen, irgendwann entfalten sie sich. Das ist meine Hoffnung. Und dann ist es ein großes Glück, wenn es dabei friedlich bleibt.</p>
<p>Was wollten die Nazis im Zweiten Weltkrieg? Sie ermordeten mehr als sechs Millionen Menschen, weitere Millionen wurden verwundet und getötet im Krieg. Weil sie meinten und meinen, nur eine Rasse Menschen seien die wahren Menschen, die Auserwählten, die ausbeuten dürfen, rauben können, was die Erde an Reichtum gibt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bei gesundem Menschenverstand merkt man doch, dass das nicht funktionieren kann. Denn allein schon: Wer legt denn die „Kriterien“ fest? Die selbst, die meinen, dass sie dazugehören. Wenn sie das dann glauben machen wollen, dann finden sich immer Argumente, die alles belegen. Gesetze, die das „Andere“ verbieten und bestrafen. Und wer mit dem Finger auf die Lügen zeigt, wird eingeschüchtert: mit Angst und Schrecken, seelischer und psychischer Gewalt, und immer auch mit dem Tod.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was soll ohne Vielfalt, in einem Inzest unter „Gleichen“, denn überhaupt an „Gesundheit und Glück“ entstehen können?</p>
<p>Wohlstand und Frieden unter Gleichen? Sicherheit ohne Bedrohung durch andere? Genau das reden uns die Rechten ein. Wir sollen es glauben. Unsere Gehirne werden weichgespült. Die neuen medialen Möglichkeiten machen es noch einfacher. Die künstliche Intelligenz wird auch als ein Werkzeug missbraucht, das genau denen in die Hände spielt.</p>
<p>Übersehen wird dabei, dass es nur ein „falsches“ Wort brauchen wird, und du stehst am Pranger. Wirst wie eine Hexe im Mittelalter verbrannt. Diese Macht ist willkürlich.</p>
<h3>Leben ist etwas ganz anderes, glückliches Leben</h3>
<p>Blicke ich in die Vielfalt der Natur. Sehe ich auf die unendlichen Unterschiede, stelle ich doch fest, dass es anders ist. Nicht das Gleiche, die Gleichmacherei zählt, sondern die bunte Vielfalt.</p>
<p>Kein Mensch ist, denkt und fühlt, genauso wie ich als Person. Absolut keiner, jeder ist anders. Und das ist gut so. Denn ich bin ein kleines, unbedeutendes Wesen auf dieser Erde. Nicht unwichtig – denn jedes Leben zählt –, aber auch in keinem Maße essenziell, dass ohne mich irgendetwas nicht sein könnte. Demut stünde den Menschen wirklich gut.</p>
<p>Aber einem Egozentriker, der sich als Mittelpunkt der Welt sieht, der seine Macht genau deswegen braucht, wie Wasser, Luft und Nahrung, geht das völlig am Dups vorbei. Dabei vergessen wir, blenden es einfach aus, dass wir ohne Natur um uns, nicht auf dieser Welt wären und sein könnten. Wir sind und bleiben ein Teil der Natur!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Meines Wissens nach ist es nur unsere Erde, über Millionen Jahre entwickelt, die Leben ermöglicht.</p>
<p>Wenn man das verdrängt, ja, natürlich braucht man dann irgendwelche anderen Mechanismen, um glücklich zu sein. Männer sind auf den Trichter gekommen, ihre Männlichkeit als Stärke einzusetzen. Auch zur Unterdrückung. Als Macht. Aber macht Macht glücklich?</p>
<p>Auch Geld macht nicht wirklich glücklich. Selbst wenn es in manchen Situationen die Nerven beruhigt. Aufwachen ohne finanzielle Sorgen ist schon ein angenehmes Gefühl. Aber wirkliches Glück ist etwas anderes.</p>
<p>Ich bin nicht glücklich, wenn sich Leben nicht entfalten kann. Wenn Frauen unter Männern leiden. Wenn queere Menschen nicht ihr Leben leben dürfen. Oder Kinder sich nicht neugierig entwickeln können. Und Alte nicht die Anerkennung finden, die ihnen für ihre Lebensleistung zusteht. Wenn Migranten und Flüchtlinge in ihrem Leid nicht empfangen werden. Weil wir sie nicht einladen können, zu bleiben, weil wir Angst vor ihnen haben, ihrer anderen Kultur, ohne den offenen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Und weil wir uns in unserem Wohlstand bedroht sehen, wenn wir aufgefordert werden, zu teilen. Alles Unmenschliche macht mich zutiefst unglücklich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin glücklich, weil ich auf mein Leben blicken kann und sehe, dass ich innerlich nicht stehenbleibe. Dass ich ein Mensch bin, der liebt. Dass ich vor meinen Gedanken und mir nicht weglaufe. Und ich diese hier aufschreiben kann. Für mich.</p>
<p>Ich bin glücklich, denn ich werde geliebt. Ich bin glücklich, mit meiner Liebsten an meiner Seite. Die mich so annimmt, wie ich bin, aus mir nicht etwas machen möchte, was ich nicht bin. Denn ich kann mich nur aus mir heraus verändern, von außen kann man sich „nur“ helfen, wenn es in einem selbst, von innen heraus, wachsen kann. Ich bin glücklich, weil genau das auf Gegenseitigkeit beruht.</p>
<p>Ich bin glücklich darüber, zu sehen, was ich aus meinem kleinen Leben gemacht habe. Ich bin stolz darauf, beispielsweise nicht wie mein Vater, keiner Sucht verfallen zu sein und so wie er enden zu werden. Und auch, wenn ich als Jugendlicher hautnah dabei war, als er starb, gibt es mir ein kleines Glück, dass er vielleicht noch schöne, letzte Tage am Meer hatte (<a href="https://kuhrau.de/geschichten/vater-und-sohn/">Vater und Sohn</a>).</p>
<p>Ich lasse mich nicht unterkriegen und suche mein Glück. Und noch besser. Ich habe es gefunden. Ich bin glücklich, weil ich im Frieden leben kann. Noch.</p>
<p>Ihr Extremen, ihr Radikalen, ihr Verbrecher, die ihr unser Leben bedroht, ihr könnt die Umwelt, das Klima, die Natur zerstören, ihr könnt mir alles nehmen, mich auch in tiefste Traurigkeit stoßen, ihr könnt mich bedrohen. Ihr könnt mir das Leben meiner Liebsten und mein Leben nehmen. Aber nicht: meine Liebe, die sich gegen euren Hass stellen wird, mein wirkliches Glück.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	</item>
		<item>
		<title>Liebe &#038; Humor sind ein gutes Team</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 12:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung und Erfahrung]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-1280x960.jpeg" class="wp-image-16622 avia-img-lazy-loading-not-16622 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Tafel mit der Aufschrift &#039;Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.&#039; in einem Garten." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-1280x960.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-800x600.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-400x300.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-768x576.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-1536x1152.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-1500x1125.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-705x529.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Liebe &amp; Humor sind ein gutes Team 5"></div>Egal, wer du bist, was du wie fühlst, denkst, kannst oder auch nicht: Es ist völlig Jacke wie Hose. Du als Mensch und dein Leben sind wertvoll. Bist du genial, bist du eher schlicht, und alles dazwischen, es macht dich aus. Du bist einzigartig, …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-1280x960.jpeg" class="wp-image-16622 avia-img-lazy-loading-not-16622 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Tafel mit der Aufschrift &#039;Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.&#039; in einem Garten." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-1280x960.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-800x600.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-400x300.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-768x576.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-1536x1152.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-1500x1125.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695-705x529.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1695.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Liebe &amp; Humor sind ein gutes Team 6"></div><p class="opener">Egal, wer du bist, was du wie fühlst, denkst, kannst oder auch nicht: Es ist völlig Jacke wie Hose. Du als Mensch und dein Leben sind wertvoll. Bist du genial, bist du eher schlicht, und alles dazwischen, es macht dich aus. Du bist einzigartig, allein schon das ist es!</p>
