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	<title>Klimakatastrophe &#8211; kuhrau.de</title>
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	<title>Klimakatastrophe &#8211; kuhrau.de</title>
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		<title>Wir leben in einer Welt voller Narren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 14:23:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="1000" height="750" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1.jpg" class="wp-image-17995 avia-img-lazy-loading-not-17995 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Unser grauer Kater Socke liegt zwischen Kissen unter einer grünen Decke auf dem Sofa und blickt ruhig nach vorn." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1-705x529.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Wir leben in einer Welt voller Narren 1"></div>Unsere Welt ist eine Welt voller Narren. Wir sind die Narren. Aber wenn es nur das wäre, wäre es vielleicht noch lustig. Bloß ist es schlimmer. Es wird immer mehr zu einer Welt voller Verrückter – eine Welt voller Närrinnen wäre bestimmt weniger verrückt. Und die Verrückten sind nicht auch nur in Anführungszeichen verrückt, sondern was sie tun, ist sehr, sehr bedrohlich. Es fängt doch bei so vielen von uns an. Ein Bekannter besitzt ein Feriendomizil auf Mallorca. Und selbst engste Familienmitglieder sollen 100 € für eine Nacht hinlegen. Von nichts kommt nichts. Und es hört bei den weltweit mächtigsten Menschen nicht auf. Ich mach’ dann mal Krieg. Sehr unüberlegt bricht ein großmächtiger Präsident einen Krieg vom Zaun gegen einen …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1000" height="750" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1.jpg" class="wp-image-17995 avia-img-lazy-loading-not-17995 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Unser grauer Kater Socke liegt zwischen Kissen unter einer grünen Decke auf dem Sofa und blickt ruhig nach vorn." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/07/Foto-20260508-1-705x529.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Wir leben in einer Welt voller Narren 2"></div><p class="opener">Unsere Welt ist eine Welt voller Narren. Wir sind die Narren. Aber wenn es nur das wäre, wäre es vielleicht noch lustig. Bloß ist es schlimmer. Es wird immer mehr zu einer Welt voller Verrückter – eine Welt voller Närrinnen wäre bestimmt weniger verrückt. Und die Verrückten sind nicht auch nur in Anführungszeichen verrückt, sondern was sie tun, ist sehr, sehr bedrohlich.</p>
<p>Es fängt doch bei so vielen von uns an. Ein Bekannter besitzt ein Feriendomizil auf Mallorca. Und selbst engste Familienmitglieder sollen 100 € für eine Nacht hinlegen. Von nichts kommt nichts.</p>
<p>Und es hört bei den weltweit mächtigsten Menschen nicht auf. Ich mach’ dann mal Krieg. Sehr unüberlegt bricht ein großmächtiger Präsident einen Krieg vom Zaun gegen einen Staat, den er zum Feind erklärt hat, weil er an nuklearen Waffensystemen arbeiten könnte. Und um eine eventuelle Bedrohung im Keim zu ersticken. Und natürlich, und das ist der Hauptgrund, sich den Zugriff auf Rohstoffe zu sichern.</p>
<p>Dabei übersieht er, dass der Gegner mit seiner Möglichkeit, eine weltweit wichtige Handelsstraße zu blockieren, nicht zu unterwerfen ist. Sich wehren kann und sich wehren wird. Und angreifen wird. Die Preise für Rohstoffe, wie die Bomben im Land des Gegners, explodieren. Staaten, die nicht in den Gesang des Angriffskriegs einstimmen, werden gleichfalls, wenn auch zunächst „nur“ verbal, angegriffen. Wer nicht mitmacht, so verrückt es auch ist, wird zum Widersacher erklärt. Weniger dumm und weniger schwarz oder weiß geht nicht. In einer Welt voller Narren.</p>
<p>Dazu  die wenigen Überreichen. Die mit ihren Konzernen mehr als genug verdienen. Es sind eigentlich nur sehr wenige, aber sie haben, sie nehmen sich alle Möglichkeiten, die Welt zu beherrschen. Sie haben mehr als viele finanzielle Ressourcen, Milliarden oder sogar Billionen Dollar. Das ist nicht nur für den Verstand eines Narren unvorstellbar. Selbst der Drache Smaug, aus Tolkiens Fantasie vom Hobbit, hatte in seiner Höhle weniger Gold gehamstert. Smaug besaß den gesamten legendären Schatz des Berges Erebor. In Finanz-Rankings wurde sein Vermögen auf etwa 54 bis 73,2 Milliarden Dollar geschätzt.</p>
<p>Einher mit diesem Reichtum der super wenigen Superreichen geht aber eine im gleichen Maße abnehmende empathische Fähigkeit für andere: Menschen sind mehr als egal. Hinzu kommt, dass diese Empathielosigkeit zum Nonplusultra erhoben wird.</p>
<p>Das Erlangen der eigenen Unsterblichkeit scheint über allem zu stehen. Noch in tausenden Jahren soll der eigene Name genannt werden, verbunden mit den wunderbaren Erfindungen und Taten. Die Kraft der Überheblichkeit zusammen mit unermesslichen finanziellen Möglichkeiten ist die Quelle des Wahnsinns in der Welt der Narren.</p>
<p>Dabei wird jedes Mitgefühl untergeordnet, sogar eliminiert. Soll die Erde doch unbewohnbar werden für Lebewesen, für Tiere und Menschen. Das ist so unwichtig, Hauptsache, eine elitäre Elite überlebt in einer künstlichen Welt auf dem Mars oder sonstwo.</p>
<p>Die Überheblichkeit dieser Macht kennt keine Grenzen. Und auch die Entfernung von dem ursprünglichen, ureigenen Ursprung des Lebens, was biologisch im Laufe der Evolution entstanden ist, könnte kaum größer sein. Selbst die natürliche Vereinigung zwischen den Geschlechtern zur Zeugung wird unnötig. So überlässt der Übermensch das Leben nicht weiter der Natur,  der über Millionen Jahre entwickelten ökologischen Vielfalt. Sondern künstliche Geburt, Selektion nach Genen: Die Auswahl, was bestimmte „Wissenschaftler“ für überlebenswert und somit korrekt erachten und erklären, wird für die Politiker und Überreichen zum allumfassenden Kriterium in der Welt der Narren.</p>
<p>Die Überreichen, die Mächtigen, machen sich zum Gott. Erheben sich über alles andere, über alles Leben. Und nicht nur die Götter um Zeus, Hera und Orpheus wundern sich.</p>
<p>Das Schlimmste ist die verschobene Wahrnehmung: Die Mächtigen der Welt setzen sich über alles hinweg: abgehoben und unfähig, ohne die so vielen menschengemachten Probleme zu erkennen und ihr Vermögen für weit sinnvollere Dinge einzusetzen, als für die Besiedlung des Weltraums. Und auch, dass überhaupt nur ein Bruchteil der Lebewesen in den Genuss dieser künstlichen Galaxie kommen würde. Sie können sich alles kaufen, scheinen sie zu glauben, übertrieben viel Geld, und das Leben geht weiter, egal wo, egal wie und egal für wen, für wenige der Elite, nach uns die Sintflut.</p>
<p>Hinterlassen bleibt eine im wahrsten Sinne verbrannte Erde, eine Welt, die unbewohnbar geworden ist, in der ungebändigte Naturgewalten und extreme Klimaveränderungen die Zivilisation zerstören. Und die Welt der Narren in der Vergessenheit verschwinden lassen. Wo nichts mehr besteht, existiert auch keine Erinnerung.</p>
