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	<title>Problem und Lösung &#8211; kuhrau.de</title>
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		<title>Keiner sagt Halt &#8211; Michael&#8217;s Gedanken zu Ostern 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 15:45:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img width="1000" height="750" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1.jpg" class="wp-image-17818 avia-img-lazy-loading-not-17818 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Blaues Keramikvase mit grünem Zweigeschmuck, hängende rote Ostereier, Kerzenhalter und eine kleine Bunny-Figur im Hintergrund – Kuhrau.de" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-705x529.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Keiner sagt Halt - Michael&#039;s Gedanken zu Ostern 2026 1"></div>Ostern 2026, und die Welt wird immer verrückter. Krieg, Gewalt, Aggression zwischen Menschen, Ausbeutung und Gier, die wachsende Kluft zwischen wenigen Superreichen und vielen armen Menschen, sind nur einige Schlagwörter der Zeit. Und keiner  sagt …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1000" height="750" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1.jpg" class="wp-image-17818 avia-img-lazy-loading-not-17818 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Blaues Keramikvase mit grünem Zweigeschmuck, hängende rote Ostereier, Kerzenhalter und eine kleine Bunny-Figur im Hintergrund – Kuhrau.de" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-705x529.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Keiner sagt Halt - Michael&#039;s Gedanken zu Ostern 2026 2"></div><p class="opener">Ostern 2026, und die Welt wird immer verrückter. Krieg, Gewalt, Aggression zwischen Menschen, Ausbeutung und Gier, die wachsende Kluft zwischen wenigen Superreichen und vielen armen Menschen, sind nur einige Schlagwörter der Zeit. Und keiner<sup>1</sup>  sagt Halt.</p>
<p>Kein<sup>1</sup> Politiker begreift, dass es kein Weiter-so geben darf. Niemand<sup>1</sup> sagt Halt zu der geschürten Ausländerfeindlichkeit. Sondern tritt ein für die vielen Menschen ausländischer Herkunft, die bei und mit uns leben, die für uns die Arbeit machen, für uns arbeiten, und ohne die wir in unserem Wohlstand kaum zurechtkommen würden.</p>
<p>Die Umweltkatastrophe, die Kriege und andere Gründe sind Ursachen dafür, dass wir zukünftig immer mehr Menschen, Männer, Frauen und Kinder in unserem Land willkommen heißen werden müssen. Auf der Flucht, die Heimat verloren, auch weil wir seit Jahrhunderten unseren Wohlstand auf deren Kosten erlangen. Niemand<sup>1</sup> sagt, das war und ist ungerecht. Keiner<sup>1</sup> sagt: Wir schaffen das, wir geben euch ein Zuhause.</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> hinterfragt die Behauptung, dass Menschen mit Migrationshintergrund einen hohen Anteil an Gewalt ausüben, und beleuchtet eventuelle Gründe im wahren Licht. Keiner<sup>1</sup> sieht hinter diese Vorurteile und deckt die Unwahrheit auf, die in diesen Worten steht.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> prangert überhaupt die ungezählten Unwahrheiten an. Wie einfach ist es doch, die Presse als Lügenpresse abzustempeln, anstatt hinzuschauen, welcher Bock gerade wieder zum Gärtner gemacht wird. Nicht auf die Fakten, die Tatsachen zu sehen, sondern den Überbringer anzugreifen – das spricht Medienmacher nicht frei, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.</p>
<p>Und niemand<sup>1</sup> sagt Halt, wenn der Bundeskanzler die Verbrechen von deutschen Männern gegenüber Frauen relativiert und im gleichen Atemzug die Verbrechen von Ausländern und Ausländerinnen übertreibt. Keiner<sup>1</sup> hört auf die mutigen Frauen, die diese Lügen aufdecken.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt, wenn die CDU und unser Kanzler mehr und mehr nach rechts rücken. Mit dem Rücken an der Wand, getrieben von der AfD, so scheint es. Oder zeigt die Christlich Soziale Union ihr wahres Gesicht?</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> bemerkt, wie unsere Volksparteien alle samt ihre Wähler und Wählerinnen verlieren, ihr Klientel. Weder vertritt die FDP eine wirklich liberale Anschauung noch die CDU/CSU eine christliche. Arbeiter und Arbeiterinnen fühlen sich kaum mehr von der SPD vertreten und die Grünen verlieren mit ihren Themen die Alternative. Jeder<sup>1</sup>, so wirkt es, vertritt nur noch sich selbst und sein egoistisches Machtverständnis und will dabei der Beste, die Beste sein.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu geplanten Kürzungen im Sozial- und Gesundheitswesen. Denn keiner<sup>1</sup> der Politiker und deren Berater ist betroffen und kann wirklich nachvollziehen, wie es ist, unter dem Existenzlimit zu leben. Oder ist das alles gewollt? Denn wer in Angst lebt, ist ein leichtes Werkzeug der Macht. Wer nicht viel weiß oder wissen soll, ist einfacher zu manipulieren.</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> hört auf, sich von Lobbyisten beeinflussen zu lassen. Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu der Raserei auf deutschen Autobahnen. Es ist doch das deutsche Privileg, schnell zu fahren. Keiner<sup>1</sup> außer ein paar Grünen sieht das Einsparpotenzial bei einem Tempolimit. Und was soll das bitte wirklich mit Freiheit zu tun haben? Ich verstehe das nicht, denn Freiheit heißt, leben zu können, zu dürfen, ohne Angst haben zu müssen. Vor aggressiven Rasern habe ich aber Angst.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Stopp, dass wir weiter die Umwelt zerstören, denn auch ein Tempolimit könnte ein kleiner Schritt sein, etwas für die Umwelt und Natur zu tun.</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> widerspricht, wenn es aus Bayern heißt, weniger auf Wind- und Sonnenenergie zu setzen, und dafür Atomkraftwerke zu bauen, die uns ein Vielfaches kosten, als Energie aus erneuerbaren Quellen. Keiner<sup>1</sup> sagt Nein zu Atommüll, dessen Entsorgung absolut ungeklärt ist und die Natur auf tausende Jahre verstrahlen wird.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu den Kriegen, den Angriffskriegen gegen die Ukraine und den Iran.  Niemand<sup>1</sup> sagt Stopp, dass wir als Menschen unsere Konflikte zu oft und immer wieder und wieder mit Waffen lösen. Der mächtigste Verbrecherpräsident der USA hetzt die Welt in eine Angst vor dem 3. Weltkrieg und keiner<sup>1</sup> sagt Halt.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Stopp zu den Lügen und Drohungen und der Erpressung Europas, ja der Welt, durch Trump und seine Gefolgschaft. Und keiner<sup>1</sup> erkennt, dass uns eine Verbrüderung mit einem Aggressor zu Mittätern macht.</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> sagt, dass Aufrüstung langfristig nicht der richtige Weg sein kann, auch wenn die Bedrohungen durch andere übermächtig scheinen. Wann zieht die Vernunft ein und verdrängt die Gier?</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> sagt Halt zu den wachsenden Vermögen, zu den Oligopolisten, zu den wenigen, supergroßen Konzernen, die einen Markt mit vielen Nachfragern dominieren. Sagt Nein zu der Wirtschaftsmacht, und der Profitgier, die die Reichsten immer reicher macht und die Ärmsten immer ärmer. Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu den Milliarden, die die Reichen in ihrer Gier scheffeln. Im Gegenteil: Gesetze und Verordnungen sorgen dafür, dass sie noch mehr verdienen können. Und was kümmert ein steigender Spritpreis schon einen<sup>1</sup> Politiker in seinem Dienstwagen?</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu der wachsenden Ungerechtigkeit, die nur die Kluft vertiefen kann zwischen den Gesellschaftsschichten. Und dass auch deswegen zu viele Menschen in ihrem Unmut als Wähler in die Arme der AfD getrieben werden. Keiner<sup>1</sup> sieht die Gefahr, dass wir unsere Demokratie zu Grabe tragen und unsere Freiheit, zu denken und zu reden. Und dass unsere wechselnden Regierungen mindestens seit Jahrzehnten viel zu wenig wirklich für die Menschen regieren, alle Menschen, die in unserem Land leben. Die Ungerechtigkeit, die wir Menschen empfinden, wenn die Eliten begünstigt werden und es kaum angemessene Abgaben für die Multimilliardäre gibt, um zum Gemeinwohl beizutragen, schreit zum Himmel. Und wird dennoch viel zu wenig von unseren Regierungen der Vergangenheit und der Jetztzeit wahrgenommen. Denn mit Geld kann man alles kaufen, niemand<sup>1</sup> sagt, dass wir das ändern müssen.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu den Männern: dem Patriarchat, von dem all das ausgeht. Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu den Frauen, die wie diese Männer handeln. Niemand<sup>1</sup> erkennt und sagt, dass nicht nur sie Marionetten des Geldes sind und wir dem entgegentreten müssen.</p>
<p>Ich sage: Gebt endlich auf, ihr Männer! Hört auf zu lügen, hört auf, die Umwelt zu zerstören und Krieg zu führen, und hört auf, dem Diktat des Geldes der Multikonzerne zu folgen. Ich meine: Männer, weint um eure Schuld, und werdet endlich zu fühlenden und mitfühlenden Menschen. Gebt eure Macht auf und versetzt euch endlich in die Lage, Menschen wirklich zu hören und zu verstehen. So weh das auch tun wird – für die Macht des Machismus –, es wird nichts sein, gegen das Ende der Menschheit durch Krieg und Umweltzerstörung.</p>
<h3>Männlichkeit ist das Problem.</h3>
<p>Baut eine neue Welt des Lebens, zusammen mit Frauen, gemeinsam mit Kindern, zusammen mit allen, die dafür bereit sind. Macht euch nicht größer als andere. Steigt hinab von dem Podest der Männlichkeit. Gebt ab und teilt.</p>
<p>Frauen, erkennt, dass ihr aus den Fußstapfen dieser Männer tretet und eure Wahrhaftigkeit als weibliche Geschöpfe so für viele Männer fremd scheinen. Die Gleichberechtigung steckt noch in den Kinderschuhen. Denn wir alle sind mehr als unser biologisches Geschlecht, und haben weibliche und männliche Anteile in uns. Aber besonders Männer haben Angst, und fühlen sich in ihrer Sicherheit bedroht, wenn sie das zugeben würden. Warum sonst werden etwa gleichgeschlechtliche Beziehungen oder queere Menschen in vielen Gesellschaftsschichten nicht anerkannt?</p>