<blockquote>
<h3>„Jeder Mensch hat einen Namen&#8220;</h3>
<p><em>Zelda Schneerson Mishkovsky</em> (geb. 20. Juni 1914 in Tschernihiw; gest. 30. April 1984 in Jerusalem; weithin bekannt unter ihrem Vornamen Zelda, war eine israelische Dichterin und Schriftstellerin).</p></blockquote>
<p><a href="https://jochenteuffel.com/wp-content/uploads/2023/08/zelda-jeder-mensch-hat-einen-namen-le-chol-isch-jesch-schem.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://jochenteuffel.com/wp-content/uploads/2023/08/zelda-jeder-mensch-hat-einen-namen-le-chol-isch-jesch-schem.pdf</a></p>
<p>In der Zeit vor meinem Studium habe ich ein paar Monate als Fahrer bei einem Fahrdienst gearbeitet. Autofahren kann ich einigermaßen, dachte ich. Ich durfte einen Mercedes-Benz 207 fahren, den sich der Chef mal zurechtgemacht hatte: Schwarz, extra Leuchten auf dem Dach, Ledersitze.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Na ja, besonders gut fahren konnte ich nicht. In einer engen Auffahrt in Dahlem fuhr ich die Klinke der Schiebetür ab. Nicht weit genug ausgeholt für diese Millimeterarbeit. Der Firmeninhaber blieb cool, hielt mir keine Standpauke. Der Griff war schnell repariert.</p>
<p>Einen jungen Mann holte ich in seinem Rollstuhl in Zehlendorf ab, nahe Bahnhof Wannsee. Er freute sich immer, egal wie früh es war. Andere meinten, er sei etwas schwierig, ich fand sein Lächeln über meine Scherze super: Soll ich dich abholen, in der Nacht, dann sägen wir alle roten Ampeln ab.</p>
<p>Eine andere junge Frau holte ich in Berlin-Frohnau ab und brachte sie ans andere Ende der Stadt nach Neukölln. Sie konnte kaum etwas, nicht sprechen, nicht laufen, nicht greifen. Und sie konnte so viel: Wenn wir bei „Sarotti“ vorbeifuhren und ich erzählte, wie es heute wieder nach Schokolade riecht, da reagierte sie auf ihre Art.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Einen gehandicapten Menschen zu begleiten, zu pflegen, täglich in der Familie zu helfen, bedarf unendlich viel Kraft. Und sehr viele Momente, in denen es heißt, sich selbst als Menschen hintenanzustellen, für das Wohl, die Bedürfnisse dieses Menschen. Einzig die Liebe kann das tragen, das sehen, dass jeder Mensch, uneingeschränkt wertvoll ist. Und wenn wir uns in unserer Liebe für den anderen zusammentun, dann wird es für alle einfacher.</p>
<p>Wenn nun einer – oftmals ein Mann – behauptet, du bist nicht richtig, du bist schlecht, du bist ungeeignet oder was auch immer. Er spricht so oft, und er macht es sich selten bewusst, um sich selbst zu erhöhen, um besser zu leuchten, indem er dich herabsetzt. Auch daraus speist sich seine Macht, seine Geltung. So fühlt er sich felsenfest.</p>
<p>Unter anderem deswegen, so glaube ich, gibt es die Probleme, nicht nur unserer Zeit. Menschen sind derart verblendet, in ihrer Machtbesessenheit, dass sie buchstäblich über Leichen gehen.</p>
<p>Also müssen wir die Wege finden, die uns aus diesem Denken befreien. Wir müssen unsere Werte leben. Daran führt kein Weg vorbei, wenn wir uns Menschen und unsere Welt nicht zerstören wollen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Denn es ist so: Du bist genau richtig, wie du bist, in deiner Einzigartigkeit. Allein, dieses Vertrauen in dich schon, nimmt den Wind aus den Segeln, bei denen, die meinen, dich aus- und benutzen zu können.</p>
<p>Deine Liebe wischt das Böse weg. Einfach indem du dich selbst liebst, genauso wie du bist, deine Nächsten, aber auch die Fremden auf der Straße, die so nett lächeln. Und ohne dass du mit deiner Liebe Erwartungen verbindest. Denn Liebe ist keine Währung, mit der du eine Ware bezahlst und bekommst.</p>
<p>Siehst du einen Trump, einen Putin aus vollem Herzen lachen? Ein Lachen, ohne sich über andere lustig zu machen, sich über sie zu erheben? Wie versteinert wirken ihre Gesichter. Graue Menschen, die auf dem Weg der Macht ihre Fähigkeit verlieren, dem Gegenüber mit Humor und Liebe zu begegnen. Das ist ein bitterer Preis, den diese Machthaber zahlen, ihre Persönlichkeit betreffend.</p>
<p>Aber wir können daraus lernen: Wir dürfen unseren Humor nicht verlieren. Wir dürfen feiern, wir dürfen Spaß haben. Liebe und Humor sind ein gutes Team. Die Liebe, die den anderen sieht. Der Humor, der eine Leichtigkeit ausdrückt, ohne auf Kosten anderer sich über sie zu stellen.</p>
<p>Mit Liebe und Humor wird alles gut!</p>
<h3>Der große, alte, weiße Mann</h3>
<p>Der große alte weiße Mann ist wieder da. Er war bestimmt nie wirklich weg. Vielleicht nur etwas im Hintergrund, beispielsweise vor den Frauen, die mehr und mehr<span class="Apple-converted-space">  </span>Emanzipation und Gleichberechtigung fordern und leben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und jetzt? Mit dem Rückenwind des Verbrechers Trump als mächtigem Mann der Vereinigten Staaten von Amerika werden die Rechte von Frauen, von Queeren, von vermeintlichen Minderheiten zurückgenommen.</p>
<p>Der Verbrecher und seine Hinterleute zeigen Muskeln. Mit ihren Worten „Stärke“. Und schaffen eine Stimmung der Angst und des Schreckens, um so ihre Macht weiter auszubauen und zu festigen. Alles andere ist eine Gefahr. Also weg damit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Menschen waren weiter. Die Emanzipation war weiter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Komischerweise bin ich auch<span class="Apple-converted-space">  </span>bald 66 Jahre alt, weiß und männlich. Und dennoch verstehe ich es nicht. Fühle mich zu dieser Spezies Mensch nicht dazugehörig. Sondern ich verurteile diese Sichtweise.</p>
<p>Auch wenn ich eigentlich denke, wir müssen als Menschen alle Meinungen zulassen und aushalten. Aber hier geht es nicht mehr „nur“ um eine Meinung, hier geht es um Unterdrückung, um den Verlust der Freiheit, hier werden die Grundrechte aller Menschen zutiefst genommen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das, was uneingeschränkt allen Menschen zusteht, ist das Recht, dass sie in Freiheit sicher leben können. Die Grenze wird allein dort gezogen, wo die Freiheit eines anderen verletzt wird. Beides gehört zusammen. Das ist für mich die schon jahrhundertealte Grundfeste von Freiheit.</p>
<p>Liebe Frauen, liebe Männer, die wie ich nicht „stark“ (im Sinne der großen, alten weißen Männer) sein müssen. Die anders sein wollen. Und all ihr Lieben dazwischen. Lass es uns deutlich machen. Die Gedanken und das Handeln der alten, weißen Männer sind am Ende zerstörerisch und haben in unserer Zeit nichts mehr zu suchen. Es ist anachronistisch, aber leider ist es auch eine tragende<span class="Apple-converted-space">  </span>Triebkraft des Kapitalismus.</p>
<p>Lasst es uns anders machen. Lasst es uns so gut machen, wie wir können. Mit Liebe und auch mit Humor. Mit allen anderen gewaltfreien Können, was jeder von uns, und daran glaube ich fest, in sich trägt, wenn es nicht im Licht der Verblendung ungesehen bleibt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<hr />
<p>Ich möchte vielen Menschen aus der Öffentlichkeit danken, wie Pierre M. Krause, Sebastian Pufpaff, Torsten Sträter, Hape Kerkeling, Miss Allie, Herman van Veen, Reinhard Mey, Konstantin Wecker und anderen. Sie inspirieren nicht nur meine Gedanken mit ihrer Menschlichkeit.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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	<item>