<p>Kein Narr bleibt und singt noch Lieder von der Liebe, der Schönheit des Lebens miteinander, dem Leid und der Freude … und  von den Überreichen auf dem Weg zum Mars &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>41 Grad erwartet, ein neuer Rekord der Hitzewelle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 10:58:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1000" height="750" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1.jpg" class="wp-image-17988 avia-img-lazy-loading-not-17988 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Unsere hellgraue Katze karo kauert im dichten Gartenlaub und blickt halb verborgen zwischen grünen Blättern und Zweigen im warmen Sonnenlicht hervor." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1-705x529.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="41 Grad erwartet, ein neuer Rekord der Hitzewelle 3"></div>Mehr als 41 Grad sind gar nicht gut, und von Rekorden zu sprechen, ist eine sehr  verschobene Sicht auf die Klimakatastrophe, in der wir Menschen uns befinden. Und die wir Menschen verursacht haben. Ein Rekord klingt so positiv, wieder einen Pokal in einem Wettbewerb gewonnen. Aber das ist absolut der falsche Blick auf das aktuelle Wetter und seine Folgen. Schönes Wetter ist das nicht, ganz und gar nicht. Und auch das Argument, dass es auch früher schon heiße Sommer gab, ist Augenwischerei. Früher gab es ab 25 Grad im Schatten in der Schule hitzefrei. Vielleicht wurden es auch mal 30 Grad und darüber. Das sind mehr als 10 Grad weniger als jetzt. Und zudem war das Wetter weit mehr lokal unterschiedlich …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1000" height="750" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1.jpg" class="wp-image-17988 avia-img-lazy-loading-not-17988 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Unsere hellgraue Katze karo kauert im dichten Gartenlaub und blickt halb verborgen zwischen grünen Blättern und Zweigen im warmen Sonnenlicht hervor." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/06/Foto-20260527-1-705x529.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="41 Grad erwartet, ein neuer Rekord der Hitzewelle 4"></div><p class="p2" class="opener">Mehr als 41 Grad sind gar nicht gut, und von Rekorden zu sprechen, ist eine sehr  verschobene Sicht auf die Klimakatastrophe, in der wir Menschen uns befinden. Und die wir Menschen verursacht haben. Ein Rekord klingt so positiv, wieder einen Pokal in einem Wettbewerb gewonnen. Aber das ist absolut der falsche Blick auf das aktuelle Wetter und seine Folgen. Schönes Wetter ist das nicht, ganz und gar nicht.</p>
<p class="p2">Und auch das Argument, dass es auch früher schon heiße Sommer gab, ist Augenwischerei. Früher gab es ab 25 Grad im Schatten in der Schule hitzefrei. Vielleicht wurden es auch mal 30 Grad und darüber. Das sind mehr als 10 Grad weniger als jetzt. Und zudem war das Wetter weit mehr lokal unterschiedlich und wechselhafter. Das ist komplett anders als die Hitzekatastrophe Ende Juni 2026.</p>
<p class="p2">Auf eine Hitzekatastrophe sind wir nicht vorbereitet. Solange wir es als Rekord deklarieren, verharmlosen wir es gewaltig. Denn ein Ende dieser klimatischen Veränderungen ist bei weitem nicht in Sicht. Im Gegenteil, es ist zu erwarten, dass es schlimmer und extremer wird, in allen Richtungen der klimatischen Phänomene und zunehmender Naturkatastrophen. Die Natur lässt sich nicht austrixen.</p>
<p class="p2">Und das wird Folgen haben. Energie wird teurer. Lebensmittel knapper und teurer. Das Gesundheitssystem wird kollabieren. Naturkatastrophen werden gewaltiger und sich häufen. Dass all das dem Überleben der Menschen und der Natur nicht gerade förderlich sein wird, sollte langsam aber sicher uns allen klar werden.</p>
<p class="p2">Aber das ist nicht das einzige Problem unserer Zeit. Kriege um Ressourcen hören nicht auf. Zudem wird die Angst geschürt, dass andere Staaten unsere Macht bedrohen, weil sie uns beispielsweise mit nuklearen Waffen angreifen könnten. Und uns überhaupt feindlich gesinnt sind, wir uns also unbedingt verteidigen müssen können.</p>
<p class="p2">Hinzukommt ein Versagen der Politik, die, wie es wirkt, nur noch eigene Interessen umsetzt, um den persönlichen Vorteil und Machterhalt. Und die immer mehr nach rechts rückt. Auch um für die katastrophalen Ergebnisse der Politik der letzten Jahrzehnte einen Sündenbock zu suchen und an die Wand zu stellen. Hauptsache, das Schäfchen ist im Trockenen und Großkonzerne können noch Gewinne scheffeln.</p>
<p class="p2">Denn wie auch die klimatischen Bedingungen immer extremer werden, so werden es auch die gesellschaftlichen Entwicklungen. Die wenigen Reichen vervielfachen ihren Reichtum, während die Armen immer mehr und ärmer werden.</p>
<p class="p2">Nicht erst seit Corona sind die Nachrichten jeden Morgen bedrohlicher als noch im letzten Jahrhundert. Vielleicht ist somit die Stimmung der Menschen vergleichbar wie vor dem 2. Weltkrieg, nach den Folgen der Weltwirtschaftskrise und Inflation. Und wie ein Schaf mit verbundenen Augen scheint die Menschheit verwirrt und kopflos. Wer weiß, sich die Katastrophe auszumalen, ist auch keine Lösung. Denn dann können wir gleich pessimistisch denken und aufgeben.</p>
<p class="p2">Was sich aber leider auch abzeichnet, ist, dass wir scheinbar immer weniger empathisch werden. Diese Entwicklung wird gerade von einigen Supersuperreichen und mächtigen Herrschern bevorzugt. Mit Empathie für andere Menschen und Lebewesen lässt sich das eigene Vermögen auch nicht vermehren. Das würde doch ein Bewusstsein für die Auswirkungen auf die Umwelt voraussetzen. Und einen Krieg zu führen, voller Mitgefühl mit dem anderen, ist ebenfalls undenkbar. Denn mit genügend finanziellen Mitteln hat der Vermögende keine Probleme, sein Umfeld so zu gestalten, dass es von den Folgen beispielsweise durch die Klimakatastrophe wenig merkt. Er kann sich einfach alles leisten. Was schert ihn da schon das Schicksal der breiten Masse!</p>
<p class="p2">Noch ein Blick auf die Ursachen dieser Misere: Ich denke, das größte Problem ist, dass wir Menschen a) den Überblick über die Folgen unseres Handelns verloren haben. Wie anders ist es zu erklären, dass Stuttgart 21, der Bau eines Bahnhofs, um weitere Milliarden teurer wird? Und das ist nur ein kleines Beispiel. Und b) dass wir verlernen, für unsere Taten wirklich Verantwortung zu übernehmen. Denn wie anders ist es zu erklären, dass uns aktuell Politiker regieren, die vor ein paar Jahren in der Coronazeit Millionen versenkt haben?</p>
<p class="p2">Gerade unsere Politiker übernehmen keine Verantwortung und sind damit ein schlechtes Vorbild, das in der Gesellschaft ein sehr ungutes und ungesundes Bild vermittelt. Da soll dann die Mehrheit nicht auf die Idee verfallen, in einer rechten Partei Besserung zu hoffen. Und sich wegen a) unzureichend über die Folgen einer rechten Diktatur klar werden.</p>
<p class="p2">Und so häufen sich die Probleme und wachsen uns über den Kopf. Trotzdem können wir, wenn wir uns die Ursachen und Schwierigkeiten ansehen, auch lernen, es besser zu machen.</p>
<p class="p2">Wir können endlich ernsthaft anfangen, die Ursachen der Klimakatastrophe anzugehen, und / um die weitere Umweltzerstörung zu stoppen. Der globale Stopp von Massentierhaltung und Abholzung wären nur zwei wesentliche Schritte.</p>
<p class="p2">Aber alles wird verpuffen, wenn wir nicht in unserer grundlegenden Haltung begreifen, wie wesentlich es ist, empathisch zu handeln und wirklich Verantwortung zu übernehmen, verantwortlich zu handeln.</p>
<p class="p2">Wir haben uns selbst als Menschen den gesamten Scheiß eingehandelt. Eine Kopf-in-den-Sand-Strategie ist ein Brandbeschleuniger der Katastrophe. Also, lasst es uns wenigstens versuchen, aus der Vergangenheit zu lernen. Lasst uns allen mit Liebe begegnen, voller Mitgefühl, um in einem solidarischen Gemeinsamen mögliche Wege zu suchen.</p>