<p>Nein. Wir können nicht alle Verbrecher zu Gutmenschen machen, aber jeder hat eine Chance, sein Denken und Handeln zu ändern, für ein solidarisches Gemeinsam und Miteinander und für das Wahrnehmen der anderen, für ein Leben ohne Gewalt.</p>
<p>Aber wir sollen glauben, dass Wohlstand und wirtschaftliches Wachstum unser Ziel sind. Und dass wenige Männer die Macht über die Welt haben dürfen. Nie wieder darf ein Mensch wie Hitler an die Macht kommen, aber wie es scheint, wiederholt sich die Geschichte.</p>
<p>Papst Leo XIV. beklagt in der  Ostermesse auf dem Petersplatz 2026:</p>
<blockquote><p>Der Tod finde sich in der Gewalt, in den Wunden der Welt, „in dem Schmerzensschrei, der von überall her aufsteigt &#8211; angesichts der Unterdrückung der Schwächsten, angesichts der Profitgier, die die Ressourcen der Erde plündert, angesichts der Gewalt des Krieges, der tötet und zerstört.“</p></blockquote>
<p>Quelle: <a title="Papst Leo XIV. richtet Friedensappell an die Welt" href="https://www.evangelisch.de/inhalte/254363/05-04-2026/papst-leo-xiv-richtet-friedensappell-die-welt" target="_blank" rel="noopener">Papst Leo XIV. richtet Friedensappell an die Welt</a></p>
<p>Die sich gegen das Böse stellen und es hinterfragen, gegen die Macht des Geldes: Über all und zu allen Zeiten gab und gibt es Menschen, die nicht „Keiner“ sind. Es gab schon immer Menschen, die das System hinterfragen. Eine Familie der konsequenten Haltungen. Persönlichkeiten sind beispielhaft: Mahatma Gandhi und Martin Luther Jr., beide stehen für gewaltfreien politischen Protest. Martin Luther, Jan Hus und Dietrich Bonhoeffer haben religiöse und moralisch begründete Reformen angestoßen. Nelson Mandela, Václav Havel und Lech Wałęsa stehen für den gewaltlosen, zivilen Widerstand. Aus der Antike und der politischen Philosophie denke ich an Marcus Tullius Cicero und Sokrates.</p>
<p>Einflussreiche Menschen, manchmal auch einfache Menschen. Allerdings gibt es viel weniger weibliche Persönlichkeiten wie Rosa Parks, Aung San Suu Kyi und Sophie Scholl, die Beachtung finden.</p>
<p>Wie aber allein Filme, Literatur und Bühnen der nicht allzu lange vergangenen Zeiten belegen, es war den Menschen nie egal, wie die Haltung in der Gesellschaft der jeweiligen Zeit war und was geschah. Und auch nicht in der Jugend, wie jüngst Fridays for Future deutlich zeigt. Auch das hat sich nicht verändert.</p>
<p>Ich, alter Träumer, träume von einer Bewegung: <a href="https://recht-zu-leben.de" target="_blank" rel="noopener">Recht zu leben</a>. Aufstehen und es anders machen. Vielfach im Kleinen. In einem unaufgeregten Leben. Mit Lachen und Weinen in einer ehrlichen Haut. Mit Sorgen und mit Mut. Zärtlich, liebend, solidarisch und gemeinsam. Und unbedingt gewaltfrei. Bestimmt gibt es mehr von uns, als wir glauben sollen. Ganz bestimmt.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><sup>1</sup>Ausnahmen bestätigen die Regel.</p>
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		<title>Ich wurde nicht geboren, um unglücklich zu sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 13:26:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Problem und Lösung]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick auf mein Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="737" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1280x737.jpeg" class="wp-image-16584 avia-img-lazy-loading-not-16584 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Terrakotta-Sonnensymbol mit zwei Gesichtern, das an einer Wand befestigt ist, umgeben von grünen Blättern und einer pinken Blüte." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1280x737.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-800x460.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-400x230.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-768x442.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1536x884.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1500x863.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-705x406.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ich wurde nicht geboren, um unglücklich zu sein 3"></div>Ich bin das nicht, ich bin nicht auf dieser Welt, um nicht glücklich zu sein. Insbesondere wir Deutschen glauben oft das Gegenteil. So viele jammern und schimpfen, und scheinbar finden manche darin ihr Lebenselixier. Ach, der Nachbar hatte Pech, …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="737" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1280x737.jpeg" class="wp-image-16584 avia-img-lazy-loading-not-16584 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Terrakotta-Sonnensymbol mit zwei Gesichtern, das an einer Wand befestigt ist, umgeben von grünen Blättern und einer pinken Blüte." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1280x737.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-800x460.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-400x230.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-768x442.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1536x884.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-1500x863.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464-705x406.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1464.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ich wurde nicht geboren, um unglücklich zu sein 4"></div><p class="opener">Ich bin das nicht, ich bin nicht auf dieser Welt, um nicht glücklich zu sein. Insbesondere wir Deutschen glauben oft das Gegenteil. So viele jammern und schimpfen, und scheinbar finden manche darin ihr Lebenselixier.</p>
<p>Ach, der Nachbar hatte Pech, aber mir geht es noch viel schlechter. Sagt man etwas dagegen, dann wird einem das noch schlimmere Leid angetragen. Du verstehst das nicht. Komme erst mal in mein Alter. Du hast nicht erlebt, was ich erlitten habe. Ein Freund aus vergangenen Zeiten meinte, man kann Schlechtes nicht mit noch Schlechtem vergleichen. Was soll man auch dagegen halten?</p>
<h3>Ich bin, was ich denke und fühle</h3>
<p>Wer etwas nicht hören will, der kann, der will das nicht. Aber: Ich bin die Persönlichkeit, wie ich denke und fühle. Mein Gehirn, die biologischen Prozesse funktionieren genauso. Denke ich einseitig, so werde ich auch eindimensional leben. Öffne ich meine Gedanken in alle Himmelsrichtungen, erkenne ich in dieser Vielfalt eine unendlich große „Wahrhaftigkeit“.</p>
<p>Ein jeder Mensch ist mehr als „nur“ männlich oder „bloß“ weiblich. Das vielleicht größte Problem, gerade auch für Männer, ist es, mit den unterschiedlichsten Gefühlen und Denkmustern konfrontiert zu werden, weil dies bedeuten könnte, das eigene Leben gegebenenfalls völlig infrage stellen zu müssen. Dann lieber verdrängen und ein &#8222;echter&#8220; Mann sein, um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen – und das als Ideal für alle Männer zu bestimmen.</p>
<p>Die Reduzierung, die Mechanismen der Vereinfachung, verwenden politische Gruppierungen, besonders rechte Fundamentalisten, aber auch linke Extremisten, um uns in dem zu bestärken, was wir denken sollen, in ihrem Sinne. Und das Bunte und die anderen schlechtmachen. Und noch schlechter. Um die Situationen zu polarisieren. Unsere Gesellschaft zu spalten. Bist du nicht dafür, bist du dagegen.</p>
<p>Welche Ziele hat eine Partei wie die AfD? Nichts von ihren wirklichen Plänen steht im Wahlprogramm, so schlau sind sie. Wenn die Katastrophe kocht, werden sie als die erscheinen, die das Heil bringen. Zuckerbrot und Peitsche. Damit es weniger schlimm scheint, wenn sie ihr wahres Gesicht zeigen werden: die hässliche Fratze der menschenverachtenden Macht.</p>
<p>Und die Unglücklichen glauben ihnen. Weil es so einfach ist. Natürlich ist es narrensicher, möglichst unkompliziert zu denken, eben eher in Schwarz oder Weiß, in dieser komplexen Welt, wo kein Kopf mehr alles wirklich durchblicken kann.</p>
<p>Alle, mit unserem Unglücklichsein, sind dabei besonders gefährdet. Und das wird erbarmungslos geschürt und ausgenutzt. Verbrecher wie Trump und Konsorten, aber auch die AfD saugen unser Glück wie Honig erbarmungslos aus, machen uns unglücklich. Das ist die Falle, in die wir tappen sollen. Und je unglücklicher wir sind, desto größer ist ihre Chance, uns zu beeinflussen. Denn jeder sehnt sich doch nach Glück, auch wenn jeder Mensch darunter etwas anderes verstehen wird.</p>
<p>Aber Fundamentalisten geht es nicht darum, dass wir glücklich sind. Denn wenn ich zufrieden bin, bin ich kein geeignetes Werkzeug, viel eher eine Bedrohung. Allein schon deswegen gibt es vielleicht etwas, was wir entgegensetzen können: das Glück im Unglück.</p>
<p>Jede Ideologie birgt diese Gefahr. Was anders ist, was nicht hereinpasst, gehört nicht dazu, muss bekämpft werden, verboten werden, ausgerottet werden. Beispielsweise ist der reale Sozialismus gescheitert, weil es keine Gerechtigkeit gab. Und nie alle vermeintlich gegnerischen Kräfte werden verstummen, irgendwann entfalten sie sich. Das ist meine Hoffnung. Und dann ist es ein großes Glück, wenn es dabei friedlich bleibt.</p>
<p>Was wollten die Nazis im Zweiten Weltkrieg? Sie ermordeten mehr als sechs Millionen Menschen, weitere Millionen wurden verwundet und getötet im Krieg. Weil sie meinten und meinen, nur eine Rasse Menschen seien die wahren Menschen, die Auserwählten, die ausbeuten dürfen, rauben können, was die Erde an Reichtum gibt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bei gesundem Menschenverstand merkt man doch, dass das nicht funktionieren kann. Denn allein schon: Wer legt denn die „Kriterien“ fest? Die selbst, die meinen, dass sie dazugehören. Wenn sie das dann glauben machen wollen, dann finden sich immer Argumente, die alles belegen. Gesetze, die das „Andere“ verbieten und bestrafen. Und wer mit dem Finger auf die Lügen zeigt, wird eingeschüchtert: mit Angst und Schrecken, seelischer und psychischer Gewalt, und immer auch mit dem Tod.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was soll ohne Vielfalt, in einem Inzest unter „Gleichen“, denn überhaupt an „Gesundheit und Glück“ entstehen können?</p>