		<title>Liebe &#038; Humor sind ein gutes Team (Update)</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 08:28:05 +0000</pubDate>
		<description><![CDATA[Egal, wer du bist, was du wie fühlst, denkst, kannst oder auch nicht: Es ist völlig Jacke wie Hose. Du als Mensch und dein Leben sind wertvoll. Bist du genial, bist du eher schlicht, und alles dazwischen, es macht dich aus. Du bist einzigartig, …]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Egal, wer du bist, was du wie fühlst, denkst, kannst oder auch nicht: Es ist völlig Jacke wie Hose. Du als Mensch und dein Leben sind wertvoll. Bist du genial, bist du eher schlicht, und alles dazwischen, es macht dich aus. Du bist einzigartig, allein schon das ist es!</p>
<blockquote>
<h3>„Jeder Mensch hat einen Namen&#8220;</h3>
<p><em>Zelda Schneerson Mishkovsky</em> (geb. 20. Juni 1914 in Tschernihiw; gest. 30. April 1984 in Jerusalem; weithin bekannt unter ihrem Vornamen Zelda, war eine israelische Dichterin und Schriftstellerin).</p></blockquote>
<p><a href="https://jochenteuffel.com/wp-content/uploads/2023/08/zelda-jeder-mensch-hat-einen-namen-le-chol-isch-jesch-schem.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://jochenteuffel.com/wp-content/uploads/2023/08/zelda-jeder-mensch-hat-einen-namen-le-chol-isch-jesch-schem.pdf</a></p>
<p>In der Zeit vor meinem Studium habe ich ein paar Monate als Fahrer bei einem Fahrdienst gearbeitet. Autofahren kann ich einigermaßen, dachte ich. Ich durfte einen Mercedes-Benz 207 fahren, den sich der Chef mal zurechtgemacht hatte: Schwarz, extra Leuchten auf dem Dach, Ledersitze.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Na ja, besonders gut fahren konnte ich nicht. In einer engen Auffahrt in Dahlem fuhr ich die Klinke der Schiebetür ab. Nicht weit genug ausgeholt für diese Millimeterarbeit. Der Firmeninhaber blieb cool, hielt mir keine Standpauke. Der Griff war schnell repariert.</p>
<p>Einen jungen Mann holte ich in seinem Rollstuhl in Zehlendorf ab, nahe Bahnhof Wannsee. Er freute sich immer, egal wie früh es war. Andere meinten, er sei etwas schwierig, ich fand sein Lächeln über meine Scherze super: Soll ich dich abholen, in der Nacht, dann sägen wir alle roten Ampeln ab.</p>
<p>Eine andere junge Frau holte ich in Berlin-Frohnau ab und brachte sie ans andere Ende der Stadt nach Neukölln. Sie konnte kaum etwas, nicht sprechen, nicht laufen, nicht greifen. Und sie konnte so viel: Wenn wir bei „Sarotti“ vorbeifuhren und ich erzählte, wie es heute wieder nach Schokolade riecht, da reagierte sie auf ihre Art.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Einen gehandicapten Menschen zu begleiten, zu pflegen, täglich in der Familie zu helfen, bedarf unendlich viel Kraft. Und sehr viele Momente, in denen es heißt, sich selbst als Menschen hintenanzustellen, für das Wohl, die Bedürfnisse dieses Menschen. Einzig die Liebe kann das tragen, das sehen, dass jeder Mensch, uneingeschränkt wertvoll ist. Und wenn wir uns in unserer Liebe für den anderen zusammentun, dann wird es für alle einfacher.</p>
<p>Wenn nun einer – oftmals ein Mann – behauptet, du bist nicht richtig, du bist schlecht, du bist ungeeignet oder was auch immer. Er spricht so oft, und er macht es sich selten bewusst, um sich selbst zu erhöhen, um besser zu leuchten, indem er dich herabsetzt. Auch daraus speist sich seine Macht, seine Geltung. So fühlt er sich felsenfest.</p>
<p>Unter anderem deswegen, so glaube ich, gibt es die Probleme, nicht nur unserer Zeit. Menschen sind derart verblendet, in ihrer Machtbesessenheit, dass sie buchstäblich über Leichen gehen.</p>
<p>Also müssen wir die Wege finden, die uns aus diesem Denken befreien. Wir müssen unsere Werte leben. Daran führt kein Weg vorbei, wenn wir uns Menschen und unsere Welt nicht zerstören wollen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Denn es ist so: Du bist genau richtig, wie du bist, in deiner Einzigartigkeit. Allein, dieses Vertrauen in dich schon, nimmt den Wind aus den Segeln, bei denen, die meinen, dich aus- und benutzen zu können.</p>
<p>Deine Liebe wischt das Böse weg. Einfach indem du dich selbst liebst, genauso wie du bist, deine Nächsten, aber auch die Fremden auf der Straße, die so nett lächeln. Und ohne dass du mit deiner Liebe Erwartungen verbindest. Denn Liebe ist keine Währung, mit der du eine Ware bezahlst und bekommst.</p>
<p>Siehst du einen Trump, einen Putin aus vollem Herzen lachen? Ein Lachen, ohne sich über andere lustig zu machen, sich über sie zu erheben? Wie versteinert wirken ihre Gesichter. Graue Menschen, die auf dem Weg der Macht ihre Fähigkeit verlieren, dem Gegenüber mit Humor und Liebe zu begegnen. Das ist ein bitterer Preis, den diese Machthaber zahlen, ihre Persönlichkeit betreffend.</p>
<p>Aber wir können daraus lernen: Wir dürfen unseren Humor nicht verlieren. Wir dürfen feiern, wir dürfen Spaß haben. Liebe und Humor sind ein gutes Team. Die Liebe, die den anderen sieht. Der Humor, der eine Leichtigkeit ausdrückt, ohne auf Kosten anderer sich über sie zu stellen.</p>
<p>Mit Liebe und Humor wird alles gut!</p>
<h3>Der große, alte, weiße Mann</h3>
<p>Der große alte weiße Mann ist wieder da. Er war bestimmt nie wirklich weg. Vielleicht nur etwas im Hintergrund, beispielsweise vor den Frauen, die mehr und mehr<span class="Apple-converted-space">  </span>Emanzipation und Gleichberechtigung fordern und leben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und jetzt? Mit dem Rückenwind des Verbrechers Trump als mächtigem Mann der Vereinigten Staaten von Amerika werden die Rechte von Frauen, von Queeren, von vermeintlichen Minderheiten zurückgenommen.</p>
<p>Der Verbrecher und seine Hinterleute zeigen Muskeln. Mit ihren Worten „Stärke“. Und schaffen eine Stimmung der Angst und des Schreckens, um so ihre Macht weiter auszubauen und zu festigen. Alles andere ist eine Gefahr. Also weg damit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Menschen waren weiter. Die Emanzipation war weiter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Komischerweise bin ich auch<span class="Apple-converted-space">  </span>bald 66 Jahre alt, weiß und männlich. Und dennoch verstehe ich es nicht. Fühle mich zu dieser Spezies Mensch nicht dazugehörig. Sondern ich verurteile diese Sichtweise.</p>
<p>Auch wenn ich eigentlich denke, wir müssen als Menschen alle Meinungen zulassen und aushalten. Aber hier geht es nicht mehr „nur“ um eine Meinung, hier geht es um Unterdrückung, um den Verlust der Freiheit, hier werden die Grundrechte aller Menschen zutiefst genommen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das, was uneingeschränkt allen Menschen zusteht, ist das Recht, dass sie in Freiheit sicher leben können. Die Grenze wird allein dort gezogen, wo die Freiheit eines anderen verletzt wird. Beides gehört zusammen. Das ist für mich die schon jahrhundertealte Grundfeste von Freiheit.</p>
<p>Liebe Frauen, liebe Männer, die wie ich nicht „stark“ (im Sinne der großen, alten weißen Männer) sein müssen. Die anders sein wollen. Und all ihr Lieben dazwischen. Lass es uns deutlich machen. Die Gedanken und das Handeln der alten, weißen Männer sind am Ende zerstörerisch und haben in unserer Zeit nichts mehr zu suchen. Es ist anachronistisch, aber leider ist es auch eine tragende<span class="Apple-converted-space">  </span>Triebkraft des Kapitalismus.</p>
<p>Lasst es uns anders machen. Lasst es uns so gut machen, wie wir können. Mit Liebe und auch mit Humor. Mit allen anderen gewaltfreien Können, was jeder von uns, und daran glaube ich fest, in sich trägt, wenn es nicht im Licht der Verblendung ungesehen bleibt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<hr />