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		<title>Keiner sagt Halt &#8211; Michael&#8217;s Gedanken zu Ostern 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 15:45:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1000" height="750" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1.jpg" class="wp-image-17818 avia-img-lazy-loading-not-17818 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Blaues Keramikvase mit grünem Zweigeschmuck, hängende rote Ostereier, Kerzenhalter und eine kleine Bunny-Figur im Hintergrund – Kuhrau.de" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-705x529.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Keiner sagt Halt - Michael&#039;s Gedanken zu Ostern 2026 5"></div>Ostern 2026, und die Welt wird immer verrückter. Krieg, Gewalt, Aggression zwischen Menschen, Ausbeutung und Gier, die wachsende Kluft zwischen wenigen Superreichen und vielen armen Menschen, sind nur einige Schlagwörter der Zeit. Und keiner  sagt …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1000" height="750" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1.jpg" class="wp-image-17818 avia-img-lazy-loading-not-17818 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Blaues Keramikvase mit grünem Zweigeschmuck, hängende rote Ostereier, Kerzenhalter und eine kleine Bunny-Figur im Hintergrund – Kuhrau.de" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/04/Foto-20260406-1-705x529.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Keiner sagt Halt - Michael&#039;s Gedanken zu Ostern 2026 6"></div><p class="opener">Ostern 2026, und die Welt wird immer verrückter. Krieg, Gewalt, Aggression zwischen Menschen, Ausbeutung und Gier, die wachsende Kluft zwischen wenigen Superreichen und vielen armen Menschen, sind nur einige Schlagwörter der Zeit. Und keiner<sup>1</sup>  sagt Halt.</p>
<p>Kein<sup>1</sup> Politiker begreift, dass es kein Weiter-so geben darf. Niemand<sup>1</sup> sagt Halt zu der geschürten Ausländerfeindlichkeit. Sondern tritt ein für die vielen Menschen ausländischer Herkunft, die bei und mit uns leben, die für uns die Arbeit machen, für uns arbeiten, und ohne die wir in unserem Wohlstand kaum zurechtkommen würden.</p>
<p>Die Umweltkatastrophe, die Kriege und andere Gründe sind Ursachen dafür, dass wir zukünftig immer mehr Menschen, Männer, Frauen und Kinder in unserem Land willkommen heißen werden müssen. Auf der Flucht, die Heimat verloren, auch weil wir seit Jahrhunderten unseren Wohlstand auf deren Kosten erlangen. Niemand<sup>1</sup> sagt, das war und ist ungerecht. Keiner<sup>1</sup> sagt: Wir schaffen das, wir geben euch ein Zuhause.</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> hinterfragt die Behauptung, dass Menschen mit Migrationshintergrund einen hohen Anteil an Gewalt ausüben, und beleuchtet eventuelle Gründe im wahren Licht. Keiner<sup>1</sup> sieht hinter diese Vorurteile und deckt die Unwahrheit auf, die in diesen Worten steht.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> prangert überhaupt die ungezählten Unwahrheiten an. Wie einfach ist es doch, die Presse als Lügenpresse abzustempeln, anstatt hinzuschauen, welcher Bock gerade wieder zum Gärtner gemacht wird. Nicht auf die Fakten, die Tatsachen zu sehen, sondern den Überbringer anzugreifen – das spricht Medienmacher nicht frei, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.</p>
<p>Und niemand<sup>1</sup> sagt Halt, wenn der Bundeskanzler die Verbrechen von deutschen Männern gegenüber Frauen relativiert und im gleichen Atemzug die Verbrechen von Ausländern und Ausländerinnen übertreibt. Keiner<sup>1</sup> hört auf die mutigen Frauen, die diese Lügen aufdecken.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt, wenn die CDU und unser Kanzler mehr und mehr nach rechts rücken. Mit dem Rücken an der Wand, getrieben von der AfD, so scheint es. Oder zeigt die Christlich Soziale Union ihr wahres Gesicht?</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> bemerkt, wie unsere Volksparteien alle samt ihre Wähler und Wählerinnen verlieren, ihr Klientel. Weder vertritt die FDP eine wirklich liberale Anschauung noch die CDU/CSU eine christliche. Arbeiter und Arbeiterinnen fühlen sich kaum mehr von der SPD vertreten und die Grünen verlieren mit ihren Themen die Alternative. Jeder<sup>1</sup>, so wirkt es, vertritt nur noch sich selbst und sein egoistisches Machtverständnis und will dabei der Beste, die Beste sein.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu geplanten Kürzungen im Sozial- und Gesundheitswesen. Denn keiner<sup>1</sup> der Politiker und deren Berater ist betroffen und kann wirklich nachvollziehen, wie es ist, unter dem Existenzlimit zu leben. Oder ist das alles gewollt? Denn wer in Angst lebt, ist ein leichtes Werkzeug der Macht. Wer nicht viel weiß oder wissen soll, ist einfacher zu manipulieren.</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> hört auf, sich von Lobbyisten beeinflussen zu lassen. Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu der Raserei auf deutschen Autobahnen. Es ist doch das deutsche Privileg, schnell zu fahren. Keiner<sup>1</sup> außer ein paar Grünen sieht das Einsparpotenzial bei einem Tempolimit. Und was soll das bitte wirklich mit Freiheit zu tun haben? Ich verstehe das nicht, denn Freiheit heißt, leben zu können, zu dürfen, ohne Angst haben zu müssen. Vor aggressiven Rasern habe ich aber Angst.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Stopp, dass wir weiter die Umwelt zerstören, denn auch ein Tempolimit könnte ein kleiner Schritt sein, etwas für die Umwelt und Natur zu tun.</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> widerspricht, wenn es aus Bayern heißt, weniger auf Wind- und Sonnenenergie zu setzen, und dafür Atomkraftwerke zu bauen, die uns ein Vielfaches kosten, als Energie aus erneuerbaren Quellen. Keiner<sup>1</sup> sagt Nein zu Atommüll, dessen Entsorgung absolut ungeklärt ist und die Natur auf tausende Jahre verstrahlen wird.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu den Kriegen, den Angriffskriegen gegen die Ukraine und den Iran.  Niemand<sup>1</sup> sagt Stopp, dass wir als Menschen unsere Konflikte zu oft und immer wieder und wieder mit Waffen lösen. Der mächtigste Verbrecherpräsident der USA hetzt die Welt in eine Angst vor dem 3. Weltkrieg und keiner<sup>1</sup> sagt Halt.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Stopp zu den Lügen und Drohungen und der Erpressung Europas, ja der Welt, durch Trump und seine Gefolgschaft. Und keiner<sup>1</sup> erkennt, dass uns eine Verbrüderung mit einem Aggressor zu Mittätern macht.</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> sagt, dass Aufrüstung langfristig nicht der richtige Weg sein kann, auch wenn die Bedrohungen durch andere übermächtig scheinen. Wann zieht die Vernunft ein und verdrängt die Gier?</p>
<p>Niemand<sup>1</sup> sagt Halt zu den wachsenden Vermögen, zu den Oligopolisten, zu den wenigen, supergroßen Konzernen, die einen Markt mit vielen Nachfragern dominieren. Sagt Nein zu der Wirtschaftsmacht, und der Profitgier, die die Reichsten immer reicher macht und die Ärmsten immer ärmer. Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu den Milliarden, die die Reichen in ihrer Gier scheffeln. Im Gegenteil: Gesetze und Verordnungen sorgen dafür, dass sie noch mehr verdienen können. Und was kümmert ein steigender Spritpreis schon einen<sup>1</sup> Politiker in seinem Dienstwagen?</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu der wachsenden Ungerechtigkeit, die nur die Kluft vertiefen kann zwischen den Gesellschaftsschichten. Und dass auch deswegen zu viele Menschen in ihrem Unmut als Wähler in die Arme der AfD getrieben werden. Keiner<sup>1</sup> sieht die Gefahr, dass wir unsere Demokratie zu Grabe tragen und unsere Freiheit, zu denken und zu reden. Und dass unsere wechselnden Regierungen mindestens seit Jahrzehnten viel zu wenig wirklich für die Menschen regieren, alle Menschen, die in unserem Land leben. Die Ungerechtigkeit, die wir Menschen empfinden, wenn die Eliten begünstigt werden und es kaum angemessene Abgaben für die Multimilliardäre gibt, um zum Gemeinwohl beizutragen, schreit zum Himmel. Und wird dennoch viel zu wenig von unseren Regierungen der Vergangenheit und der Jetztzeit wahrgenommen. Denn mit Geld kann man alles kaufen, niemand<sup>1</sup> sagt, dass wir das ändern müssen.</p>