<p>Wohlstand und Frieden unter Gleichen? Sicherheit ohne Bedrohung durch andere? Genau das reden uns die Rechten ein. Wir sollen es glauben. Unsere Gehirne werden weichgespült. Die neuen medialen Möglichkeiten machen es noch einfacher. Die künstliche Intelligenz wird auch als ein Werkzeug missbraucht, das genau denen in die Hände spielt.</p>
<p>Übersehen wird dabei, dass es nur ein „falsches“ Wort brauchen wird, und du stehst am Pranger. Wirst wie eine Hexe im Mittelalter verbrannt. Diese Macht ist willkürlich.</p>
<h3>Leben ist etwas ganz anderes, glückliches Leben</h3>
<p>Blicke ich in die Vielfalt der Natur. Sehe ich auf die unendlichen Unterschiede, stelle ich doch fest, dass es anders ist. Nicht das Gleiche, die Gleichmacherei zählt, sondern die bunte Vielfalt.</p>
<p>Kein Mensch ist, denkt und fühlt, genauso wie ich als Person. Absolut keiner, jeder ist anders. Und das ist gut so. Denn ich bin ein kleines, unbedeutendes Wesen auf dieser Erde. Nicht unwichtig – denn jedes Leben zählt –, aber auch in keinem Maße essenziell, dass ohne mich irgendetwas nicht sein könnte. Demut stünde den Menschen wirklich gut.</p>
<p>Aber einem Egozentriker, der sich als Mittelpunkt der Welt sieht, der seine Macht genau deswegen braucht, wie Wasser, Luft und Nahrung, geht das völlig am Dups vorbei. Dabei vergessen wir, blenden es einfach aus, dass wir ohne Natur um uns, nicht auf dieser Welt wären und sein könnten. Wir sind und bleiben ein Teil der Natur!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Meines Wissens nach ist es nur unsere Erde, über Millionen Jahre entwickelt, die Leben ermöglicht.</p>
<p>Wenn man das verdrängt, ja, natürlich braucht man dann irgendwelche anderen Mechanismen, um glücklich zu sein. Männer sind auf den Trichter gekommen, ihre Männlichkeit als Stärke einzusetzen. Auch zur Unterdrückung. Als Macht. Aber macht Macht glücklich?</p>
<p>Auch Geld macht nicht wirklich glücklich. Selbst wenn es in manchen Situationen die Nerven beruhigt. Aufwachen ohne finanzielle Sorgen ist schon ein angenehmes Gefühl. Aber wirkliches Glück ist etwas anderes.</p>
<p>Ich bin nicht glücklich, wenn sich Leben nicht entfalten kann. Wenn Frauen unter Männern leiden. Wenn queere Menschen nicht ihr Leben leben dürfen. Oder Kinder sich nicht neugierig entwickeln können. Und Alte nicht die Anerkennung finden, die ihnen für ihre Lebensleistung zusteht. Wenn Migranten und Flüchtlinge in ihrem Leid nicht empfangen werden. Weil wir sie nicht einladen können, zu bleiben, weil wir Angst vor ihnen haben, ihrer anderen Kultur, ohne den offenen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Und weil wir uns in unserem Wohlstand bedroht sehen, wenn wir aufgefordert werden, zu teilen. Alles Unmenschliche macht mich zutiefst unglücklich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin glücklich, weil ich auf mein Leben blicken kann und sehe, dass ich innerlich nicht stehenbleibe. Dass ich ein Mensch bin, der liebt. Dass ich vor meinen Gedanken und mir nicht weglaufe. Und ich diese hier aufschreiben kann. Für mich.</p>
<p>Ich bin glücklich, denn ich werde geliebt. Ich bin glücklich, mit meiner Liebsten an meiner Seite. Die mich so annimmt, wie ich bin, aus mir nicht etwas machen möchte, was ich nicht bin. Denn ich kann mich nur aus mir heraus verändern, von außen kann man sich „nur“ helfen, wenn es in einem selbst, von innen heraus, wachsen kann. Ich bin glücklich, weil genau das auf Gegenseitigkeit beruht.</p>
<p>Ich bin glücklich darüber, zu sehen, was ich aus meinem kleinen Leben gemacht habe. Ich bin stolz darauf, beispielsweise nicht wie mein Vater, keiner Sucht verfallen zu sein und so wie er enden zu werden. Und auch, wenn ich als Jugendlicher hautnah dabei war, als er starb, gibt es mir ein kleines Glück, dass er vielleicht noch schöne, letzte Tage am Meer hatte (<a href="https://kuhrau.de/geschichten/vater-und-sohn/">Vater und Sohn</a>).</p>
<p>Ich lasse mich nicht unterkriegen und suche mein Glück. Und noch besser. Ich habe es gefunden. Ich bin glücklich, weil ich im Frieden leben kann. Noch.</p>
<p>Ihr Extremen, ihr Radikalen, ihr Verbrecher, die ihr unser Leben bedroht, ihr könnt die Umwelt, das Klima, die Natur zerstören, ihr könnt mir alles nehmen, mich auch in tiefste Traurigkeit stoßen, ihr könnt mich bedrohen. Ihr könnt mir das Leben meiner Liebsten und mein Leben nehmen. Aber nicht: meine Liebe, die sich gegen euren Hass stellen wird, mein wirkliches Glück.</p>
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	<item>
		<title>Ich wurde nicht geboren, um unglücklich zu sein (Update)</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 13:45:49 +0000</pubDate>
		<description><![CDATA[Ich bin das nicht, ich bin nicht auf dieser Welt, um nicht glücklich zu sein. Insbesondere wir Deutschen glauben oft das Gegenteil. So viele jammern und schimpfen, und scheinbar finden manche darin ihr Lebenselixier. Ach, der Nachbar hatte Pech, …]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Ich bin das nicht, ich bin nicht auf dieser Welt, um nicht glücklich zu sein. Insbesondere wir Deutschen glauben oft das Gegenteil. So viele jammern und schimpfen, und scheinbar finden manche darin ihr Lebenselixier.</p>
<p>Ach, der Nachbar hatte Pech, aber mir geht es noch viel schlechter. Sagt man etwas dagegen, dann wird einem das noch schlimmere Leid angetragen. Du verstehst das nicht. Komme erst mal in mein Alter. Du hast nicht erlebt, was ich erlitten habe. Ein Freund aus vergangenen Zeiten meinte, man kann Schlechtes nicht mit noch Schlechtem vergleichen. Was soll man auch dagegen halten?</p>
<h3>Ich bin, was ich denke und fühle</h3>
<p>Wer etwas nicht hören will, der kann, der will das nicht. Aber: Ich bin die Persönlichkeit, wie ich denke und fühle. Mein Gehirn, die biologischen Prozesse funktionieren genauso. Denke ich einseitig, so werde ich auch eindimensional leben. Öffne ich meine Gedanken in alle Himmelsrichtungen, erkenne ich in dieser Vielfalt eine unendlich große „Wahrhaftigkeit“.</p>
<p>Ein jeder Mensch ist mehr als „nur“ männlich oder „bloß“ weiblich. Das vielleicht größte Problem, gerade auch für Männer, ist es, mit den unterschiedlichsten Gefühlen und Denkmustern konfrontiert zu werden, weil dies bedeuten könnte, das eigene Leben gegebenenfalls völlig infrage stellen zu müssen. Dann lieber verdrängen und ein &#8222;echter&#8220; Mann sein, um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen – und das als Ideal für alle Männer zu bestimmen.</p>
<p>Die Reduzierung, die Mechanismen der Vereinfachung, verwenden politische Gruppierungen, besonders rechte Fundamentalisten, aber auch linke Extremisten, um uns in dem zu bestärken, was wir denken sollen, in ihrem Sinne. Und das Bunte und die anderen schlechtmachen. Und noch schlechter. Um die Situationen zu polarisieren. Unsere Gesellschaft zu spalten. Bist du nicht dafür, bist du dagegen.</p>
<p>Welche Ziele hat eine Partei wie die AfD? Nichts von ihren wirklichen Plänen steht im Wahlprogramm, so schlau sind sie. Wenn die Katastrophe kocht, werden sie als die erscheinen, die das Heil bringen. Zuckerbrot und Peitsche. Damit es weniger schlimm scheint, wenn sie ihr wahres Gesicht zeigen werden: die hässliche Fratze der menschenverachtenden Macht.</p>
<p>Und die Unglücklichen glauben ihnen. Weil es so einfach ist. Natürlich ist es narrensicher, möglichst unkompliziert zu denken, eben eher in Schwarz oder Weiß, in dieser komplexen Welt, wo kein Kopf mehr alles wirklich durchblicken kann.</p>
<p>Alle, mit unserem Unglücklichsein, sind dabei besonders gefährdet. Und das wird erbarmungslos geschürt und ausgenutzt. Verbrecher wie Trump und Konsorten, aber auch die AfD saugen unser Glück wie Honig erbarmungslos aus, machen uns unglücklich. Das ist die Falle, in die wir tappen sollen. Und je unglücklicher wir sind, desto größer ist ihre Chance, uns zu beeinflussen. Denn jeder sehnt sich doch nach Glück, auch wenn jeder Mensch darunter etwas anderes verstehen wird.</p>
<p>Aber Fundamentalisten geht es nicht darum, dass wir glücklich sind. Denn wenn ich zufrieden bin, bin ich kein geeignetes Werkzeug, viel eher eine Bedrohung. Allein schon deswegen gibt es vielleicht etwas, was wir entgegensetzen können: das Glück im Unglück.</p>
<p>Jede Ideologie birgt diese Gefahr. Was anders ist, was nicht hereinpasst, gehört nicht dazu, muss bekämpft werden, verboten werden, ausgerottet werden. Beispielsweise ist der reale Sozialismus gescheitert, weil es keine Gerechtigkeit gab. Und nie alle vermeintlich gegnerischen Kräfte werden verstummen, irgendwann entfalten sie sich. Das ist meine Hoffnung. Und dann ist es ein großes Glück, wenn es dabei friedlich bleibt.</p>
<p>Was wollten die Nazis im Zweiten Weltkrieg? Sie ermordeten mehr als sechs Millionen Menschen, weitere Millionen wurden verwundet und getötet im Krieg. Weil sie meinten und meinen, nur eine Rasse Menschen seien die wahren Menschen, die Auserwählten, die ausbeuten dürfen, rauben können, was die Erde an Reichtum gibt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bei gesundem Menschenverstand merkt man doch, dass das nicht funktionieren kann. Denn allein schon: Wer legt denn die „Kriterien“ fest? Die selbst, die meinen, dass sie dazugehören. Wenn sie das dann glauben machen wollen, dann finden sich immer Argumente, die alles belegen. Gesetze, die das „Andere“ verbieten und bestrafen. Und wer mit dem Finger auf die Lügen zeigt, wird eingeschüchtert: mit Angst und Schrecken, seelischer und psychischer Gewalt, und immer auch mit dem Tod.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was soll ohne Vielfalt, in einem Inzest unter „Gleichen“, denn überhaupt an „Gesundheit und Glück“ entstehen können?</p>