<p>Ich möchte vielen Menschen aus der Öffentlichkeit danken, wie Pierre M. Krause, Sebastian Pufpaff, Torsten Sträter, Hape Kerkeling, Miss Allie, Herman van Veen, Reinhard Mey, Konstantin Wecker und anderen. Sie inspirieren nicht nur meine Gedanken mit ihrer Menschlichkeit.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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	</item>
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		<item>
		<title>Damit die Liebe leben kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 15:14:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick auf mein Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-1280x960.jpg" class="wp-image-16502 avia-img-lazy-loading-not-16502 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Goldener Stern aus Stroh, dekoriert mit zwei leuchtenden Kerzen im Hintergrund, die eine warme Atmosphäre schaffen." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-1280x960.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-1536x1152.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-1500x1125.jpg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-705x529.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Damit die Liebe leben kann 7"></div>Damit die Liebe leben kann, bin ich anders. Ich bin nicht wie mein Vater. Gewalttätig, Alkoholiker, Macho, unbeherrscht und triebgesteuert. Das sind nur ein paar Eigenschaften, die mir zu ihm einfallen. Ein „Mann“, so wie er mich wollte, wollte ich …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-1280x960.jpg" class="wp-image-16502 avia-img-lazy-loading-not-16502 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Goldener Stern aus Stroh, dekoriert mit zwei leuchtenden Kerzen im Hintergrund, die eine warme Atmosphäre schaffen." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-1280x960.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-1536x1152.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-1500x1125.jpg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003-705x529.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_0003.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Damit die Liebe leben kann 8"></div><p class="opener">Damit die Liebe leben kann, bin ich anders. Ich bin nicht wie mein Vater. Gewalttätig, Alkoholiker, Macho, unbeherrscht und triebgesteuert. Das sind nur ein paar Eigenschaften, die mir zu ihm einfallen.<span class="Apple-converted-space"> Ein „Mann“, so wie er mich wollte, wollte ich schon als Junge nie sein.</span></p>
<p>Mein Vater war der, der er war, weil die Zeit eine andere war und er im Krieg Erfahrungen gemacht hatte, die für keinen Menschen nur annähernd gut sein können. Es kann doch nie spurlos an einem Menschen vorbeigehen, wenn er andere Menschen töten muss. Und will. Wenn er selbst schwer verwundet wird. Wenn Haus und Hof in der Heimat verloren gehen. Das sind nur ein paar Dinge von dem, was Menschen wie mein Vater erleben und aushalten mussten.</p>
<p>Jeder, der die Hölle, wie die der Weltkriege, erlebt hat, kann kaum seelisch unbeschadet bleiben. Das entschuldigt keine Taten, in keiner Weise. Aber es versucht zu verstehen. Verstehen, damit die Liebe leben kann. Solche Traumata haben Auswirkungen auf das Leben danach, die Beziehungen, die ein Mensch führen kann. Insbesondere betrifft das nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Nächsten, seiner Frauen, seiner Kinder. Die Nachkriegskinder leiden unter der Situation teilweise extrem.</p>
<p>Egal wie schlimm die Zeiten und ihre Auswirkungen waren. Man kann wünschen, dass sich die betroffenen Menschen damit auseinandersetzen. Aus heutiger Sicht, damals war dies kaum möglich.</p>
<p>Denn jede Auseinandersetzung bedeutet auch ein „Infragestellen“. Besonders des eigenen Denkens und Lebens. Wenn hinzu kommt, dass Psychologen als Irrenärzte abgewertet werden, in einem gesellschaftlich anerkannten Konsens, so ist diese Auseinandersetzung für die direkt Betroffenen nicht selten schwer möglich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Zudem war und ist gerade Alkohol gesellschaftlich anerkannt – und entsprechend ein einbringendes Geschäft. Ein Glas hat doch noch niemandem geschadet. Kaum eine lustige Feier scheint ohne Spirituosen möglich.</p>
<p>Da ist es viel einfacher – und das Gehirn ist entsprechend trainiert –, den eigenen Stiefel weiterzutragen und die Wunden auch im Suff vergessen zu wollen. Oder gleichermaßen für die Nachkommen, zu übernehmen, was die „Alten“ einem vorleben.</p>
<p>Das ist das Problem jeglicher psychischer Wunden: Verdrängung, die Auseinandersetzung damit und die Fragen, denen man dabei ins Auge blicken muss. Um dazu im Tal der unerträglichen Schmerzen vielleicht neu lernen zu können, damit umzugehen. Den Schmerz zu ertragen ist eins, die Ängste zu sehen und in gewisser Hinsicht zu überwinden, das ist hart. Vielleicht fühlt man nie, dass die Krallen der Ängste gar nicht immer scharf sind, eher wie Pfoten einer Katze, die einen sanft berühren und erinnern.</p>
<p>Denn es geht nicht darum, zu vergessen. Nichts soll verschwunden sein, was schmerzt. Alles ist ein Teil von einem. Die Gewalt des Vaters genauso wie der Gestank seiner ungezählten Zigaretten. Es geht darum, einen Weg, meinen persönlichen Weg, zu entdecken und mit ihm umzugehen. Als ein Teil meines Lebens.</p>
<p>Es macht mich aus. Nicht weil das Verhalten des Vaters in mir weiterlebt, sondern weil ich es dermaßen abschreckend finde und unter vielen anderen deswegen versuche, anders zu leben.</p>
<p>Aber das funktioniert eben, wenn ich mich – heute mit meinen Texten – mit all dem auseinandersetze. Das war und ist zwar teilweise einfacher für mich als für meinen Vater als Negativbeispiel. Aber es ist Voraussetzung. Auch hier aber gibt es kein eindeutiges Richtig oder Falsch, jeder ist individuell und so darf jeder seinen eigenen Weg versuchen, sich selbst besser kennenzulernen.</p>
<p>Lange Jahre war ich damit alleine. In meinen jungen Jahren. Und bestimmt habe ich darunter auch gelitten. Aber es war auch ein Vorteil: offen gesagt Zeit zu haben. Psychologische Ratgeber zu lesen. Geschichten, alte und moderne Märchen zu sammeln. Eine eigene Haltung zu esoterischen Weisheiten zu finden. Mich mit Bildern, mit Tarotkarten, mit Astrologie versuchen zu sehen, nicht weil eine Sternenkonstellation oder bestimmte Karten etwas vorhersehen könnten, sondern weil die Beschäftigung mit den Aussagen die eigene Persönlichkeit von unterschiedlichen Seiten beleuchtet.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Später habe ich meine erste Frau kennengelernt. Vieles gab es, was uns verbunden hat. Lange Jahre waren wir zusammen. Aber einmal, nein, eigentlich von Anfang an, wie auch immer, habe ich mich von ihr mehr und mehr unverstanden gefühlt. Ihr Blick, ihre Geschichte waren anders.</p>
<p>Es ist schwierig, zu verstehen, was unbekannt ist, aber verzaubert. Es sind eher die Gegensätze, die einen manchmal anziehen, das andere. Oder Glauben und Hoffnung. Und auch das Sich-Ergänzen.</p>
<p>Es war richtig für mich, diese Zeit, aber sich zunehmend nicht verstanden zu fühlen, macht die Kluft breiter. Wir haben uns auseinanderentwickelt, auch deswegen, weil die Zeit fehlte, genau hinschauen zu können oder zu wollen. Mich hat das zunehmend unzufrieden gemacht. Gespräche, das Sichzeigenwollen, wurden nicht verstanden. Meine Werte konnten nicht leben.</p>
<p>Aber das ist alleine meine Sichtweise. Sie wird es bestimmt anders empfinden.</p>
<p>Nicht selten bleiben Paare dennoch zusammen. Sie haben sich aneinander gewöhnt. Sie geben auf. Oder – wie bei meinem Vater – fehlt die Kraft, sich der Realität zu stellen, weil das Denken, das Fühlen und das Leben mehr oder weniger verkümmert sind, im Schutt und in der Angst der Vergangenheit.</p>