<p>Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu den Männern: dem Patriarchat, von dem all das ausgeht. Keiner<sup>1</sup> sagt Halt zu den Frauen, die wie diese Männer handeln. Niemand<sup>1</sup> erkennt und sagt, dass nicht nur sie Marionetten des Geldes sind und wir dem entgegentreten müssen.</p>
<p>Ich sage: Gebt endlich auf, ihr Männer! Hört auf zu lügen, hört auf, die Umwelt zu zerstören und Krieg zu führen, und hört auf, dem Diktat des Geldes der Multikonzerne zu folgen. Ich meine: Männer, weint um eure Schuld, und werdet endlich zu fühlenden und mitfühlenden Menschen. Gebt eure Macht auf und versetzt euch endlich in die Lage, Menschen wirklich zu hören und zu verstehen. So weh das auch tun wird – für die Macht des Machismus –, es wird nichts sein, gegen das Ende der Menschheit durch Krieg und Umweltzerstörung.</p>
<h3>Männlichkeit ist das Problem.</h3>
<p>Baut eine neue Welt des Lebens, zusammen mit Frauen, gemeinsam mit Kindern, zusammen mit allen, die dafür bereit sind. Macht euch nicht größer als andere. Steigt hinab von dem Podest der Männlichkeit. Gebt ab und teilt.</p>
<p>Frauen, erkennt, dass ihr aus den Fußstapfen dieser Männer tretet und eure Wahrhaftigkeit als weibliche Geschöpfe so für viele Männer fremd scheinen. Die Gleichberechtigung steckt noch in den Kinderschuhen. Denn wir alle sind mehr als unser biologisches Geschlecht, und haben weibliche und männliche Anteile in uns. Aber besonders Männer haben Angst, und fühlen sich in ihrer Sicherheit bedroht, wenn sie das zugeben würden. Warum sonst werden etwa gleichgeschlechtliche Beziehungen oder queere Menschen in vielen Gesellschaftsschichten nicht anerkannt?</p>
<p>Nein. Wir können nicht alle Verbrecher zu Gutmenschen machen, aber jeder hat eine Chance, sein Denken und Handeln zu ändern, für ein solidarisches Gemeinsam und Miteinander und für das Wahrnehmen der anderen, für ein Leben ohne Gewalt.</p>
<p>Aber wir sollen glauben, dass Wohlstand und wirtschaftliches Wachstum unser Ziel sind. Und dass wenige Männer die Macht über die Welt haben dürfen. Nie wieder darf ein Mensch wie Hitler an die Macht kommen, aber wie es scheint, wiederholt sich die Geschichte.</p>
<p>Papst Leo XIV. beklagt in der  Ostermesse auf dem Petersplatz 2026:</p>
<blockquote><p>Der Tod finde sich in der Gewalt, in den Wunden der Welt, „in dem Schmerzensschrei, der von überall her aufsteigt &#8211; angesichts der Unterdrückung der Schwächsten, angesichts der Profitgier, die die Ressourcen der Erde plündert, angesichts der Gewalt des Krieges, der tötet und zerstört.“</p></blockquote>
<p>Quelle: <a title="Papst Leo XIV. richtet Friedensappell an die Welt" href="https://www.evangelisch.de/inhalte/254363/05-04-2026/papst-leo-xiv-richtet-friedensappell-die-welt" target="_blank" rel="noopener">Papst Leo XIV. richtet Friedensappell an die Welt</a></p>
<p>Die sich gegen das Böse stellen und es hinterfragen, gegen die Macht des Geldes: Über all und zu allen Zeiten gab und gibt es Menschen, die nicht „Keiner“ sind. Es gab schon immer Menschen, die das System hinterfragen. Eine Familie der konsequenten Haltungen. Persönlichkeiten sind beispielhaft: Mahatma Gandhi und Martin Luther Jr., beide stehen für gewaltfreien politischen Protest. Martin Luther, Jan Hus und Dietrich Bonhoeffer haben religiöse und moralisch begründete Reformen angestoßen. Nelson Mandela, Václav Havel und Lech Wałęsa stehen für den gewaltlosen, zivilen Widerstand. Aus der Antike und der politischen Philosophie denke ich an Marcus Tullius Cicero und Sokrates.</p>
<p>Einflussreiche Menschen, manchmal auch einfache Menschen. Allerdings gibt es viel weniger weibliche Persönlichkeiten wie Rosa Parks, Aung San Suu Kyi und Sophie Scholl, die Beachtung finden.</p>
<p>Wie aber allein Filme, Literatur und Bühnen der nicht allzu lange vergangenen Zeiten belegen, es war den Menschen nie egal, wie die Haltung in der Gesellschaft der jeweiligen Zeit war und was geschah. Und auch nicht in der Jugend, wie jüngst Fridays for Future deutlich zeigt. Auch das hat sich nicht verändert.</p>
<p>Ich, alter Träumer, träume von einer Bewegung: <a href="https://recht-zu-leben.de" target="_blank" rel="noopener">Recht zu leben</a>. Aufstehen und es anders machen. Vielfach im Kleinen. In einem unaufgeregten Leben. Mit Lachen und Weinen in einer ehrlichen Haut. Mit Sorgen und mit Mut. Zärtlich, liebend, solidarisch und gemeinsam. Und unbedingt gewaltfrei. Bestimmt gibt es mehr von uns, als wir glauben sollen. Ganz bestimmt.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><sup>1</sup>Ausnahmen bestätigen die Regel.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heimatlos</title>
		<link>https://kuhrau.de/gedanken/heimatlos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 13:25:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme unserer Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="841" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-1280x841.jpeg" class="wp-image-16659 avia-img-lazy-loading-not-16659 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Grauer Kater Socke mit blauen Augen, der entspannt zwischen Kabeln auf der Heizung." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-1280x841.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-800x525.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-400x263.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-768x504.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-1536x1009.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-1500x985.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-705x463.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Heimatlos 7"></div>Wie viele Menschen wurden und werden heimatlos? Israel und die USA haben den Angriff gegen den Iran begonnen. Und die Menschheit lernt nichts. Mehr als vier Jahre russischer Angriffskrieg. Nicht alleine nur für viele Iraner und Iranerinnen, …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="841" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-1280x841.jpeg" class="wp-image-16659 avia-img-lazy-loading-not-16659 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Grauer Kater Socke mit blauen Augen, der entspannt zwischen Kabeln auf der Heizung." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-1280x841.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-800x525.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-400x263.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-768x504.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-1536x1009.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-1500x985.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003-705x463.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0003.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Heimatlos 8"></div><p class="opener">Wie viele Menschen wurden und werden heimatlos? Israel und die USA haben den Angriff gegen den Iran begonnen. Und die Menschheit lernt nichts. Mehr als vier Jahre russischer Angriffskrieg. Nicht alleine nur für viele Iraner und Iranerinnen, Ukrainerinnen und Ukrainer heißt das bestimmt wieder auch, heimatlos zu werden, weil die Heimat gnadenlos zerstört wird. Von den unzähligen Menschenopfern ganz zu schweigen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><span class="Apple-converted-space">Jeder Krieg eskaliert. Unschuldige Menschen sind betroffen. Unschuldige, auf allen Seiten. Leid und Zerstörung. Vergeltung und Rache. </span></p>