<p>Wohlstand und Frieden unter Gleichen? Sicherheit ohne Bedrohung durch andere? Genau das reden uns die Rechten ein. Wir sollen es glauben. Unsere Gehirne werden weichgespült. Die neuen medialen Möglichkeiten machen es noch einfacher. Die künstliche Intelligenz wird auch als ein Werkzeug missbraucht, das genau denen in die Hände spielt.</p>
<p>Übersehen wird dabei, dass es nur ein „falsches“ Wort brauchen wird, und du stehst am Pranger. Wirst wie eine Hexe im Mittelalter verbrannt. Diese Macht ist willkürlich.</p>
<h3>Leben ist etwas ganz anderes, glückliches Leben</h3>
<p>Blicke ich in die Vielfalt der Natur. Sehe ich auf die unendlichen Unterschiede, stelle ich doch fest, dass es anders ist. Nicht das Gleiche, die Gleichmacherei zählt, sondern die bunte Vielfalt.</p>
<p>Kein Mensch ist, denkt und fühlt, genauso wie ich als Person. Absolut keiner, jeder ist anders. Und das ist gut so. Denn ich bin ein kleines, unbedeutendes Wesen auf dieser Erde. Nicht unwichtig – denn jedes Leben zählt –, aber auch in keinem Maße essenziell, dass ohne mich irgendetwas nicht sein könnte. Demut stünde den Menschen wirklich gut.</p>
<p>Aber einem Egozentriker, der sich als Mittelpunkt der Welt sieht, der seine Macht genau deswegen braucht, wie Wasser, Luft und Nahrung, geht das völlig am Dups vorbei. Dabei vergessen wir, blenden es einfach aus, dass wir ohne Natur um uns, nicht auf dieser Welt wären und sein könnten. Wir sind und bleiben ein Teil der Natur!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Meines Wissens nach ist es nur unsere Erde, über Millionen Jahre entwickelt, die Leben ermöglicht.</p>
<p>Wenn man das verdrängt, ja, natürlich braucht man dann irgendwelche anderen Mechanismen, um glücklich zu sein. Männer sind auf den Trichter gekommen, ihre Männlichkeit als Stärke einzusetzen. Auch zur Unterdrückung. Als Macht. Aber macht Macht glücklich?</p>
<p>Auch Geld macht nicht wirklich glücklich. Selbst wenn es in manchen Situationen die Nerven beruhigt. Aufwachen ohne finanzielle Sorgen ist schon ein angenehmes Gefühl. Aber wirkliches Glück ist etwas anderes.</p>
<p>Ich bin nicht glücklich, wenn sich Leben nicht entfalten kann. Wenn Frauen unter Männern leiden. Wenn queere Menschen nicht ihr Leben leben dürfen. Oder Kinder sich nicht neugierig entwickeln können. Und Alte nicht die Anerkennung finden, die ihnen für ihre Lebensleistung zusteht. Wenn Migranten und Flüchtlinge in ihrem Leid nicht empfangen werden. Weil wir sie nicht einladen können, zu bleiben, weil wir Angst vor ihnen haben, ihrer anderen Kultur, ohne den offenen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Und weil wir uns in unserem Wohlstand bedroht sehen, wenn wir aufgefordert werden, zu teilen. Alles Unmenschliche macht mich zutiefst unglücklich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin glücklich, weil ich auf mein Leben blicken kann und sehe, dass ich innerlich nicht stehenbleibe. Dass ich ein Mensch bin, der liebt. Dass ich vor meinen Gedanken und mir nicht weglaufe. Und ich diese hier aufschreiben kann. Für mich.</p>
<p>Ich bin glücklich, denn ich werde geliebt. Ich bin glücklich, mit meiner Liebsten an meiner Seite. Die mich so annimmt, wie ich bin, aus mir nicht etwas machen möchte, was ich nicht bin. Denn ich kann mich nur aus mir heraus verändern, von außen kann man sich „nur“ helfen, wenn es in einem selbst, von innen heraus, wachsen kann. Ich bin glücklich, weil genau das auf Gegenseitigkeit beruht.</p>
<p>Ich bin glücklich darüber, zu sehen, was ich aus meinem kleinen Leben gemacht habe. Ich bin stolz darauf, beispielsweise nicht wie mein Vater, keiner Sucht verfallen zu sein und so wie er enden zu werden. Und auch, wenn ich als Jugendlicher hautnah dabei war, als er starb, gibt es mir ein kleines Glück, dass er vielleicht noch schöne, letzte Tage am Meer hatte (<a href="https://kuhrau.de/geschichten/vater-und-sohn/">Vater und Sohn</a>).</p>
<p>Ich lasse mich nicht unterkriegen und suche mein Glück. Und noch besser. Ich habe es gefunden. Ich bin glücklich, weil ich im Frieden leben kann. Noch.</p>
<p>Ihr Extremen, ihr Radikalen, ihr Verbrecher, die ihr unser Leben bedroht, ihr könnt die Umwelt, das Klima, die Natur zerstören, ihr könnt mir alles nehmen, mich auch in tiefste Traurigkeit stoßen, ihr könnt mich bedrohen. Ihr könnt mir das Leben meiner Liebsten und mein Leben nehmen. Aber nicht: meine Liebe, die sich gegen euren Hass stellen wird, mein wirkliches Glück.</p>
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	</item>
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		<item>
		<title>Denn wir wissen, was wir tun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 15:47:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht zu Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Problem und Lösung]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1000" height="638" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920.jpg" class="wp-image-16472 avia-img-lazy-loading-not-16472 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ein Puppenspieler mit einer Marionette auf einer gepflasterten Straße in einer Stadt, umgeben von historischen Gebäuden." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-800x510.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-400x255.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-768x490.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-705x450.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Denn wir wissen, was wir tun 5"></div>Wir wissen, was wir machen werden: ein Fest feiern. Denn wieder endet ein Jahr. Der vierte Advent. Weihnachten 2025, ein neues Jahr. Eigentlich eine Zeit der Besinnung, der Besinnlichkeit. Des Gefühls, der Freude. Besonders das christlich geprägte …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1000" height="638" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920.jpg" class="wp-image-16472 avia-img-lazy-loading-not-16472 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ein Puppenspieler mit einer Marionette auf einer gepflasterten Straße in einer Stadt, umgeben von historischen Gebäuden." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-800x510.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-400x255.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-768x490.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-705x450.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Denn wir wissen, was wir tun 6"></div><p class="opener">Wir wissen, was wir machen werden: ein Fest feiern. Denn wieder endet ein Jahr. Der vierte Advent. Weihnachten 2025, ein neues Jahr. Eigentlich eine Zeit der Besinnung, der Besinnlichkeit. Des Gefühls, der Freude. Besonders das christlich geprägte Weihnachten wird aber vom „kommerziellen Geschäfte machen“ überschattet. Mehr noch vereinnahmt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es macht mich etwas wehmütig und traurig: In einer immer mehr und einer ständig greller werdenden Zeit verlieren wir vielleicht so etwas wie ein Zur-Ruhe-Kommen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber nicht nur diese Feiertage – alles verändert sich. Weihnachten im Bürgertum, im 19. Jahrhundert. Weihnachten in der Nachkriegszeit. Ob im Osten oder im Westen. Nichts bleibt, wie es war. Leben heißt Veränderung. Wenn wir wissen, was wir tun.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Fast jede Nacht und früh am Morgen kommt Karo, unsere Katze, schnurrend ins Bett. So nahe, dass mich ihre Schnurrhaare an der Nase kitzeln. Augenkontakt ist ihr besonders wichtig. Sie weiß genau, was sie will. Viel Platz auf meinem Kopfkissen … Wenn ich bisher nicht ganz wach bin, kommt ihr Pfötchen. Auch Pfotenhalten mag sie in besonderem Maße. Wir sind als Menschen so überheblich und übersehen viel zu oft die Gefühlswelt, die Zärtlichkeit und die Liebe anderer Lebewesen. Neben den Gefühlen von Menschen.</p>
<p>Diese Zeit des Jahresendes ist auch eine Zeit des Rückblicks. Wie es scheint, wird immer deutlicher, wie wir Menschen Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen entgegengehen. Kriege nehmen kein Ende! Wehrdienst in Deutschland ist wieder Thema geworden. Man muss sich doch wehren können. Ist das wirklich so?</p>
<p>Die Spirale der Gewalt hat kein Ende. Das Schubladendenken in Gut und Böse ist nicht überwunden. Ängste greifen um sich. Werden verschärft. Menschen werden zunehmend aggressiver. Gerade auch im Alltag. Die Zündschnur im Kopf wird kürzer. Wann platzt die Bombe?</p>
<p>Wer entmutigt ist und sich aus seiner Situation nicht befreien kann oder will, wird unter Umständen zunehmend aggressiver.</p>
<p>Wenn ich in der Lage, in der ich mich befinde, unzufrieden bin und etwas machen muss, was ich nicht machen will, werde ich immer frustrierter. Wenn ich mich selbst nicht ändern kann, werde ich giftig, um im Extremfall womöglich mit Gewalt weiterzukommen. Die Kraft aufzubringen, die Situationen und vor allem mich zu sehen und zu wandeln – oder besser gesagt mich weiterzuentwickeln – ist schwer, scheinbar kaum möglich. Denn Ängste und das Gefühl, Sicherheit zu verlieren, stehen diesem oftmals im Weg.</p>
<p>Noch schwerer wird das, wenn es der Kontext gar nicht zulässt, das Denken so verfestigt ist, dass es weder links noch rechts noch die unendlichen Facetten wahrnimmt. Oder wenn Süchte einen derart fesseln und lähmen, dass jeglicher Wille, das eigene Selbst empfinden zu wollen, verloren scheint.</p>
<p>Besonders Diktatoren und extreme Parteien wissen das natürlich. Sie nutzen es aus! Mit Populismus und einfachen Feindbildern, die sie gezielt streuen und einsetzen, machen sie sich meine und deine Ängste zunutze. Sie wissen genau, was sie tun. Punkt.</p>
<p>Minderheiten wird die Schuld an der Lage, der Angst, der Sorgen, die wir empfinden, zugewiesen, haben und haben sollen. Denn so kann die Macht perfekt ablenken, von ihren Fehlern, und vor allem von den eigentlichen Zielen der Diktatoren und extremen Vereinigungen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Angst kann nicht selten auch ein Schutz sein. Aber wer Angst hat, wer eine einfach wahrklingende Lüge vorgezeigt bekommt, wer ohnehin innerlich eher bereit ist, aus seiner Furcht heraus sein Leben schützen und verteidigen zu wollen, der ist empfänglich für so logisch hallende Hetze.</p>