<p>Für mich aber war das keine Option. Keine materielle Sicherheit war es wert, noch länger nicht mehr mein eigenes Leben zu leben. Auch keine vergangene gemeinsame Zeit, keine auch sehr einmaligen und schönen Erlebnisse. Aber auch diese Erfahrung ist wesentlich für mich: es zu versuchen, vieles auch genau deswegen verstehen zu können und dennoch nicht zu verharren. Keine Minute zu missen, als verlorene Zeit abzuwerten, sondern zu sehen, dass auch das zu meinem Leben gehört. Mein eigenes Leben.</p>
<p>Jeder Schritt meines Lebens ist nötig, auch wenn so mancher beim Gehen als Um- oder Irrweg erscheint. Aber dem ist nie so: Einen Sinngehalt hat jedes Tun, auch wenn wir das manchmal erst eines fernen Tages erkennen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Damit die Liebe leben kann, war und bin ich immer auf der Suche. Denke und handle anders als mein Vater. Habe ich meine Ex-Frau verlassen. Nur weil all das so ist, wie es war, konnte ich meiner Liebsten meines Lebens begegnen. Konnte und kann diese Liebe sein, die mir seit Jahrzehnten meines Lebens zuversichtlich das Gefühl, ja die Sicherheit schenkt, nicht mit mir selbst alleine zu sein, mit mir selbst. Alleingelassen und ungesehen.</p>
<p>Das ist das Geschenk, das Glück meines Lebens. Das „Zärtlichkeit“ leben kann, die den anderen wahrnimmt, „Gemeinsam“ leben kann, gemeinsame Zeit miteinander, gemeinsam Dinge erledigen, die es dem anderen einfach nur etwas leichter machen. Denn schwer ist das Leben ohnehin. Und bei all dem dennoch nie aus dem Blick zu verlieren, dass gemeinsam nicht gleichbedeutend ist damit, dass der andere seine Persönlichkeit aufgibt und jeder den Raum für seine Lieblingsdinge behält. Zeit und Raum für sich haben wird zu oft vergessen, in der bunten Zweisamkeit.</p>
<p>Das ist mir wichtig. Welche Werte habe ich? Wie lebe ich? Jeder hat es in der Hand, es nicht genauso weiterzumachen, wie es vorgelebt wurde oder wie die Gesellschaft meint, dass es richtig ist. Nur weil es schon immer so war, heißt das nichts. Nur weil es viele so machen, heißt das noch weniger. Wir sind individuell, alle verschieden und alle einmalig. Mein Vater genauso. Auch sein Leben hat mir die Augen, die Seele geöffnet, vielleicht etwas besser zu verstehen, insbesondere Menschen, die auch eine verletzte Seele aus ihrer Vergangenheit haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Alle diese Menschen, die mit ihrem Leben gestrandet sind, die glauben, keine Zukunft mehr zu haben, die des Lebens müde sind. Die Gefallenen und die, die im Krieg nicht getötet wurden. Wir benötigen alle, denn gleichfalls ihre Erfahrungen beleuchten das Leben. Wir benötigen die Engstirnigen, die Braunsehenden und Wählenden, und wenn nur, um zu erkennen, was wir nicht wollen. So traurig es ist, wir benötigen auch den Schmerz, die Krankheit, den Verlust, die Trauer, um das Glück zu erkennen und um zu verstehen.</p>
<p>Und am Ende unseres Lebens benötigen wir den Tod, der mit offenen Armen auf uns wartet, um Raum zu geben für neues Leben. Dass es bestimmt besser macht, als ich es je konnte. Damit die Liebe leben kann.</p>
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		<title>Damit die Liebe leben kann (Update)</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 15:33:04 +0000</pubDate>
		<description><![CDATA[Damit die Liebe leben kann, bin ich anders. Ich bin nicht wie mein Vater. Gewalttätig, Alkoholiker, Macho, unbeherrscht und triebgesteuert. Das sind nur ein paar Eigenschaften, die mir zu ihm einfallen. Ein „Mann“, so wie er mich wollte, wollte ich …]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Damit die Liebe leben kann, bin ich anders. Ich bin nicht wie mein Vater. Gewalttätig, Alkoholiker, Macho, unbeherrscht und triebgesteuert. Das sind nur ein paar Eigenschaften, die mir zu ihm einfallen.<span class="Apple-converted-space"> Ein „Mann“, so wie er mich wollte, wollte ich schon als Junge nie sein.</span></p>
<p>Mein Vater war der, der er war, weil die Zeit eine andere war und er im Krieg Erfahrungen gemacht hatte, die für keinen Menschen nur annähernd gut sein können. Es kann doch nie spurlos an einem Menschen vorbeigehen, wenn er andere Menschen töten muss. Und will. Wenn er selbst schwer verwundet wird. Wenn Haus und Hof in der Heimat verloren gehen. Das sind nur ein paar Dinge von dem, was Menschen wie mein Vater erleben und aushalten mussten.</p>
<p>Jeder, der die Hölle, wie die der Weltkriege, erlebt hat, kann kaum seelisch unbeschadet bleiben. Das entschuldigt keine Taten, in keiner Weise. Aber es versucht zu verstehen. Verstehen, damit die Liebe leben kann. Solche Traumata haben Auswirkungen auf das Leben danach, die Beziehungen, die ein Mensch führen kann. Insbesondere betrifft das nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Nächsten, seiner Frauen, seiner Kinder. Die Nachkriegskinder leiden unter der Situation teilweise extrem.</p>
<p>Egal wie schlimm die Zeiten und ihre Auswirkungen waren. Man kann wünschen, dass sich die betroffenen Menschen damit auseinandersetzen. Aus heutiger Sicht, damals war dies kaum möglich.</p>
<p>Denn jede Auseinandersetzung bedeutet auch ein „Infragestellen“. Besonders des eigenen Denkens und Lebens. Wenn hinzu kommt, dass Psychologen als Irrenärzte abgewertet werden, in einem gesellschaftlich anerkannten Konsens, so ist diese Auseinandersetzung für die direkt Betroffenen nicht selten schwer möglich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Zudem war und ist gerade Alkohol gesellschaftlich anerkannt – und entsprechend ein einbringendes Geschäft. Ein Glas hat doch noch niemandem geschadet. Kaum eine lustige Feier scheint ohne Spirituosen möglich.</p>
<p>Da ist es viel einfacher – und das Gehirn ist entsprechend trainiert –, den eigenen Stiefel weiterzutragen und die Wunden auch im Suff vergessen zu wollen. Oder gleichermaßen für die Nachkommen, zu übernehmen, was die „Alten“ einem vorleben.</p>
<p>Das ist das Problem jeglicher psychischer Wunden: Verdrängung, die Auseinandersetzung damit und die Fragen, denen man dabei ins Auge blicken muss. Um dazu im Tal der unerträglichen Schmerzen vielleicht neu lernen zu können, damit umzugehen. Den Schmerz zu ertragen ist eins, die Ängste zu sehen und in gewisser Hinsicht zu überwinden, das ist hart. Vielleicht fühlt man nie, dass die Krallen der Ängste gar nicht immer scharf sind, eher wie Pfoten einer Katze, die einen sanft berühren und erinnern.</p>
<p>Denn es geht nicht darum, zu vergessen. Nichts soll verschwunden sein, was schmerzt. Alles ist ein Teil von einem. Die Gewalt des Vaters genauso wie der Gestank seiner ungezählten Zigaretten. Es geht darum, einen Weg, meinen persönlichen Weg, zu entdecken und mit ihm umzugehen. Als ein Teil meines Lebens.</p>
<p>Es macht mich aus. Nicht weil das Verhalten des Vaters in mir weiterlebt, sondern weil ich es dermaßen abschreckend finde und unter vielen anderen deswegen versuche, anders zu leben.</p>
<p>Aber das funktioniert eben, wenn ich mich – heute mit meinen Texten – mit all dem auseinandersetze. Das war und ist zwar teilweise einfacher für mich als für meinen Vater als Negativbeispiel. Aber es ist Voraussetzung. Auch hier aber gibt es kein eindeutiges Richtig oder Falsch, jeder ist individuell und so darf jeder seinen eigenen Weg versuchen, sich selbst besser kennenzulernen.</p>
<p>Lange Jahre war ich damit alleine. In meinen jungen Jahren. Und bestimmt habe ich darunter auch gelitten. Aber es war auch ein Vorteil: offen gesagt Zeit zu haben. Psychologische Ratgeber zu lesen. Geschichten, alte und moderne Märchen zu sammeln. Eine eigene Haltung zu esoterischen Weisheiten zu finden. Mich mit Bildern, mit Tarotkarten, mit Astrologie versuchen zu sehen, nicht weil eine Sternenkonstellation oder bestimmte Karten etwas vorhersehen könnten, sondern weil die Beschäftigung mit den Aussagen die eigene Persönlichkeit von unterschiedlichen Seiten beleuchtet.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Später habe ich meine erste Frau kennengelernt. Vieles gab es, was uns verbunden hat. Lange Jahre waren wir zusammen. Aber einmal, nein, eigentlich von Anfang an, wie auch immer, habe ich mich von ihr mehr und mehr unverstanden gefühlt. Ihr Blick, ihre Geschichte waren anders.</p>