<p>Und die Menschheit lernt nicht. Das Leben eines Menschen, einer einzelnen Person, hat keinen Wert. Jegliche Zivilisation, jegliches Nachdenken über Menschenrechte – und dem entsprechendem Handeln – scheinen in der Steinzeit stecken geblieben zu sein. Wir schauen einfach nicht hin, was es bedeutet, Menschen anzugreifen, Menschen zu vernichten, physisch und psychisch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Zu viele glauben, etwas Besseres zu sein, besser als der oder die andere. Besonders die Reichen, aber auch viele, die kaum etwas haben, aber alles wollen, glauben, sich nehmen zu können, was sie für sich benötigen. Nur sind es heute keine Keulen mehr, mit denen wir aufeinander einschlagen, es sind gefährliche automatisierte Drohnensprengkörper, nukleare Waffensysteme, Atombomben und so weiter.</p>
<p>Es ist ein gefährliches Spiel, das wir spielen.</p>
<p>Das ist traumatisierend für die betroffenen Menschen und, und das wird viel zu wenig erkannt, für die folgenden Generationen. Denn aus dem Handeln, den Untaten der Vorfahren lernen sie nicht viel anderes, als dass mit Krieg und Gewalt das Recht des Stärkeren geltend gemacht wurde. Und wird. So legitimiert die Gewalt der Vergangenheit die Kriege der Zukunft. In einer nie endenden Spirale der Gewalt!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Menschen müssen vor dieser Gewalt fliehen. Ihnen bleibt gar nichts anderes übrig, wenn sie einfach nur leben wollen. Auch andere Ursachen kommen dazu: die Folgen der globalen Umwelt- und Klimakatastrophe und wirtschaftliche Notlagen, weil die ausgebeuteten Nationen kaum von ihren Bodenschätzen profitieren. Den Profit stecken sich die „Industrienationen“ ein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><span class="Apple-converted-space">Keine Lösung ist es, </span><span style="caret-color: #0a0a0a;">Kohlenstoffdioxid</span><span class="Apple-converted-space"> (CO₂) einfach als nicht gesundheitsschädlich zu erklären, wie es der mächtigste Verbrecher der USA erdreistet. Wann wird es eine Welle der Auswanderung amerikanischer Staatsbürger geben, die vor ihrem Lügen-Präsidenten weglaufen? </span></p>
<p>Es ist doch keinem Menschen zu verübeln, wenn er oder sie in ihrer Notlage ihre Heimat verlässt und auf ein besseres Leben hofft. Oder einfach nur darauf neugierig sind, woanders zu leben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber wir vergessen schnell, schauen einfach nicht hin, was das bedeutet, weil wir – noch – zu wenig oder nicht selbst betroffen sind. Und aus der Vergangenheit haben wir nichts, aber auch gar nichts gelernt.</p>
<p>Nichtsdestoweniger: Alle Menschen benötigen eine Heimat (das gilt übrigens auch für die Katzen, Hunde, Tiere, also alle Lebewesen): das Gefühl, zu Hause zu sein. Das Gefühl der Sicherheit. Eine Vertrautheit, die unseren tiefen Ängsten, wie der vor dem Verlassensein, vielleicht etwas entgegensetzt.</p>
<p>Die Welt wird immer kleiner, Informationen gehen blitzschnell um den Erdball. Globalisierung ist seit einigen Jahrzehnten eine entscheidende Entwicklung. Gerade deswegen aber, ist das Vertraute, die Heimat, besonders wichtig: Denn die Herausforderungen der Globalisierung benötigen als Gegenpol das Grundgefühl der Sicherheit, der Heimat, auf das, was wir kennen.</p>
<p>Heimat ist also ein wesentliches Grundbedürfnis. Aber nicht so, wie uns rechte Nationalisten weismachen wollen. Dass nur eine bestimmte Bevölkerungsschicht, die „echten“ Staatsangehörigen, die wahren Deutschen, einfach ihre Heimat wahren und verteidigen muss. Die anderen Nationalitäten, insbesondere nicht europäische Menschen, sind unsere Feinde, weil sie unsere Heimat bedrohen, mit ihrem anderen Glauben, ihrer Kultur. Und dann nehmen sie uns auch noch die Arbeit weg, was wollen die hier, sollen sie doch zu Hause bleiben, wird immer und immer wieder behauptet.</p>
<p>Und zu viele, sei es in den USA, in Israel, in China, in Russland, in der Türkei, wo auch immer, scheinen so zu denken. Sind es wirklich so viele, oder wird uns das immer und immer nur vorgespielt, damit wir so denken?</p>
<p>Verbrecher und Lügner dürfen regieren und machen, was sie wollen. Setzen sich über Urteile der Gerichte hinweg. Wie zuletzt das Urteil in den USA, dass ein Großteil der erhobenen Zölle wegen Unzuständigkeit des Präsidenten gegen die Gesetze verstößt.</p>
<h3>Welche Qualifikation haben die mächtigsten Menschen überhaupt?</h3>
<p>Verbrecher und Lügner beeinflussen die großen Unternehmen wie Microsoft, Google, Apple und Amazon, um ihre Macht auszuweiten, und werden bestimmt auch nicht von den wirtschaftlichen Interessen dieser Konzerne und ihrer Hinterleute gestoppt.</p>
<p>Menschen, die vertrieben werden, verlieren ihre Heimat. Menschen, die in der Fremde nicht mit offenen Armen empfangen werden, haben kaum eine Chance, eine Heimat zu finden, eine neue Heimat.</p>
<p>Diese Menschen werden doppelt bestraft. Wer gibt uns überhaupt das Recht dazu? Nur weil wir das Glück haben, als Einheimische geboren zu sein?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Diese Ungerechtigkeit regt mich auf. Ungerechtigkeit ist schlimm, auch wenn es objektiv keine Gerechtigkeit geben wird. Wohl immer gibt es Menschen, die das Sagen haben, die bestimmen, wo es langgeht, die ihre Karten ausspielen und meinen, damit im Recht zu sein. Das Recht des Stärkeren. Und darunter leiden die Schwächeren, und fühlen sich ungerecht behandelt.</p>
<p>Deswegen waren wir Menschen eigentlich so klug, uns ein unabhängiges Rechtssystem zu schaffen, das in demokratisch regierten Ländern auch leidlich funktioniert. Aber Diktatoren brechen das Rechtssystem auf, beachten die Gesetze nicht, schaffen neue, ihnen genehme Vorschriften, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Unter diesen Bedingungen kann es noch weniger, als in einer funktionierenden Demokratie, Gerechtigkeit geben.</p>
<p>Heimatlos werdende Menschen, Vertriebene, werden nicht wirklich willkommen geheißen. Und noch schlimmer: Sie bekommen die Schuld aufgeladen. Sie werden ausgegrenzt, gettoisiert, abgeschoben. Zu ihren traumatischen Erlebnissen gesellen sich so alles an Zutaten, was einer menschlichen Seele kaum guttun kann, sondern eigentlich nur krankmachen kann.</p>
<p>Und da wundern wir uns, weil so manche Menschen dann eine Karriere als Verbrecher einschlagen? Wir sind doch selbst schuld, wir leben ihnen doch nichts anderes vor, wir behandeln sie doch nicht als Menschen!</p>
<p>Und dann muss die Strafe folgen, wenn sie nicht schon vorweggenommen wurde. Zurück in dein Heimatland klingt doch eher positiv in unseren Ohren. Du darfst in deine Heimat gehen, wird uns vorgemacht zu denken. „Remigration“ ist ein Schlagwort der AfD.</p>
<p>Aber die allerwenigsten der Schutzsuchenden haben noch eine – ursprüngliche – Heimat, in der sie willkommen sind und leben könnten. Die allermeisten von ihnen wären und sind heimatlos. Das gilt genauso für die seit einigen Generationen in Deutschland lebenden Menschen, Familien, die als „Gastarbeiter“ willkommen geheißen wurden und die bei Machtergreifung der „Rechten“ von „Remigration“, von Abschiebung bedroht sein würden.</p>
<h3>Heimat finden</h3>
<p>Dabei geht es um Migration. Ja. Auch wenn das unpopulär ist. Darum geht es. Wir müssen, meine ich, alles daran tun, Menschen willkommen zu heißen und sie in unserem Land einzuladen, zu bleiben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Alle Menschen. Der Grund ihres Kommens darf keinen Ausschlag geben, alles ist schlimm, wenn Menschen fliehen müssen. Wir müssen ihnen anbieten, unsere Sprache zu lernen, damit sie verstehen und sich verständigen können. Wir müssen ihnen aber genauso ihre Kultur lassen, ihre religiösen Vorstellungen, ihre Gewohnheiten. Denn das ist ihre Geschichte, die sie geprägt hat. Wir dürfen darauf neugierig sein und es als Bereicherung empfinden, von anderen Kulturen zu lernen. Wie schön ist etwa die selbstverständliche Gastfreundschaft arabischer Länder!</p>