<p>Und wer weiß, welche egoistischen Vorteile sich ergeben werden? Welchen Profit man haben wird? Die müssen es doch wissen, die Politiker, die sagen, dass der oder diese Minderheit – weil sie anders ist – Schuld hat. Wie einfach ist es zu glauben.</p>
<p>Wer nicht weiß, nicht hinschauen und annehmen kann, wie bunt das Leben ist, der ist gefährdet und empfänglich.</p>
<p>Wenn aber – und wer weiß schon, wie nahe diese Zeiten sind – demokratische Regierungen in den mächtigsten Nationen abgeschafft sind, der Wahnsinn der Diktatoren die Welt beherrscht und Kriege und der Klimawandel das Weltgeschehen bestimmen, was dann?</p>
<p>Dann herrscht die Willkür, jedes kleine Wort kann den Tod bedeuten. Dann kann man, wenn überhaupt noch, in der totalen Selbstaufgabe überleben. Und so ist es dann wieder so weit, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat es gezeigt: Es wird sehr viel unschuldiges Blut vergossen. Ob Mehr- oder Minderheit, ist dann vollkommen irrelevant.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Und wir wissen es. Wir wissen, was wir tun.</h3>
<p>Deswegen ist es mein Wunsch für 2026: Öffnen wir die Augen. Schauen wir hin, blicken wir hinter die Kulissen. Lassen wir uns nicht von unserem eigenen Unvermögen und den Verführbarkeiten der kapitalistischen Diktatorenmacht unser Sein, unser aller „Recht zu leben“, nehmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Rufen wir lautstark zum Frieden auf. Und lieben wir. Uns selbst. Und jeden anderen. Egal welcher Minderheit, geschlechtlicher Orientierung, egal auch der Hautfarbe, kulturellen Heimat und religiösen Glauben oder was wir sonst meinen, als Verschiedenheiten zu haben. Kein Mensch wird böse geboren. Jede, jeder ist geprägt von ihrem/seinem Leben. Jeder, jede, ohne Ausnahme, darf geliebt werden.</p>
<p>Denn wen und was ich liebe, werde ich nicht mutwillig zerstören.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und der Extreme, der Scharfmacher? Der Diktator? All das sind keine Dummköpfe. Sie wissen ganz genau, was sie wollen. Warum auch immer, sie sind oftmals gefangen in ihrem Gedankengebilde. Und sie wissen bestimmt, was sie tun: uns verführen. Auch um Mehrheiten zu gewinnen, mit allen Mitteln, um Verhältnisse zu schaffen, in denen es dann keine Mehrheiten mehr benötigt.</p>
<p>Jedes Gespräch, jeder Gedanke, jede Tat ohne Gewalt ist ein Schritt in die Freiheit für das „Recht zu leben“. Wenn wir das durchschauen, haben wir sicher schon einen wichtigen Schritt der Abwehr gemacht, unsere kooperative Freiheitlichkeit nicht zu verlieren. Wir werden nicht jeden Verbrecher erreichen, leider ist es bei vielen einfach zu spät. Das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.</p>
<p>Das ist mein Wunsch für das neue Jahr 2026, mehr noch meine Hoffnung. Wenn es nicht schon zu spät ist. Aber es ist nie zu spät…</p>
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	<item>
		<title>Denn wir wissen, was wir tun (Update)</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2025 12:36:09 +0000</pubDate>
		<description><![CDATA[Wir wissen, was wir machen werden: ein Fest feiern. Denn wieder endet ein Jahr. Der vierte Advent. Weihnachten 2025, ein neues Jahr. Eigentlich eine Zeit der Besinnung, der Besinnlichkeit. Des Gefühls, der Freude. Besonders das christlich geprägte …]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Wir wissen, was wir machen werden: ein Fest feiern. Denn wieder endet ein Jahr. Der vierte Advent. Weihnachten 2025, ein neues Jahr. Eigentlich eine Zeit der Besinnung, der Besinnlichkeit. Des Gefühls, der Freude. Besonders das christlich geprägte Weihnachten wird aber vom „kommerziellen Geschäfte machen“ überschattet. Mehr noch vereinnahmt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es macht mich etwas wehmütig und traurig: In einer immer mehr und einer ständig greller werdenden Zeit verlieren wir vielleicht so etwas wie ein Zur-Ruhe-Kommen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber nicht nur diese Feiertage – alles verändert sich. Weihnachten im Bürgertum, im 19. Jahrhundert. Weihnachten in der Nachkriegszeit. Ob im Osten oder im Westen. Nichts bleibt, wie es war. Leben heißt Veränderung. Wenn wir wissen, was wir tun.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Fast jede Nacht und früh am Morgen kommt Karo, unsere Katze, schnurrend ins Bett. So nahe, dass mich ihre Schnurrhaare an der Nase kitzeln. Augenkontakt ist ihr besonders wichtig. Sie weiß genau, was sie will. Viel Platz auf meinem Kopfkissen … Wenn ich bisher nicht ganz wach bin, kommt ihr Pfötchen. Auch Pfotenhalten mag sie in besonderem Maße. Wir sind als Menschen so überheblich und übersehen viel zu oft die Gefühlswelt, die Zärtlichkeit und die Liebe anderer Lebewesen. Neben den Gefühlen von Menschen.</p>
<p>Diese Zeit des Jahresendes ist auch eine Zeit des Rückblicks. Wie es scheint, wird immer deutlicher, wie wir Menschen Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen entgegengehen. Kriege nehmen kein Ende! Wehrdienst in Deutschland ist wieder Thema geworden. Man muss sich doch wehren können. Ist das wirklich so?</p>
<p>Die Spirale der Gewalt hat kein Ende. Das Schubladendenken in Gut und Böse ist nicht überwunden. Ängste greifen um sich. Werden verschärft. Menschen werden zunehmend aggressiver. Gerade auch im Alltag. Die Zündschnur im Kopf wird kürzer. Wann platzt die Bombe?</p>
<p>Wer entmutigt ist und sich aus seiner Situation nicht befreien kann oder will, wird unter Umständen zunehmend aggressiver.</p>
<p>Wenn ich in der Lage, in der ich mich befinde, unzufrieden bin und etwas machen muss, was ich nicht machen will, werde ich immer frustrierter. Wenn ich mich selbst nicht ändern kann, werde ich giftig, um im Extremfall womöglich mit Gewalt weiterzukommen. Die Kraft aufzubringen, die Situationen und vor allem mich zu sehen und zu wandeln – oder besser gesagt mich weiterzuentwickeln – ist schwer, scheinbar kaum möglich. Denn Ängste und das Gefühl, Sicherheit zu verlieren, stehen diesem oftmals im Weg.</p>
<p>Noch schwerer wird das, wenn es der Kontext gar nicht zulässt, das Denken so verfestigt ist, dass es weder links noch rechts noch die unendlichen Facetten wahrnimmt. Oder wenn Süchte einen derart fesseln und lähmen, dass jeglicher Wille, das eigene Selbst empfinden zu wollen, verloren scheint.</p>
<p>Besonders Diktatoren und extreme Parteien wissen das natürlich. Sie nutzen es aus! Mit Populismus und einfachen Feindbildern, die sie gezielt streuen und einsetzen, machen sie sich meine und deine Ängste zunutze. Sie wissen genau, was sie tun. Punkt.</p>
<p>Minderheiten wird die Schuld an der Lage, der Angst, der Sorgen, die wir empfinden, zugewiesen, haben und haben sollen. Denn so kann die Macht perfekt ablenken, von ihren Fehlern, und vor allem von den eigentlichen Zielen der Diktatoren und extremen Vereinigungen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Angst kann nicht selten auch ein Schutz sein. Aber wer Angst hat, wer eine einfach wahrklingende Lüge vorgezeigt bekommt, wer ohnehin innerlich eher bereit ist, aus seiner Furcht heraus sein Leben schützen und verteidigen zu wollen, der ist empfänglich für so logisch hallende Hetze.</p>
<p>Und wer weiß, welche egoistischen Vorteile sich ergeben werden? Welchen Profit man haben wird? Die müssen es doch wissen, die Politiker, die sagen, dass der oder diese Minderheit – weil sie anders ist – Schuld hat. Wie einfach ist es zu glauben.</p>
<p>Wer nicht weiß, nicht hinschauen und annehmen kann, wie bunt das Leben ist, der ist gefährdet und empfänglich.</p>
<p>Wenn aber – und wer weiß schon, wie nahe diese Zeiten sind – demokratische Regierungen in den mächtigsten Nationen abgeschafft sind, der Wahnsinn der Diktatoren die Welt beherrscht und Kriege und der Klimawandel das Weltgeschehen bestimmen, was dann?</p>
<p>Dann herrscht die Willkür, jedes kleine Wort kann den Tod bedeuten. Dann kann man, wenn überhaupt noch, in der totalen Selbstaufgabe überleben. Und so ist es dann wieder so weit, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat es gezeigt: Es wird sehr viel unschuldiges Blut vergossen. Ob Mehr- oder Minderheit, ist dann vollkommen irrelevant.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Und wir wissen es. Wir wissen, was wir tun.</h3>
<p>Deswegen ist es mein Wunsch für 2026: Öffnen wir die Augen. Schauen wir hin, blicken wir hinter die Kulissen. Lassen wir uns nicht von unserem eigenen Unvermögen und den Verführbarkeiten der kapitalistischen Diktatorenmacht unser Sein, unser aller „Recht zu leben“, nehmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Rufen wir lautstark zum Frieden auf. Und lieben wir. Uns selbst. Und jeden anderen. Egal welcher Minderheit, geschlechtlicher Orientierung, egal auch der Hautfarbe, kulturellen Heimat und religiösen Glauben oder was wir sonst meinen, als Verschiedenheiten zu haben. Kein Mensch wird böse geboren. Jede, jeder ist geprägt von ihrem/seinem Leben. Jeder, jede, ohne Ausnahme, darf geliebt werden.</p>
<p>Denn wen und was ich liebe, werde ich nicht mutwillig zerstören.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und der Extreme, der Scharfmacher? Der Diktator? All das sind keine Dummköpfe. Sie wissen ganz genau, was sie wollen. Warum auch immer, sie sind oftmals gefangen in ihrem Gedankengebilde. Und sie wissen bestimmt, was sie tun: uns verführen. Auch um Mehrheiten zu gewinnen, mit allen Mitteln, um Verhältnisse zu schaffen, in denen es dann keine Mehrheiten mehr benötigt.</p>
<p>Jedes Gespräch, jeder Gedanke, jede Tat ohne Gewalt ist ein Schritt in die Freiheit für das „Recht zu leben“. Wenn wir das durchschauen, haben wir sicher schon einen wichtigen Schritt der Abwehr gemacht, unsere kooperative Freiheitlichkeit nicht zu verlieren. Wir werden nicht jeden Verbrecher erreichen, leider ist es bei vielen einfach zu spät. Das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.</p>