<p>Es ist schwierig, zu verstehen, was unbekannt ist, aber verzaubert. Es sind eher die Gegensätze, die einen manchmal anziehen, das andere. Oder Glauben und Hoffnung. Und auch das Sich-Ergänzen.</p>
<p>Es war richtig für mich, diese Zeit, aber sich zunehmend nicht verstanden zu fühlen, macht die Kluft breiter. Wir haben uns auseinanderentwickelt, auch deswegen, weil die Zeit fehlte, genau hinschauen zu können oder zu wollen. Mich hat das zunehmend unzufrieden gemacht. Gespräche, das Sichzeigenwollen, wurden nicht verstanden. Meine Werte konnten nicht leben.</p>
<p>Aber das ist alleine meine Sichtweise. Sie wird es bestimmt anders empfinden.</p>
<p>Nicht selten bleiben Paare dennoch zusammen. Sie haben sich aneinander gewöhnt. Sie geben auf. Oder – wie bei meinem Vater – fehlt die Kraft, sich der Realität zu stellen, weil das Denken, das Fühlen und das Leben mehr oder weniger verkümmert sind, im Schutt und in der Angst der Vergangenheit.</p>
<p>Für mich aber war das keine Option. Keine materielle Sicherheit war es wert, noch länger nicht mehr mein eigenes Leben zu leben. Auch keine vergangene gemeinsame Zeit, keine auch sehr einmaligen und schönen Erlebnisse. Aber auch diese Erfahrung ist wesentlich für mich: es zu versuchen, vieles auch genau deswegen verstehen zu können und dennoch nicht zu verharren. Keine Minute zu missen, als verlorene Zeit abzuwerten, sondern zu sehen, dass auch das zu meinem Leben gehört. Mein eigenes Leben.</p>
<p>Jeder Schritt meines Lebens ist nötig, auch wenn so mancher beim Gehen als Um- oder Irrweg erscheint. Aber dem ist nie so: Einen Sinngehalt hat jedes Tun, auch wenn wir das manchmal erst eines fernen Tages erkennen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Damit die Liebe leben kann, war und bin ich immer auf der Suche. Denke und handle anders als mein Vater. Habe ich meine Ex-Frau verlassen. Nur weil all das so ist, wie es war, konnte ich meiner Liebsten meines Lebens begegnen. Konnte und kann diese Liebe sein, die mir seit Jahrzehnten meines Lebens zuversichtlich das Gefühl, ja die Sicherheit schenkt, nicht mit mir selbst alleine zu sein, mit mir selbst. Alleingelassen und ungesehen.</p>
<p>Das ist das Geschenk, das Glück meines Lebens. Das „Zärtlichkeit“ leben kann, die den anderen wahrnimmt, „Gemeinsam“ leben kann, gemeinsame Zeit miteinander, gemeinsam Dinge erledigen, die es dem anderen einfach nur etwas leichter machen. Denn schwer ist das Leben ohnehin. Und bei all dem dennoch nie aus dem Blick zu verlieren, dass gemeinsam nicht gleichbedeutend ist damit, dass der andere seine Persönlichkeit aufgibt und jeder den Raum für seine Lieblingsdinge behält. Zeit und Raum für sich haben wird zu oft vergessen, in der bunten Zweisamkeit.</p>
<p>Das ist mir wichtig. Welche Werte habe ich? Wie lebe ich? Jeder hat es in der Hand, es nicht genauso weiterzumachen, wie es vorgelebt wurde oder wie die Gesellschaft meint, dass es richtig ist. Nur weil es schon immer so war, heißt das nichts. Nur weil es viele so machen, heißt das noch weniger. Wir sind individuell, alle verschieden und alle einmalig. Mein Vater genauso. Auch sein Leben hat mir die Augen, die Seele geöffnet, vielleicht etwas besser zu verstehen, insbesondere Menschen, die auch eine verletzte Seele aus ihrer Vergangenheit haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Alle diese Menschen, die mit ihrem Leben gestrandet sind, die glauben, keine Zukunft mehr zu haben, die des Lebens müde sind. Die Gefallenen und die, die im Krieg nicht getötet wurden. Wir benötigen alle, denn gleichfalls ihre Erfahrungen beleuchten das Leben. Wir benötigen die Engstirnigen, die Braunsehenden und Wählenden, und wenn nur, um zu erkennen, was wir nicht wollen. So traurig es ist, wir benötigen auch den Schmerz, die Krankheit, den Verlust, die Trauer, um das Glück zu erkennen und um zu verstehen.</p>
<p>Und am Ende unseres Lebens benötigen wir den Tod, der mit offenen Armen auf uns wartet, um Raum zu geben für neues Leben. Dass es bestimmt besser macht, als ich es je konnte. Damit die Liebe leben kann.</p>
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		<title>Nein, meine Söhne geb&#8216; ich nicht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 10:55:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="751" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1280x751.jpeg" class="wp-image-16434 avia-img-lazy-loading-not-16434 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Drei rote Hagebutten hängen an einem Zweig mit grünen Blättern vor einer Steinmauer." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1280x751.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-800x469.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-400x235.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-768x450.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1536x901.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1500x880.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-705x413.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Nein, meine Söhne geb&#039; ich nicht! 9"></div>Besonders als „Kind der Nachkriegszeit“ hat Reinhard Mey eine sehr klare Haltung zum Frieden, und dazu, wie überaus notwendig es ist, diesen zu erhalten. Nicht nur mit dem Song ‚Nein, meine Söhne geb’ ich nicht‘ (1986) bringt er das zum Ausdruck. …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="751" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1280x751.jpeg" class="wp-image-16434 avia-img-lazy-loading-not-16434 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Drei rote Hagebutten hängen an einem Zweig mit grünen Blättern vor einer Steinmauer." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1280x751.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-800x469.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-400x235.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-768x450.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1536x901.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1500x880.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-705x413.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Nein, meine Söhne geb&#039; ich nicht! 10"></div><p class="opener">Besonders als „Kind der Nachkriegszeit“ hat Reinhard Mey eine sehr klare Haltung zum Frieden, und dazu, wie überaus notwendig es ist, diesen zu erhalten. Nicht nur mit dem Song ‚<i><a href="https://www.reinhard-mey.de/download/RM_Alleingang/Nein_meine_Soehne_geb_ich_nicht_1986.pdf" target="_blank" rel="noopener">Nein, meine Söhne geb’ ich nicht</a>‘ </i>(1986) bringt er das zum Ausdruck.</p>
<p class="p1">Seit meiner Kindheit begleitet mich seine Musik. Chansons wie ‚<i>Ankomme Freitag, den 13.‘</i> (1969), ‚<i>Annabelle, ach Annabelle‘</i> (1972) oder ‚<i>Ich bin Klempner von Beruf‘ </i>(1974) im Ohr. Seine Lieder sind humorvoll bis nachdenklich, immer mit einer klaren Haltung, einem zu verstehenden, oft augenzwinkernden Blick auf die Welt.</p>