<p>Wenn es aber unseren moralischen und gesetzlichen Vorstellungen widerspricht, so braucht es auch ein gewisses Maß an Anpassung. Für alle. Wir und die zu uns kommenden sind eine Bereicherung für ein offenes, wachsendes Denken, das die Menschenrechte als oberstes Ziel hat.</p>
<p>Für mich benötige ich das Gefühl, eine Heimat zu haben. Hier, wo ich wohne, werde ich wahrscheinlich im kommenden Jahr wegziehen. Ich werde meine Heimat „West-Berlin“ verlassen, wie ich es eigentlich vor mehr als zehn Jahren getan habe. Ich bin in Berlin geboren, mein Vater kam aus Ostpreußen, meine Mutter aus Norddeutschland, ihre Vorfahren aus Schlesien. Mein Opa war Jahre seines Lebens auf den Weltmeeren unterwegs, ich habe ihn leider nicht kennengelernt (<a href="https://kuhrau.de/reisen/#Weltreise">Reisen</a>).</p>
<p>Das Woanderssein, das Reisen und das Wahrnehmen, dass es mehr gibt als den klitzekleinen Fleck, auf dem ich gerade lebe, sind wesentliche Lebenserfahrungen!</p>
<p>Meine Liebsten und ich planen, unsere Heimat in Mecklenburg zu finden. Hier kommt sie her. Heimat kann der Ort sein, wo man geboren wurde. Heimat ist aber veränderlich, je nachdem, was das Leben so mit einem vorhat.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Heimat finden heißt, anzukommen. Das Gefühl, nicht nur angeschwemmt zu sein wie ein Ding, sondern in der Vertrautheit und auch Verantwortlichkeit Sicherheit zu finden.</p>
<p>Für mich bedeutet Freiheit, dass diese dort endet, wo die Freiheit eines anderen Menschen beeinträchtigt wird. Ich auf meiner Suche nach Heimat, nach Sicherheit, habe also kein Recht, so empfinde ich das, mir meine Heimat, meine Sicherheit einfach zu nehmen, wenn dies gleichzeitig bedeutet, dass ein anderer dies nicht darf oder daran gehindert wird.</p>
<p>Warum ist die Menschheit nicht in der Lage, nach diesem doch so einfachen Grundprinzip miteinander und solidarisch zusammenzuleben? Doch nur, wenn wir etwas mehr und immer mehr haben wollen, neidisch sind, unzufrieden mit dem, was wir haben. Und wenn uns die anderen mehr oder weniger egal sind, wir nicht empathisch sein können, egal mit wem.</p>
<p>Das bedeutet: Wir Deutschen, die wir so sehr auf uns als Nation stolz sind – und auch sein dürfen – und das wahre deutsche Leben wollen, was immer das auch sein mag, wir handeln als Verbrecher, wenn wir nicht alle anderen willkommen heißen.</p>
<p>Aber wer will sich schon die eigenen Unzulänglichkeiten anschauen, wer will sich bereits infrage stellen? Da ist es doch viel einfacher, den anderen die Schuld zu geben.</p>
<p>Eigentlich ist es immer dasselbe Prinzip. Das ist tatsächlich traurig. Und so führt es, wie ich glaube, unabdinglich zu dem ganzen endlosen Mumpitz des egozentrischen Machtgehabes der Verbrecher: Es wird den Untergang der Menschheit bedeuten, weil wir Menschen  permanent den Ast absägen, auf dem wir sitzen.</p>
<p>Dabei könnte es so einfach sein: weniger, viel weniger Hass und viel mehr Liebe. Und vor allem auch verzeihen. Vergeben. Kein Mensch ist fehlerfrei. Fehler machen ist besser als seinen Ruf. Alles hat seine Geschichte. Wann werden wir das endlich begreifen?</p>
<p>Unsere Gewalt, unsere Kriege, unsere Klimazerstörung, die Ausbeutung der Erde, die Vernichtung der Natur – und die Nichtanerkennung, dass jeder Mensch ein Recht auf seine Heimat hat – bringen uns am besten dazu, unsere ganze Heimat zu verlieren und heimatlos auszusterben. Aber im Angesicht des Todes ist alles egal, so leben wir Menschen. Setzen, ungenügend!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		
	<item>
		<title>Heimatlos (Update)</title>
		<link>https://kuhrau.de/gedanken/heimatlos/</link>
		<guid isPermaLink="false">https://kuhrau.de/gedanken/heimatlos/#update-v1</guid>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 11:31:49 +0000</pubDate>
		<description><![CDATA[Wie viele Menschen wurden und werden heimatlos? Israel und die USA haben den Angriff gegen den Iran begonnen. Und die Menschheit lernt nichts. Mehr als vier Jahre russischer Angriffskrieg. Nicht alleine nur für viele Iraner und Iranerinnen, …]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Wie viele Menschen wurden und werden heimatlos? Israel und die USA haben den Angriff gegen den Iran begonnen. Und die Menschheit lernt nichts. Mehr als vier Jahre russischer Angriffskrieg. Nicht alleine nur für viele Iraner und Iranerinnen, Ukrainerinnen und Ukrainer heißt das bestimmt wieder auch, heimatlos zu werden, weil die Heimat gnadenlos zerstört wird. Von den unzähligen Menschenopfern ganz zu schweigen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><span class="Apple-converted-space">Jeder Krieg eskaliert. Unschuldige Menschen sind betroffen. Unschuldige, auf allen Seiten. Leid und Zerstörung. Vergeltung und Rache. </span></p>
<p>Und die Menschheit lernt nicht. Das Leben eines Menschen, einer einzelnen Person, hat keinen Wert. Jegliche Zivilisation, jegliches Nachdenken über Menschenrechte – und dem entsprechendem Handeln – scheinen in der Steinzeit stecken geblieben zu sein. Wir schauen einfach nicht hin, was es bedeutet, Menschen anzugreifen, Menschen zu vernichten, physisch und psychisch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Zu viele glauben, etwas Besseres zu sein, besser als der oder die andere. Besonders die Reichen, aber auch viele, die kaum etwas haben, aber alles wollen, glauben, sich nehmen zu können, was sie für sich benötigen. Nur sind es heute keine Keulen mehr, mit denen wir aufeinander einschlagen, es sind gefährliche automatisierte Drohnensprengkörper, nukleare Waffensysteme, Atombomben und so weiter.</p>
<p>Es ist ein gefährliches Spiel, das wir spielen.</p>
<p>Das ist traumatisierend für die betroffenen Menschen und, und das wird viel zu wenig erkannt, für die folgenden Generationen. Denn aus dem Handeln, den Untaten der Vorfahren lernen sie nicht viel anderes, als dass mit Krieg und Gewalt das Recht des Stärkeren geltend gemacht wurde. Und wird. So legitimiert die Gewalt der Vergangenheit die Kriege der Zukunft. In einer nie endenden Spirale der Gewalt!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Menschen müssen vor dieser Gewalt fliehen. Ihnen bleibt gar nichts anderes übrig, wenn sie einfach nur leben wollen. Auch andere Ursachen kommen dazu: die Folgen der globalen Umwelt- und Klimakatastrophe und wirtschaftliche Notlagen, weil die ausgebeuteten Nationen kaum von ihren Bodenschätzen profitieren. Den Profit stecken sich die „Industrienationen“ ein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><span class="Apple-converted-space">Keine Lösung ist es, </span><span style="caret-color: #0a0a0a;">Kohlenstoffdioxid</span><span class="Apple-converted-space"> (CO₂) einfach als nicht gesundheitsschädlich zu erklären, wie es der mächtigste Verbrecher der USA erdreistet. Wann wird es eine Welle der Auswanderung amerikanischer Staatsbürger geben, die vor ihrem Lügen-Präsidenten weglaufen? </span></p>
<p>Es ist doch keinem Menschen zu verübeln, wenn er oder sie in ihrer Notlage ihre Heimat verlässt und auf ein besseres Leben hofft. Oder einfach nur darauf neugierig sind, woanders zu leben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber wir vergessen schnell, schauen einfach nicht hin, was das bedeutet, weil wir – noch – zu wenig oder nicht selbst betroffen sind. Und aus der Vergangenheit haben wir nichts, aber auch gar nichts gelernt.</p>