<p>Das ist mein Wunsch für das neue Jahr 2026, mehr noch meine Hoffnung. Wenn es nicht schon zu spät ist. Aber es ist nie zu spät…</p>
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		<item>
		<title>Rechtsstaat ade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Mar 2025 16:22:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Problem und Lösung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="851" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-1280x851.jpg" class="wp-image-14397 avia-img-lazy-loading-not-14397 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Rechtsstaat ade" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-1280x851.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-800x532.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-400x266.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-768x511.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-1536x1022.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-647x430.jpg 647w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-947x630.jpg 947w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-705x469.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Rechtsstaat ade 7"></div>Ein Rechtsstaat ist ein sehr zerbrechliches Geflecht, auf dessen Fortbestand wir uns kaum verlassen können. Die Gefährdungen sind vielfältig. Was wollen wir Menschen im Rechtsstaat schützen? Und wer hat welche Interessen? Die Unantastbarkeit der …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="851" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-1280x851.jpg" class="wp-image-14397 avia-img-lazy-loading-not-14397 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Rechtsstaat ade" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-1280x851.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-800x532.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-400x266.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-768x511.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-1536x1022.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-647x430.jpg 647w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-947x630.jpg 947w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-705x469.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON_D70_38778_2004_07_18.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Rechtsstaat ade 8"></div><p class="opener">Ein Rechtsstaat ist ein sehr zerbrechliches Geflecht, auf dessen Fortbestand wir uns kaum verlassen können. Die Gefährdungen sind vielfältig. Was wollen wir Menschen im Rechtsstaat schützen? Und wer hat welche Interessen?</p>
<p>Die Unantastbarkeit der Menschenwürde ist nach unserem Grundgesetz das oberste Gebot. Meiner Ansicht nach ist das einer der wesentlichsten Grundsätze der Menschheit. Das gilt aber leider nicht überall uneingeschränkt, zum Beispiel in unserer Ausländerpolitik. Unverzichtbar ist es darum meiner Meinung nach, die wichtigsten Gesetze, insbesondere im Hinblick auf unsere Verfassung, regelmäßig einer Überprüfung zu unterziehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Die Bedrohung des Rechtsstaat</h3>
<p>Die Gefährdung des Rechtsstaates zeigt sich von vielen Seiten. Von innen wie von außen.</p>
<p>Auch in einer stabilen Demokratie finden sich so manche Gesetze aus der Vergangenheit, die nicht mehr zeitgemäß sind. Im Wandel der Zeit werden Recht und Gesetz nur verzögert angepasst. Werden etwa die technologischen Entwicklungen ausreichend berücksichtigt?</p>
<p>So gab es gerade auch in Deutschland Edikte, wie den § 175 Strafgesetzbuch, der sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte und die Verfolgung Homosexueller ermöglichte. Zwischenzeitlich rigoros verschärft durch die Nationalisten, wurde der 175er erst nach der Wiedervereinigung 1994 endgültig gestrichen. Über Jahrzehnte wurden, nicht selten mit unnachgiebiger Brutalität, homosexuelle Männer in der Bundesrepublik Deutschland verfolgt.</p>
<p>Mit dem Ende des Dritten Reichs war die Zeit, das Denken, das grässliche Handeln nicht plötzlich aus den Köpfen der Deutschen ausgewischt. Vermutlich trug dies deutlich zur Stimmung gegen gleichgeschlechtliche Liebe bei. Menschen, die selbstbestimmt ihr Leben leben wollten, ohne eine andere Person dabei zu etwas zu zwingen, die einfach nur anders als die Mehrheit waren, wurden stigmatisiert, gejagt und bestraft. Und das oftmals in einer Engstirnigkeit, die erschreckend ist und umso klarer zeigt, wie aufmerksam wir sein müssen, uns gegen jede Einseitigkeit zu stellen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Offen im Denken zu bleiben, in alle Richtungen, ist immer notwendig. Denn eine einseitige Politik der Eigeninteressen und Lügen, ist für einen Rechtsstaat eine gigantische Gefahr.</p>
<p>Erdoğan in der Türkei lässt politische Gegner aus Angst verhaften, wie Ekrem İmamoğlu, Bürgermeister von Istanbul. Trump liefert sich einen Machtkampf mit der richterlichen Gewalt des eigenen Landes. Das sind nur zwei von so vielen Signalen, die wir Menschen unbedingt ernst nehmen sollten.</p>
<p>Menschen, die den Rechtsstaat tragen, die in der Justiz, in der Wissenschaft und in vielen anderen Bereichen arbeiten, zu bedrohen oder aus ihren Positionen zu vertreiben, unterhöhlt das Rechtswesen fundamental.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber unser aller Denken macht das möglich. Blind und anscheinend ohne etwas aus der Geschichte gelernt zu haben, ermöglichen wir Völkern die Herrschaftsgewalt von Personen, wie exemplarisch Trump und Erdoğan. Insbesondere, weil wir sie gewählt haben und weil es kaum Gesetze gibt, die ihre demokratische Wahl und die Ausübung eines politischen Amtes durch Verbrecher verhindern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und weil wir leichtgläubig sind. Es ist allzu einfach, Lügen jeglicher Art Glauben zu schenken. Sei es, weswegen ein politischer Gegner in Untersuchungshaft gesteckt wird, dass eine Regierung wegmuss, dass blühender Wohlstand versprochen wird oder auch „nur“, dass Homosexualität als eine Krankheit zensiert wird. Wir machen uns die Wahrheit, wie es uns gefällt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es glüht doch so grell: Kann die Männerwelt mit etwas einen Vorteil erlangen, ist es im Handumdrehen legalisiert. Wie die Prostitution. Es ist rechtens, wenn ein Freier die Dienstleistungen einer „Sexarbeiterin“ annimmt, sie seine Bedürfnisse befriedigt. Dabei werden sich die allerwenigsten Frauen freien Willens hingeben. Gezwungen von Gewalt durch Zuhälter oder von Schleppern, werden sie und ihre finanzielle Not und Abhängigkeiten schamlos ausgenutzt. Und auch wenn ein „Freudenmädchen“ ihre eigene Chefin geworden ist, so war bis dahin ihr Weg im seltensten Fall freiwillig. Diese Frauen sind eben nicht selbst schuld. Aber wenn ein Unrecht passiert, werden sie als Erste bestraft.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Opfer zu Tätern machen, darin sind wir gerade auch in Deutschland besonders stark. Insbesondere wenn der Staat einseitig von männlichen Gedanken bestimmt wird. Das ist, trotz der Emanzipation der Frauen, tief im kollektiven Bewusstsein der Gesellschaft eingebrannt. Die Vergangenheit ist geprägt davon, dass die Gesetze regelten, dass Männer über Frauen bestimmen. Frauen galten im Allgemeinen als ein Anhängsel des Mannes, um Nachkommen zu gebären. Und natürlich zur Befriedigung der männlichen Lust. Das zeigt, wie abhängig unser Rechtsstaat vom Zeitgeschmack ist.</p>
<p>Bis die zunehmende Gleichstellung zwischen Frau und Mann und die Diversität der Geschlechtsidentitäten die Rechtsprechung erreicht, muss es tiefer in die Köpfe der Mehrheit der Menschen gelangen.</p>
<p>Das Gros der Männer wird aber kaum die Möglichkeit der Vorherrschaft aufgeben. Wer sägt schon gerne an den Beinen des Throns, auf dem er sich so bequem niedergelassen hat?</p>
<p>Legalisierung und Illegalisierung bergen unter Umständen weitere Gefährdungen des Rechtsstaates.</p>
<p>Drogen nicht zu legalisieren und jeden, der zu viel Stoff besitzt, als potenziellen Rauschgifthändler zu kriminalisieren, präsentiert sich passend, in den Augen vieler. Es soll doch um den Schutz der Jugend gehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ja. Darum muss es gehen. Aber eben ohne Drogenopfer zu Tätern zu machen. Sondern viel mehr durch die Aufklärung der Gesellschaft. Mit der Hinterfragung von Vorurteilen und mit Prävention. Aber das hieße, sich mit der Macht der Drogenkartelle anzulegen. Die gerade damit, dass Suchtgifte illegal sind, ihre allerbesten Deals machen. Je mehr, umso kolossaler die Sucht der Menschen.</p>
<p>Anzugehen, Rauschmittel zu legalisieren, ohne die Folgen zu verharmlosen, würde die Geschäftsgrundlage des Drogenhandels vermasseln.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin bestimmt kein Befürworter von bewusstseinsverändernden Drogen. Aber wir, gerade in einem Rechtsstaat, müssen unterscheiden, warum wir meinen, was legal ist und was nicht, und wen wir damit schützen und was wir wirklich erreichen wollen. Oder was vielleicht nur als Vorwand dafür dient, um ganz andere Ziele durchzusetzen.</p>
<p>Die gefährlichste Volksdroge, wie Alkohol, können wir auch nicht einfach verbieten. Als dies in Amerika ab 1920 mit der Prohibition versucht wurde, hat sich daraus erst die Alkoholindustrie entwickelt. Die, mit dem Bedürfnis nach Freiheit, gerade den Spirituosen ihre Akzeptanz brachte. Die Alkoholindustrie hat mittlerweile eine derart starke Lobby und eine Wirtschaftsmacht, die sie mit allen Mitteln verteidigt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Allgemein anerkannt ist der Konsens: Feiern mit Alkohol, eine Flasche Wein als Genuss oder das Feierabendbier werden problemlos akzeptiert. Dabei wird perfekt ausgeklammert, dass das Zellgift Alkohol die Gesundheit am stärksten schädigt. Der Trinker dagegen gilt als schwach. Er ist unfähig, sein Leben im Griff zu haben.</p>