<p class="p1">Reinhard Mey singt <span class="s1">von, über und für seine Lieben</span>, und schafft damit Lieder, die Generationen verbinden. Seine Texte sind ehrlich, poetisch und unverwechselbar – Ausdruck einer Haltung, die Menschlichkeit über alles stellt.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Reinhard Mey &amp; Freunde - Nein, meine Söhne geb' ich nicht [Offizielles Video]" src="https://www.youtube.com/embed/1q-Ga3myTP4" width="791" height="445" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=1q-Ga3myTP4" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Mey &amp; Freunde – Nein, meine Söhne geb’ ich nicht [offizielles Video]</a></p>
<p><a href="https://www.reinhard-mey.de/" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Mey – Offizielle Website</a></p>
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	<item>
		<title>Nein, meine Söhne geb&#8216; ich nicht! (Update)</title>
		<link>https://kuhrau.de/gedanken/nein-meine-soehne-geb-ich-nicht/</link>
		<guid isPermaLink="false">https://kuhrau.de/gedanken/nein-meine-soehne-geb-ich-nicht/#update-v1</guid>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 11:08:29 +0000</pubDate>
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		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Besonders als „Kind der Nachkriegszeit“ hat Reinhard Mey eine sehr klare Haltung zum Frieden, und dazu, wie überaus notwendig es ist, diesen zu erhalten. Nicht nur mit dem Song ‚<i><a href="https://www.reinhard-mey.de/download/RM_Alleingang/Nein_meine_Soehne_geb_ich_nicht_1986.pdf" target="_blank" rel="noopener">Nein, meine Söhne geb’ ich nicht</a>‘ </i>(1986) bringt er das zum Ausdruck.</p>
<p class="p1">Seit meiner Kindheit begleitet mich seine Musik. Chansons wie ‚<i>Ankomme Freitag, den 13.‘</i> (1969), ‚<i>Annabelle, ach Annabelle‘</i> (1972) oder ‚<i>Ich bin Klempner von Beruf‘ </i>(1974) im Ohr. Seine Lieder sind humorvoll bis nachdenklich, immer mit einer klaren Haltung, einem zu verstehenden, oft augenzwinkernden Blick auf die Welt.</p>
<p class="p1">Reinhard Mey singt <span class="s1">von, über und für seine Lieben</span>, und schafft damit Lieder, die Generationen verbinden. Seine Texte sind ehrlich, poetisch und unverwechselbar – Ausdruck einer Haltung, die Menschlichkeit über alles stellt.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Reinhard Mey &amp; Freunde - Nein, meine Söhne geb' ich nicht [Offizielles Video]" src="https://www.youtube.com/embed/1q-Ga3myTP4" width="791" height="445" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=1q-Ga3myTP4" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Mey &amp; Freunde – Nein, meine Söhne geb’ ich nicht [offizielles Video]</a></p>
<p><a href="https://www.reinhard-mey.de/" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Mey – Offizielle Website</a></p>
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		<title>Angst und Liebe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2025 22:03:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme unserer Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="853" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-1280x853.jpg" class="wp-image-14360 avia-img-lazy-loading-not-14360 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Angst und Liebe" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-1280x853.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-800x533.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-400x267.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-1536x1024.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-645x430.jpg 645w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-945x630.jpg 945w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-705x470.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/ILCE-6500_07352_2020_09_20-Bearbeitet.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Angst und Liebe 12"></div><p class="opener">Das Gefühl der Angst ist oftmals negativ besetzt, in unserer Gesellschaft. Habe doch keine Angst, sei kein Angsthase, hört gerade auch ein Kind zigmal. Besonders jungen Menschen, mit ihren noch wachsenden Erfahrungen, ist so vieles noch unbekannt, sie spüren Angst vor dem Unbekannten. Angst ist ein sehr fundamentales Gefühl.</p>
<p>Dabei ist Angst für Menschen jeden Alters nicht nur negativ, wenn sie uns beispielsweise in undurchschaubaren Situationen zur Vorsicht mahnt. So kann uns Angst auch davor schützen, in eine Gefahr zu geraten, ohne nachzudenken, in das eigene Unglück zu rennen.</p>
<p>Wenn wir Menschen das doch nur beherzigen und begreifen würden.</p>
<p>Nichts, auch die Angst, ist nicht einfach nur schwarz oder weiß.</p>
<blockquote><p>„Angst ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen in Form einer Besorgnis und unlustbetonten Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete oder unerwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein.“ (Zitat: Wikipedia vom 14.3.2025)</p></blockquote>
<p>Angst ist aber auch ein Instrument der Macht, welches erbarmungslos ausgenutzt werden kann.</p>
<p>Die Zeiten, in denen das Rollenverständnis zwischen Mann und Frau durch Ungleichberechtigung geprägt war, sind auch in unserer europäischen Gesellschaft bei Weitem nicht überwunden. Sich selbst frei zu entfalten, wird von der anderen Seite – von der Männerwelt – so manches Mal als Bedrohung empfunden. Wie schwer scheint es, die Diversität der Menschen anzuerkennen! Da ist es doch leichter, mit geschürtem Angstgefühl, das nicht selten auch auf Lügen beruht, Vorurteile, Unterdrückung und Hass anzuheizen.</p>
<p>Auch der „Berufszweig“ der Erpresser lebt vom Angstzustand. Was passiert, wenn Geheimnisse plötzlich keine mehr sind? Welche sozialen Folgen kann das für einen haben? Familie und Freunde, die sich von einem abwenden, finanzieller Ruin und andere schwere Konsequenzen, entfesseln Furcht. Wer anschließend schlimmstenfalls den Erpresser aus dem Weg schafft, kann mit einer weiteren Strafe rechnen.</p>
<p>Aber am diabolischsten ist, dass Angst ein Mittel zum Zweck ist. Besonders in mehr und mehr undemokratisch regierten Staaten wird die Angst der Einwohner eingesetzt, um die eigene Macht zu festigen.</p>
<p>Angst macht uns stumm wie ein Fisch. Was würden die Folgen sein, wenn ich meine Stimme erheben würde?</p>
<p>Angst ist ein Werkzeug der Herrschaftsgewalt. Angstmachen unterdrückt Menschen. Gepaart mit eingeredeten Schuldgefühlen, macht es den anderen kleiner. Zerstört jegliche Selbstsicherheit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Angst und Schrecken verbreiten. Ist meine Arbeit noch sicher? Werde ich wohl möglich verfolgt? Bedroht. Vielleicht verhaftet oder gefoltert? Eingesperrt oder ermordet? Und was wird meiner Familie geschehen? Nur wenige lassen sich von diesen Gefahren nicht einschüchtern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich erinnere an die „Weiße Rose“.</p>
<blockquote><p>„Die Geschwister Scholl und Christoph Probst wurden am 22. Februar 1943 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am selben Tag vom Henker Johann Reichhart durch das Fallbeil vollstreckt. Kurz vor ihrem Tod sahen die Geschwister Scholl ihre Eltern ein letztes Mal. Christoph Probst hat seine Familie nicht mehr wiedersehen dürfen.</p>
<p>Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell wurden am 19. April 1943 ebenfalls zum Tode verurteilt. Kurt Huber und Alexander Schmorell wurden am 13. Juli 1943 im Gefängnis München-Stadelheim enthauptet. Willi Graf starb am 12. Oktober 1943 ebenfalls durch das Fallbeil, nachdem die Gestapo über Monate hinweg vergeblich versucht hatte, aus ihm weitere Namen aus dem Umfeld der Weißen Rose herauszupressen.</p>
<p>Alle Urteile gegen Personen der Weißen Rose wurden 1998 durch das Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege aufgehoben und für rechtswidrig erklärt.“ (Zitat: Wikipedia, 14.03.2025)</p></blockquote>