<p>Nichtsdestoweniger: Alle Menschen benötigen eine Heimat (das gilt übrigens auch für die Katzen, Hunde, Tiere, also alle Lebewesen): das Gefühl, zu Hause zu sein. Das Gefühl der Sicherheit. Eine Vertrautheit, die unseren tiefen Ängsten, wie der vor dem Verlassensein, vielleicht etwas entgegensetzt.</p>
<p>Die Welt wird immer kleiner, Informationen gehen blitzschnell um den Erdball. Globalisierung ist seit einigen Jahrzehnten eine entscheidende Entwicklung. Gerade deswegen aber, ist das Vertraute, die Heimat, besonders wichtig: Denn die Herausforderungen der Globalisierung benötigen als Gegenpol das Grundgefühl der Sicherheit, der Heimat, auf das, was wir kennen.</p>
<p>Heimat ist also ein wesentliches Grundbedürfnis. Aber nicht so, wie uns rechte Nationalisten weismachen wollen. Dass nur eine bestimmte Bevölkerungsschicht, die „echten“ Staatsangehörigen, die wahren Deutschen, einfach ihre Heimat wahren und verteidigen muss. Die anderen Nationalitäten, insbesondere nicht europäische Menschen, sind unsere Feinde, weil sie unsere Heimat bedrohen, mit ihrem anderen Glauben, ihrer Kultur. Und dann nehmen sie uns auch noch die Arbeit weg, was wollen die hier, sollen sie doch zu Hause bleiben, wird immer und immer wieder behauptet.</p>
<p>Und zu viele, sei es in den USA, in Israel, in China, in Russland, in der Türkei, wo auch immer, scheinen so zu denken. Sind es wirklich so viele, oder wird uns das immer und immer nur vorgespielt, damit wir so denken?</p>
<p>Verbrecher und Lügner dürfen regieren und machen, was sie wollen. Setzen sich über Urteile der Gerichte hinweg. Wie zuletzt das Urteil in den USA, dass ein Großteil der erhobenen Zölle wegen Unzuständigkeit des Präsidenten gegen die Gesetze verstößt.</p>
<h3>Welche Qualifikation haben die mächtigsten Menschen überhaupt?</h3>
<p>Verbrecher und Lügner beeinflussen die großen Unternehmen wie Microsoft, Google, Apple und Amazon, um ihre Macht auszuweiten, und werden bestimmt auch nicht von den wirtschaftlichen Interessen dieser Konzerne und ihrer Hinterleute gestoppt.</p>
<p>Menschen, die vertrieben werden, verlieren ihre Heimat. Menschen, die in der Fremde nicht mit offenen Armen empfangen werden, haben kaum eine Chance, eine Heimat zu finden, eine neue Heimat.</p>
<p>Diese Menschen werden doppelt bestraft. Wer gibt uns überhaupt das Recht dazu? Nur weil wir das Glück haben, als Einheimische geboren zu sein?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Diese Ungerechtigkeit regt mich auf. Ungerechtigkeit ist schlimm, auch wenn es objektiv keine Gerechtigkeit geben wird. Wohl immer gibt es Menschen, die das Sagen haben, die bestimmen, wo es langgeht, die ihre Karten ausspielen und meinen, damit im Recht zu sein. Das Recht des Stärkeren. Und darunter leiden die Schwächeren, und fühlen sich ungerecht behandelt.</p>
<p>Deswegen waren wir Menschen eigentlich so klug, uns ein unabhängiges Rechtssystem zu schaffen, das in demokratisch regierten Ländern auch leidlich funktioniert. Aber Diktatoren brechen das Rechtssystem auf, beachten die Gesetze nicht, schaffen neue, ihnen genehme Vorschriften, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Unter diesen Bedingungen kann es noch weniger, als in einer funktionierenden Demokratie, Gerechtigkeit geben.</p>
<p>Heimatlos werdende Menschen, Vertriebene, werden nicht wirklich willkommen geheißen. Und noch schlimmer: Sie bekommen die Schuld aufgeladen. Sie werden ausgegrenzt, gettoisiert, abgeschoben. Zu ihren traumatischen Erlebnissen gesellen sich so alles an Zutaten, was einer menschlichen Seele kaum guttun kann, sondern eigentlich nur krankmachen kann.</p>
<p>Und da wundern wir uns, weil so manche Menschen dann eine Karriere als Verbrecher einschlagen? Wir sind doch selbst schuld, wir leben ihnen doch nichts anderes vor, wir behandeln sie doch nicht als Menschen!</p>
<p>Und dann muss die Strafe folgen, wenn sie nicht schon vorweggenommen wurde. Zurück in dein Heimatland klingt doch eher positiv in unseren Ohren. Du darfst in deine Heimat gehen, wird uns vorgemacht zu denken. „Remigration“ ist ein Schlagwort der AfD.</p>
<p>Aber die allerwenigsten der Schutzsuchenden haben noch eine – ursprüngliche – Heimat, in der sie willkommen sind und leben könnten. Die allermeisten von ihnen wären und sind heimatlos. Das gilt genauso für die seit einigen Generationen in Deutschland lebenden Menschen, Familien, die als „Gastarbeiter“ willkommen geheißen wurden und die bei Machtergreifung der „Rechten“ von „Remigration“, von Abschiebung bedroht sein würden.</p>
<h3>Heimat finden</h3>
<p>Dabei geht es um Migration. Ja. Auch wenn das unpopulär ist. Darum geht es. Wir müssen, meine ich, alles daran tun, Menschen willkommen zu heißen und sie in unserem Land einzuladen, zu bleiben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Alle Menschen. Der Grund ihres Kommens darf keinen Ausschlag geben, alles ist schlimm, wenn Menschen fliehen müssen. Wir müssen ihnen anbieten, unsere Sprache zu lernen, damit sie verstehen und sich verständigen können. Wir müssen ihnen aber genauso ihre Kultur lassen, ihre religiösen Vorstellungen, ihre Gewohnheiten. Denn das ist ihre Geschichte, die sie geprägt hat. Wir dürfen darauf neugierig sein und es als Bereicherung empfinden, von anderen Kulturen zu lernen. Wie schön ist etwa die selbstverständliche Gastfreundschaft arabischer Länder!</p>
<p>Wenn es aber unseren moralischen und gesetzlichen Vorstellungen widerspricht, so braucht es auch ein gewisses Maß an Anpassung. Für alle. Wir und die zu uns kommenden sind eine Bereicherung für ein offenes, wachsendes Denken, das die Menschenrechte als oberstes Ziel hat.</p>
<p>Für mich benötige ich das Gefühl, eine Heimat zu haben. Hier, wo ich wohne, werde ich wahrscheinlich im kommenden Jahr wegziehen. Ich werde meine Heimat „West-Berlin“ verlassen, wie ich es eigentlich vor mehr als zehn Jahren getan habe. Ich bin in Berlin geboren, mein Vater kam aus Ostpreußen, meine Mutter aus Norddeutschland, ihre Vorfahren aus Schlesien. Mein Opa war Jahre seines Lebens auf den Weltmeeren unterwegs, ich habe ihn leider nicht kennengelernt (<a href="https://kuhrau.de/reisen/#Weltreise">Reisen</a>).</p>
<p>Das Woanderssein, das Reisen und das Wahrnehmen, dass es mehr gibt als den klitzekleinen Fleck, auf dem ich gerade lebe, sind wesentliche Lebenserfahrungen!</p>
<p>Meine Liebsten und ich planen, unsere Heimat in Mecklenburg zu finden. Hier kommt sie her. Heimat kann der Ort sein, wo man geboren wurde. Heimat ist aber veränderlich, je nachdem, was das Leben so mit einem vorhat.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Heimat finden heißt, anzukommen. Das Gefühl, nicht nur angeschwemmt zu sein wie ein Ding, sondern in der Vertrautheit und auch Verantwortlichkeit Sicherheit zu finden.</p>
<p>Für mich bedeutet Freiheit, dass diese dort endet, wo die Freiheit eines anderen Menschen beeinträchtigt wird. Ich auf meiner Suche nach Heimat, nach Sicherheit, habe also kein Recht, so empfinde ich das, mir meine Heimat, meine Sicherheit einfach zu nehmen, wenn dies gleichzeitig bedeutet, dass ein anderer dies nicht darf oder daran gehindert wird.</p>
<p>Warum ist die Menschheit nicht in der Lage, nach diesem doch so einfachen Grundprinzip miteinander und solidarisch zusammenzuleben? Doch nur, wenn wir etwas mehr und immer mehr haben wollen, neidisch sind, unzufrieden mit dem, was wir haben. Und wenn uns die anderen mehr oder weniger egal sind, wir nicht empathisch sein können, egal mit wem.</p>