<p>Aber, das ist eben nicht so, nur weil die Mehrheit so denkt. Alkoholiker sind eben nicht alleine schuldig. Eher die Gesellschaft und tiefe Vorurteile. Und die Unternehmen, die mit Alkoholika ihre Umsätze machen. Und dabei jede Möglichkeit der Gewinnmaximierung nutzen,<span class="Apple-converted-space"> Gesetze, die das fördern.</span></p>
<h3>Wie schützen wir unseren Rechtsstaat?</h3>
<p>Zu wenig, glaube ich.</p>
<p>Staatsanwälte und Gerichte veranlassen Hausdurchsuchungen, die den Rechtsgrundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzen und somit eine mögliche Strafe vorwegnehmen oder gar noch übertreffen. Jede Politikerin, jeder Politiker, die/der das unterstützt, sägt an den Fundamenten der Rechtsstaatlichkeit. Eine Rehabilitation, oftmals erst Jahrzehnte später, bringt da kaum noch etwas Gerechtigkeitsgefühl.</p>
<p>Richter sind an Gesetze gebunden. Egal ob diese Gesetze eine Grundlage haben, die das Wohl aller Menschen gleichermaßen bewahrt, oder „nur“ die Interessen einzelner Gruppen. Gleichwohl: Wenn Gesetze nur einem bestimmten Klüngel zugutekommen, dann müssen wir diese speziell auf den Prüfstand stellen.</p>
<p>Spezifische Gruppen bedürfen besonderen Schutzes, unter anderem Kinder und Jugendliche. Aber auch hier heißt es, stets genau zu prüfen: Schützen wir diese Gruppe oder geben wir das nur vor, weil wir es doch eigentlich besser wissen könnten? Galoppieren wir mit unseren Vorschriften nicht über das Ziel hinaus?</p>
<p>Wir Menschen müssen gegen Vorurteile kämpfen, gegen jede Unwahrheit und Ungleichheit. Und besonders auch „Vorteile“ aufgeben, um einer gerechten Welt etwas näherzukommen. Das <a href="https://kuhrau.de/recht-zu-leben/">Recht zu leben</a> sollte meiner Meinung nach die Grundlage eines Rechtsstaates sein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das Rechtssystem muss unbedingt noch umfassender aufgefasst werden. Die Natur und Tierwelt, die Umwelt, benötigen genauso ihre Stimmen, die ihre Rechte vertreten. Verantwortung und Gleichberechtigung gehen sehr viel weiter, als zwischen Mann und Frau.<span class="Apple-converted-space"> Rassismus ist nicht nur zwischen Menschengruppen existent.</span></p>
<p>Die Rechtsprechung darf nur die Taten verurteilen. Die Bestrafung kann nur eine Veränderung im Täterdenken bewirken, wenn diese mit maximaler Unvoreingenommenheit den gesamten Menschen berücksichtigt. Ein Opfer muss hierbei stets mit allem Respekt behandelt werden und darf sich zu keinem Zeitpunkt ungesehen fühlen.</p>
<p>Wir benötigen ein unabhängiges, globales und verbindliches Rechtssystem, das in der Lage ist, möglichst viele Aspekte und Seiten zu prüfen, um dann zu berücksichtigen und abzuwägen, was Recht der breiten Allgemeinheit ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir benötigen die bedingungslose Unabhängigkeit der Anwälte, die insbesondere nicht von politischem Interesse getrieben handeln.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dabei sind die Autonomie des Rechtssystems und die Gewaltenteilung zwischen Legislative, der gesetzgebenden Gewalt, Judikative, der rechtsprechenden Gewalt, und Exekutive, der vollziehenden Gewalt, von entscheidender Bedeutung. Kräfte müssen einander kontrollieren und die staatliche Macht begrenzen.</p>
<p>Gerät dieses System der Gewaltenteilung in Gefahr, wie besonders besorgniserregend aktuell in den USA, sind der Anarchie der Ungerechtigkeit, des Machtmissbrauchs, ohne Rücksicht auf Verluste, keinerlei Grenzen mehr gesetzt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wollen wir das?</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="https://youtu.be/5fMHXHaqsFo?si=KHwkXZoY20Pxbl2G" target="_blank" rel="noopener">Der „Schwulenparagraf“</a></p>
<p><a href="https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-trump-justiz-widerstand-100.html" target="_blank" rel="noopener">Trumps Machtkampf mit der Justiz</a></p>
<p><a href="https://www.tagesschau.de/kommentar/tuerkei-imamoglu-festnahme-102.html" target="_blank" rel="noopener">Erdoğan hat Angst.</a></p>
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		<title>Politiker denken eigentlich nur an sich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 18:11:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Problem und Lösung]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-1280x960.jpeg" class="wp-image-12846 avia-img-lazy-loading-not-12846 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Politiker" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-1280x960.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-800x600.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-400x300.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-768x576.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-1536x1152.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-573x430.jpeg 573w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-840x630.jpeg 840w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-705x529.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949-58x44.jpeg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/11/IMG_0949.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Politiker denken eigentlich nur an sich 10"></div><p style="text-align: left;" class="opener">Politiker denken eigentlich nur an sich, Sachthemen sind ihnen mehr oder weniger egal – ist eine These von Professor Dr. Christian Rieck. Schaue ich mir die aktuelle politische Situation an, kann ich dieser Theorie einiges abgewinnen. Und gleichzeitig ist es das Dilemma, in dem sich unsere Gesellschaft befindet.</p>
<p>So haben Politiker der FDP seit Wochen darauf hingearbeitet, dass die Ampelkoalition platzt. Der Kanzler versucht sich in Wahlkampfstimmung zu profilieren und telefoniert mit Putin, ohne Zustimmung der ukrainischen Regierung. Friedensverhandlungen ohne die Ukraine zu planen, so ist es unmöglich. Ohne dass sich die Beteiligten beteiligen. Der „Grünen“-Politiker Habeck inszeniert sich als volksnaher Krisenmanager und Bundeskanzlerkandidat. Andere Grüne möchten unbedingt an politischen Posten festhalten. Und Merz fühlt sich persönlich von Merkel gedemütigt, kann nicht vergessen und noch weniger verzeihen, dass Merkel als Bundeskanzlerin an Merz kein gutes Haar gelassen hat.</p>
<p>Und wie es scheint, ist Habeck nicht ausgelastet. So stellt er einen Strafantrag gegen einen Rentner. Und zwar wegen eines Beitrags in den sozialen Medien, in dem Habeck als „Schwachkopf“ im Stil der Werbung von „Schwarzkopf Professional“ bezeichnet wird. Habeck wird kaum persönlich am Küchentisch sitzen und das Internet nach Beleidigungen seiner Persönlichkeit durchforsten, sondern das übernimmt eine<span class="Apple-converted-space">  </span>beauftragte Kanzlei mithilfe der KI.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Persönliche Beleidigungen sind nie nett und akzeptabel, aber aus diesem Grund eine Hausdurchsuchung, sozusagen als vorweggenommene Strafe<span class="Apple-converted-space">,</span> ist immer ein Eingriff in die Grundrechte von Betroffenen, insbesondere in das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung. Hier gilt es also, die Verhältnismäßigkeit zu wahren. So zu handeln, oder handeln zu lassen, ist ein Angriff auf die Grundfesten unserer Demokratie.</p>
<p>Mir bereitet das Sorgen, denn auch wir in Deutschland haben in unserer Geschichte erlebt, wie aus einem Rechtsstaat ein Unrechtsstaat geworden ist. Unsere Politiker sollten sehr überlegen, dass sie, nur weil sie sich persönlich beleidigt fühlen, nicht doch lieber die Kirche im Dorf lassen und nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.</p>
<p>Denn der Sache, den politischen Themen, ist Habecks Reaktion in keiner Weise dienlich. Dagegen schlachten es seine politischen Gegner weidlich aus. Und wer weiß: Vielleicht denken sie eines Tages, was die „Grünen“ konnten, das können wir „besser“, um gegen unliebsame Meinungen antidemokratisch vorzugehen und das noch mit weit mehr Ungerechtigkeit und Aggressivität.</p>
<h3>Wofür stehen die Parteien überhaupt?</h3>
<p>Stehen die Grünen wirklich noch für Frieden und eine ökologische Politik? Was machen sie gegen das in der Bevölkerung so weitverbreitete Klima-Koma? Vertritt die SPD noch sozialdemokratische Ziele der Arbeiter und Arbeitnehmer? Hat die FDP neben der Politik für die Wirtschaft noch sichtbare politisch liberale Inhalte? Und wofür als für eher rechts von der Mitte steht überhaupt noch die CDU? Dafür gründet die ehemals linke Wagenknecht eine Partei mit ihrem Namen im Namen. Noch deutlicher, einfach nur sich selbst in Szene zu setzen, geht es kaum. Und nicht mal wenige lassen sich davon beeindrucken. Wen soll ich da noch wählen?</p>
<p>Wo sind die politischen Inhalte geblieben, die über den persönlichen Allüren der politisch wirkenden Menschen stehen? Wo ist die klare Haltung? Und essenziell: Wo findet eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Fehlern der Politik der letzten Jahre statt?</p>
<h3>Warum sagen uns die Politiker nicht die Wahrheit?</h3>
<p>Zumal die politische Krise von den Politikern entfacht wird, die uns regieren. Weil sie sich selbst verwirklichen, anstatt für die Menschen unseres Landes politisch und verantwortungsvoll zu regieren.</p>
<p>Keiner steht wirklich ein für die Sache. Für die Probleme unserer Zukunft. Die Infrastruktur im Land wurde kaputtgespart. Die Bildung im Schulsystem hat kaum einen Stellenwert. Qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Die wirtschaftliche Kraft schwindet und Unternehmen wandern vermehrt ab. Das soziale System krankt mehr und mehr.</p>
<p>Zu allem Übel bedrohen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten auch unsere Sicherheit. Denn was werden die Folgen sein, der Preis? Vermehrte Angriffe auf die Ukraine durch Russland bringen unser Nachbarland Polen in höchste Alarmbereitschaft.</p>