<p>So werden Menschen mundtot gemacht. Aus Furcht vor Repressalien schweigen sie lieber und hoffen auf bessere Zeiten. Das wiederum nutzen skrupellose Machthaber erbarmungslos aus, um ihre eigene Position zu festigen. Und schrecken dabei vor nichts zurück. Mit Verbrechen an die wenigen, die es wagen, nicht zu schweigen. Und so Exempel zu setzen. Seht hier, was euch droht.</p>
<p>So sitzen wir fest im Sattel, in einer Spirale der Angst, gefangen, bis vielleicht einmal das Leid der Unterdrückung durch Angst explodiert und sich Menschengruppen radikal und notfalls mit Gewalt zur Wehr setzen.</p>
<p>500 Jahre ist es her, dass der Bauernkrieg in Deutschland im Sommer 1525 endete. Nach der Niederlage wurden die meisten Wortführer hingerichtet und ihre Gehöfte zerstört. Befeuert von den Veränderungen, die die Reformation mit sich brachte, beriefen sich die Bauern in West- und Süddeutschland auf Gottes Gesetz, um landwirtschaftliche Rechte und Freiheit von der Unterdrückung durch Adlige und Grundbesitzer zu fordern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es ist scheinbar so alt wie die Menschheit: der Kampf gegen Unterdrückung und das Recht auf Freiheit. Es ist das Thema, welches sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte zieht.</p>
<p>Wer Angst hat, ist nicht frei. Und damit meine ich nicht die vermeintliche Freiheit, die bedeutet, mit zweihundert Sachen mit dem Auto die Autobahn entlangzurasen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Unsere Freiheit ist massiv bedroht. Die Großmächte USA und Russland scheinen sich zu verbünden. Die Regierung der USA droht uns Menschen in Europa den Beistand zu entziehen, ein Bündnis erweist sich als Geschichte.</p>
<p>Es ist doch ein Unding, wenn man es bei klarem Verstand betrachtet, dass zwei Staaten über das Ende des Krieges gegen die Ukraine verhandeln, ohne die Ukraine zu hören und als Verhandlungspartner mit am Tisch zu haben. Und das mit dem alleinigen Ziel der bedingungslosen Kapitulation der Ukraine. Dazu werden Lügen, die zur Wahrheit erhoben werden, skrupellos für die eigenen Interessen eingesetzt. Die Täter-Opfer-Umkehr ist nicht die alleinige Unwahrheit.</p>
<p>Das macht mir Angst. Machtmissbrauch macht Angst. Uns Menschen in Europa, in Deutschland wird vor Augen geführt, welche Gefahren uns plötzlich bedrohen. Wie Schuppen fällt uns von den Augen, dass wir in den vergangenen Jahrzehnten die Verteidigungsausgaben vernachlässigt haben, dass unser marodes Verteidigungssystem keinerlei Respekt mehr einflößen kann. Genauso wie ein verwundetes Tier, auf dem Bauch liegend, ist Europa, ist besonders auch Deutschland, bis ins Mark getroffen.</p>
<p>Dabei ist es meiner Ansicht nach ein Trugschluss, dass wir einfach nur Milliarden in unser Rüstungssystem investieren müssen, um wieder anerkannt zu werden.</p>
<p>Aufrüstung, sich mit geballter Brust gegen den anderen stellen, notfalls mit Gewalt, mit Krieg, ist nur ein weiterer Schritt, der das Verderben der Menschheit beschleunigen wird. Mitnichten ist es ein Ausweg aus der Spirale der Angst, der Gewalt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Für die Heimat, für das Vaterland zu kämpfen, sei es als Soldat im Krieg, sei es im Terrorismus, hat unter anderem auch seine Wurzel in der Angst, vor dem Fremden. Vor dem, was wir nicht kennen oder was wir glauben – denken sollen. Dass es unsere Sicherheit, unseren Wohlstand, unser Hab und Gut, unser Leben oder was auch immer bedroht.</p>
<p>Aber dieser Spirale der Angst zu entkommen, das liegt am wenigsten im Interesse der Regierungen der Diktatoren. Tyrannen wollen nicht, dass wir Menschen in Europa, oder an einem anderen Ort auf der Welt, wirklich frei sind. Frei, unsere Gedanken in Worten zu verbreiten. Frei zu leben. Denn alleine schon jedes ungehinderte Wort könnte ihre persönliche Macht bedrohen, würde vielleicht dafür sorgen, dass der Stern sinkt oder der Reichtum nicht weiter bis ins Unermessliche wächst.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Zudem, ein zerstörtes Land wieder aufzubauen, mit den ergaunerten Rohstoffen dazu, den eigenen Gewinn, die Machtposition alleine weiterhin zu steigern. Dabei zählt kein einziges Menschenleben, außer es zieht als Kriegsknecht in den Krieg oder funktioniert als Marionette. Und anderes schon noch weniger, wie die Natur, das Klima, die Tier- und Pflanzenwelt, die Vielfalt der ökologischen Welt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das sind die Folgen, die im Samen der Angst ihren Ursprung haben. Und wir denken so bequem: Wenn andere Angst vor uns haben, nur dann sind wir sicher. Das Problem bei jedem Aftersausen ist aber, dass es die Gefahr in sich trägt, dass Menschen, impulsgesteuert, ohne ausreichend überlegt zu haben, agieren und dabei über das Ziel hinausschießen, also es komplett „verkacken“.</p>
<p>Das mindert jegliche Möglichkeit, noch etwas halbwegs vernünftig eingreifen zu können. Der Schritt vom Kämpfer zum Vergewaltiger ist ein winziger.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das ist meine Angst. Bremse und Lenkung versagen. Die Sicht ist vernebelt, blind und taub rasen wir auf das schwarze Loch zu. Nur weil ein paar verrückt gewordene Machthaber in ihrem Größenwahn, ohne zu zögern, nicht mehr die Menschen, als Individuen und in ihrer Gesamtheit wertschätzen, sie umso mehr ignorieren und opfern. Also, wenn das nicht wahnsinnig ist, was dann?</p>
<p>Ich glaube nicht, dass Aufrüstung etwas Grundlegendes ändern wird, in dieser Spirale der Angst. Vielleicht verschafft es uns ein paar Minuten mehr Zeit, aber es ändert absolut gar nichts. Denn die Nachfolger von Trump, Putin und wie sie alle heißen werden, die Diktatoren dieser Welt, stehen schon in den Startlöchern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Was kann uns retten, vor diesen Folgen der Angst, der Hoffnungslosigkeit?</h3>
<p>Auf jeden Fall nicht Gewalt. Denn die Antwort ist zu oft Gewalt.</p>
<p>Na dann womöglich das Gegenteil: Liebe.</p>
<p>Weniger die Liebe zu dem, was wir haben, zu uns selbst, sondern die Liebe zu anderen Menschen, zu anderen Lebewesen, zu der Welt, in der wir leben. Ja. Und gerade auch: Wir müssen unseren Feind lieben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Diese Liebe ist unsere einzige Chance, in unserer Welt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie soll ich denn den lieben, der gerade dabei ist, mir den Schädel einzuschlagen?</p>
<p>Es ist egal, wir sterben ohnehin eines Tages. Ihr braucht keine Rache zu nehmen. Es ist sinnlos. Handelt einfach anders, ihr Menschen. Ihr letzten Menschen werdet am Ende nur ein glückliches Leben, ein erfülltes Sein haben, wenn ihr schlicht und einfach nur lieben werdet, alles, was noch da ist. Bedingungslos ins Herz geschlossen habt, ohne Wenn und Aber. Wie eine Mutter ihr neugeborenes Kind.</p>
<p>Nur dann werdet ihr frei sein, wirklich frei, aber nie frei von Verantwortung.</p>
<p>Quellen und weitere Informationen:</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Angst#:~:text=Angst%2520ist%2520ein%2520Grundgef%C2%B8hl%252C%2520das,Selbstachtung%2520oder%2520des%2520Selbstbildes%2520sein%22%20%5Cl%20%22-1" target="_blank" rel="noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Angst#:~:text=Angst%20ist%20ein%20Grundgefühl%2C%20das,Selbstachtung%20oder%20des%20Selbstbildes%20sein</a>.</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weisse_Rose" target="_blank" rel="noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Weisse_Rose</a></p>
<p><a href="https://www.tagesschau.de/faktenfinder/usa-trump-ukraine-106.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.tagesschau.de/faktenfinder/usa-trump-ukraine-106.html</a></p>
<p><a href="https://www.bauernkrieg2025.de/de" target="_blank" rel="noopener">https://www.bauernkrieg2025.de/de</a></p>
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