<p>Und die klimatischen Verhältnisse, die sich massiv verändern, sind in den Köpfen der meisten Menschen kaum angekommen oder werden nicht nur von populistischen Parteien verleugnet. Nach dem Motto: Es gibt keinen Klimawandel, früher gab es das auch schon.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dabei sind die Folgen der fehlerhaften Politik, gerade in Bezug auf den Klimawandel, schon absehbar: Nie gekannte Flüchtlingsströme werden aus den unbewohnbar gewordenen Erdteilen auch Europa erreichen. Keine wirtschaftliche Kraft wird in der Lage sein, diese Landstriche zu retten. Extreme Wetterlagen werden weiter vermehrt überall auf der Erde die Lebensgrundlage der Menschheit mehr als nur bedrohen.</p>
<h3>Die Wahrheit macht Angst</h3>
<p>Das ist die Wahrheit. Aber kein Politiker sagt uns Menschen das. Diese Wahrheit macht Angst. Da ist es weit einfacher, die Augen davor zu verschließen und weiterzumachen wie bisher. Denn jeder von ihnen, von uns, denkt nur an sich, seine Person. Hauptsache, man hat sein Schäfchen ins Trockene gebracht.</p>
<p>Ich bin so froh, dass mir das Profilierungsgen fehlt: das Gen, sich selbst zu sehr in den Fokus zu nehmen. Ich muss mich nicht in den Vordergrund schieben, wie auch immer.</p>
<p>Keiner sagt uns, dass es so nicht weitergehen kann. Kaum einer erklärt uns, dass wir auch verzichten müssen. Dass etwa die Mär des wirtschaftlichen Wachstums ein Ende hat.</p>
<p>Nun, das würde bedeuten, dass gerade auch Politiker verantwortlich handeln müssten, und das nicht alleine in Hinblick auf die eigene Person. Obendrein, dass diese Verantwortung mehr bedeutet, als von unserem Wirtschaftssystem abhängig zu sein.</p>
<p>Die Erkenntnis fehlt, dass wir Menschen global handeln müssen, gemeinsam für alle, im Spagat mit einer gewissen Unabhängigkeit, weil es mehr als nur einen Weg, einen Partner, eine Verbindung, gibt und Risiken so gemindert werden.</p>
<p>All das ist sehr komplex in seinen Zusammenhängen. Ergo ist es weit einfacher, nur an sich zu denken. Und Feindbilder zu schaffen. Da ist es leichter, sich als Alternative zu präsentieren oder zu provozieren. Zu meinen, wir können es besser, die Regierung ist schuld, die Regierung muss weg. Alles mit der Gefahr, der undurchschaubaren, versteckten Interessen, wie der, den Nationalisten, außerhalb einer demokratisch legitimierten Gesellschaft, den Weg zu ebnen. Denn keine Verfassung ist unveränderlich.</p>
<p>Im Namen der Freiheit für alle geht es am Anfang vom Ende um die Freiheit einer Elite, der Macht des Geldes, die in ihrer Herrschaft über das Leben anderer Menschen verfügt.</p>
<p>Es geht einfach und alleine um persönliche Macht. Dieser wird das Leben aller Menschen untergeordnet. Das ist das vorherrschende Denken, und wie es scheint, fast egal in welcher Partei.</p>
<h3>Angst</h3>
<p>Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Hier zeigen sich die Fehler der Politik der letzten Jahrzehnte. Und keiner traut sich, das so auszusprechen. Aus Angst.</p>
<p>Alldieweil: Es ist ohnehin weit einfacher, den Überbringer der wahren, oft auch schlechten Nachrichten zu bedrohen, als ihm zuzuhören.</p>
<p>Dabei würden wohl nicht nur bei mir ehrliche politische Menschen weit besser ankommen, die authentisch sind, denen ich glauben kann, genau deswegen, weil sie eben nicht vollkommen sind und alles wissen. Die sagen: Ja, wir in der Regierung verzichten genauso. Wir senken unsere Bezüge in der Regierung. Wir senken unsere Pensionen und Einkommen. Und wir überprüfen das finanzielle Ungleichgewicht zwischen Beamten und Angestellten. Wir erheben Steuern in Abhängigkeit vom Einkommen. Wir belasten die vermögenden Menschen mehr. Und wir unterstützen die Armen, die am Rand der Gesellschaft stehen, genauso wie den Mittelstand.</p>
<p>Aber was das kostet! Und dann kommen die, die sagen, dass Arbeitsplätze verloren gehen werden, dass die Unternehmen weit mehr abwandern werden. Bestimmt wird das passieren, weil bei weitem nicht alle Länder der Welt genauso handeln werden und Steueroasen von der Quantität profitieren.</p>
<p>Aber sollen wir deswegen es nicht endlich anders machen und neue Werte in der Gesellschaft finden und leben?</p>
<p>Also könnten wir uns weltweit für eine gerechte Verteilung der Einkommen einsetzen. Wir könnten zeigen, dass wir als Land andere Werte haben als finanziellen Reichtum. Dass es uns wahrhaftig um die ökologische Zukunft und Nachhaltigkeit geht, um Verantwortung. Und dass es das eben nicht umsonst gibt. Dass sich alle, wirklich alle, nach ihrem Einkommen daran beteiligen. Und mit ihrem Engagement.</p>
<p>Und die, die da nicht mitmachen? Die werden sich durch uns als Influencer, unser Beispiel, unser Vorbild für ein gemeinsames Füreinander vielleicht beginnen, sich anstecken zu lassen. Weil die Menschen in einer gerechter werdenden Gesellschaft einfach glücklicher sind.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Link: <a href="https://www.youtube.com/c/ProfRieck" target="_blank" rel="noopener">https://www.youtube.com/c/ProfRieck</a></p>
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		<title>Schleier des Nichtwissens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2024 11:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Problem und Lösung]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-1280x960.jpg" class="wp-image-11999 avia-img-lazy-loading-not-11999 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Kater Socke" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-1280x960.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-1536x1152.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-573x430.jpg 573w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-840x630.jpg 840w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-705x529.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311-58x44.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2024/05/iPhone-14-Plus_20240509_092311.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Schleier des Nichtwissens 12"></div><p class="opener">Der Schleier des Nichtwissens ist ein wesentlicher Bestandteil der Theorie des US-amerikanischen Philosophen John Rawls (1921–2002) zum großen Thema Gerechtigkeit. Das Nichtwissen stellt sicher, dass wir Menschen unvoreingenommen und vollkommen gleich sind und deswegen keine gegeneinander gerichteten Interessen haben. Daher können auch Fähigkeiten beliebiger Art, Eigenschaften, Vorstellungen, Besitz und Prinzipien unsere subjektiven Entscheidungen nicht verfälschen.</p>
<p>Die Vorstellung, dass es im Nichtwissen ein Mehr an Gerechtigkeit in einer Gesellschaft geben kann, wirft einen möglichen Weg auf, wie wir eine Gesellschaftsform entwickeln könnten, die auf jeden Fall gerechter, und so auch besser, für alle sein könnte.</p>
<p>Wenn man zunächst auf diese Theorie gekommen ist, dann ist alles ganz einfach. Und doch so schwer, denn wir leben eben nicht, in unserer Verschiedenheit, ohne Einfluss und Nichtwissen. Wir haben keinen Zaubertrank, der uns alles vergessen lässt. Und wie soll man im Nichtwissen überhaupt eine Entscheidung treffen, ob nun gerecht oder auch nicht?</p>
<p>Aber es heißt doch im Schleier des Nichtwissens. Es bedeutet, dass wir nur subjektiv unbeeinflusst theoretisch auf dem Weg der Gerechtigkeit gehen können. Und dass wir so Kriterien an der Hand haben, die es uns ermöglichen, zu entscheiden, was gerecht ist, und was nicht.</p>
<p>Ohne diesen Schleier des Nichtwissens besteht immer die Gefahr, dass ich als egoistischer Mensch das als gerecht empfinde, was mir einen Vorteil bringt, und als ungerecht, wenn ich Nachteile dadurch habe. Zum Beispiel, wenn es um das Thema „Grundeinkommen für alle“ geht: Muss ich als Gutverdiener, mit Erfolg, Lust und Spaß an meiner Arbeit, mehr Steuern deswegen zahlen, finde ich das wohl möglich ungerecht, weil andere „auf meine Kosten“ leben. Wenn ich aber in meiner Unwissenheit gar nicht weiß, ob ich zu denen gehören werde, die mehr oder weniger Abgaben aufbringen würden, bin ich natürlich für das „Bedingungslose Grundeinkommen“. Denn es sichert auf jeden Fall meine Existenz, egoistisch, wie der Mensch nun mal denkt.</p>
<p>Diese Sichtweise lässt sich auf alle Aspekte und Fragen des Lebens anwenden. Wenn ich nichts weiß und habe, unter dem Schleier des Nichtwissens, dann strebe ich das maximale Minimum an.</p>
<p>Das bedeutet, Fähigkeiten des Menschen, sich in andere hineinzuversetzen, emphatisch zu sein, sind wichtige Voraussetzungen, um etwas gerechter zu denken.</p>
<p>Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst, Reiche werden immer wohlhabender und Arme immer mehr und ärmer. Der „Mittelstand“ stirbt aus. Das ist ungerecht in vielen Augen derer, die den unvorstellbaren Reichtum der wenigen sehen. Diese Ungerechtigkeit bewirkt sozialen Unfrieden und damit aber auch eine Chance für die „Oben“, dass die ohnehin schon wenigen Reichen noch reicher werden. Die allermeisten Reichen wollen keine Gerechtigkeit, denn dann müssten sie bestimmt etwas abgeben und teilen! Dann hätten sie weniger.</p>
<p>Wenn ein Wert einer Gesellschaft aber „Gerechtigkeit“ wäre, so ist nur der wirklich gerecht, der andere an seinem Wohlstand, seinem Erfolg teilhaben lässt. Das ist sozusagen eine Grundvoraussetzung für Gerechtigkeit. Nur wenn ich teilen kann, wenn das die Basis in einer Gesellschaft ist, das Teilen und Abgeben können, an die, die weniger haben, können sich alle Mitglieder dieser Gesellschaft als gerecht behandelt empfinden.</p>
<p>Gerechtigkeit würde heißen: Keiner ist gleich wie der andere. Aber allen steht das Gleiche zu. Wer viel hat, der darf es haben, wenn er Teile dieses Mehr an andere und für andere, beisteuern kann und einsetzt.</p>
<p>Eine weitere wesentliche Voraussetzung für Gerechtigkeit ist, dass alle akzeptieren, dass persönliche Freiheit dort endet, wo mein Handeln die Freiheit eines anderen einschränken würde.</p>
<p>Der Weg in eine bessere Welt – für alle – ist also ganz einfach: „Da stelle ma uns mal janz dumm.“</p>
<p>Link: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HWoJUo0o89I" target="_blank" rel="noopener">Dr. Walther Ziegler: Rawls in 60 Minuten</a></p>
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