<p>Das bedeutet: Wir Deutschen, die wir so sehr auf uns als Nation stolz sind – und auch sein dürfen – und das wahre deutsche Leben wollen, was immer das auch sein mag, wir handeln als Verbrecher, wenn wir nicht alle anderen willkommen heißen.</p>
<p>Aber wer will sich schon die eigenen Unzulänglichkeiten anschauen, wer will sich bereits infrage stellen? Da ist es doch viel einfacher, den anderen die Schuld zu geben.</p>
<p>Eigentlich ist es immer dasselbe Prinzip. Das ist tatsächlich traurig. Und so führt es, wie ich glaube, unabdinglich zu dem ganzen endlosen Mumpitz des egozentrischen Machtgehabes der Verbrecher: Es wird den Untergang der Menschheit bedeuten, weil wir Menschen  permanent den Ast absägen, auf dem wir sitzen.</p>
<p>Dabei könnte es so einfach sein: weniger, viel weniger Hass und viel mehr Liebe. Und vor allem auch verzeihen. Vergeben. Kein Mensch ist fehlerfrei. Fehler machen ist besser als seinen Ruf. Alles hat seine Geschichte. Wann werden wir das endlich begreifen?</p>
<p>Unsere Gewalt, unsere Kriege, unsere Klimazerstörung, die Ausbeutung der Erde, die Vernichtung der Natur – und die Nichtanerkennung, dass jeder Mensch ein Recht auf seine Heimat hat – bringen uns am besten dazu, unsere ganze Heimat zu verlieren und heimatlos auszusterben. Aber im Angesicht des Todes ist alles egal, so leben wir Menschen. Setzen, ungenügend!</p>
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	</item>
	</item>
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		<title>Ein kleines Licht der Hoffnung</title>
		<link>https://kuhrau.de/recht-zu-leben/ein-kleines-licht-der-hoffnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2025 10:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht zu Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="855" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1280x855.jpg" class="wp-image-14948 avia-img-lazy-loading-not-14948 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Stadtspaziergang Friedrichshain Kreuzberg" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1280x855.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-800x534.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-400x267.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-768x513.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1536x1026.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-644x430.jpg 644w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-944x630.jpg 944w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-705x471.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ein kleines Licht der Hoffnung 9"></div>Es macht etwas, ein bisschen Hoffnung: Ein Papst mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft wurde gewählt. Ein Gegengewicht zum US-Präsidenten. Der mächtigste Mann der Kirche. Der Pontifex maximus wird vielleicht politischer, allerdings ist er kein …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="855" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1280x855.jpg" class="wp-image-14948 avia-img-lazy-loading-not-14948 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Stadtspaziergang Friedrichshain Kreuzberg" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1280x855.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-800x534.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-400x267.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-768x513.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1536x1026.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-644x430.jpg 644w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-944x630.jpg 944w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-705x471.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ein kleines Licht der Hoffnung 10"></div><p class="opener">Es macht etwas, ein bisschen Hoffnung: Ein Papst mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft wurde gewählt. Ein Gegengewicht zum US-Präsidenten. Der mächtigste Mann der Kirche. Der Pontifex maximus wird vielleicht politischer, allerdings ist er kein Politiker. Wir sollten keine allzu große Hoffnung haben. Und auch unsere Erwartungen zügeln.</p>
<p>Dennoch zeigt es sich in einem anderen Licht, dass es auch andere Werte in unserer Gesellschaft gibt als etwa die eines amerikanischen Präsidenten, eines russischen Diktators oder einer türkischen oder chinesischen Regierung. Dass es Menschen gibt, die sich nach etwas anderem sehnen als dem, was mit uns die weltweit mächtigsten Machthaber anrichten.</p>
<p>Es ist oft einfacher, sich anzupassen, aus großer Angst. Und immer zu hoffen, ach, es wird doch möglicherweise nicht so schlimm. Und was wird mein Gewinn sein? Vielleicht wird es morgen besser. Selbst mit dem Tod vor Augen kann sich immer auch das Blatt wenden.</p>
<h3>Die Hoffnung stirbt zuletzt</h3>
<p>Wie oft lähmt uns unsere Bangigkeit, gepaart mit dieser Hoffnung? Und wir ändern nichts. Es ist doch auch viel unkomplizierter, einfach so weiterzumachen. Es ist leichter, den anderen die Schuld zu geben. Und es ist bequemer, von der Politik zu fordern, dass diese etwas ändern muss, als von der Industrie. Hauptsache, ich bin nicht persönlich betroffen und kann weitermachen wie bisher.</p>
<p>Auch ist es hilfreich, auf die Kraft der Religion zu hoffen, die einem den Halt gibt für das Leben. Und diesen Wunsch zu hegen, ist nie falsch. Das möchte ich betonen.</p>
<p>Dennoch müssen wir stets bei uns selbst anfangen. Denn die Menschen in Politik und Wirtschaft haben alle ihre eigenen persönlichen Vorstellungen. So wie ich. Und nur wenn sie genauso wie meine Wenigkeit ihre Einstellung wandeln, kann sich etwas ändern.</p>
<p>Was soll sich korrigieren, wenn bislang nicht mal ich selbst mich ändere? Gerade auch in Hinblick auf den globalen Klimawandel, die Erwärmung der Erde. Wenn ich weiterhin nicht beginne, mein Konsumverhalten anzupassen.</p>
<p>Wenn ich selbst kein Vorbild bin und einfach nur erwarte, dass unsere Politiker alles für uns erledigen, was soll dann passieren? Die Wirtschaft soll blühen, und wir alle benötigen Arbeitsplätze. Wachstum ist das Wichtigste. Mit diesen Werten scheint jede tiefgreifende Veränderung außerhalb der Wirtschaftlichkeit eine Unmöglichkeit. Denn wenn wir Menschen, jeder Einzelne von uns, nicht bereit sind, unser Denken zu ändern, kann sich nichts ändern.</p>
<p>Überdies, wenn sich das nicht in unseren Gehirnzellen festigt, dass es um weit mehr geht, um das Recht zu leben. Um die Existenz der Erde. Nicht nur für wenige Individuen, sondern für das Ganze auf dieser Welt.</p>
<p>Andererseits ist die Politik auch gefordert, die Rahmenbedingungen anzupassen. Dies kann aber nur geschehen, wenn wir entsprechend fordern, wählen und dazu persönlich bereit sind. Und nicht gleich losschreien, wenn wir leibhaftig betroffen sein könnten.</p>
<p>Wir Menschen können genauer gesagt nicht alles, werden dies auch nie können, auch wenn wir es glauben wollen. Wir können keinen fruchtbaren Boden erschaffen, mit all seinen biologischen Zusammenhängen, so wie es die Natur in ihrem Zusammenspiel von Insekten, Tieren und Pflanzen schöpfen kann. Egal, welche Mengen an Dünger und „Pflanzenschutzmitteln“ wir in den Boden geben.</p>
<h3>Vergessen</h3>
<p>Denn schon morgen wird es vergessen sein: wie es sich anfühlt, wenn Bienen summen und Schmetterlinge tanzen. Der Einzelne muss sich dieses Wissen bewahren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was in den vergangenen Jahrzehnten verloren gegangen ist, werden in ein paar Dekaden die Menschen nur noch aus den Geschichtsbüchern erahnen. Weil sie nicht mehr erfahren haben, wie sich die Vielfalt anfühlt. Wie der Apfel aus dem Garten schmeckt, die Kirschen frisch gepflückt vom Baum, das Sauerteigbrot, gebacken in der Backstube nach alten, überlieferten Rezepten. Wir werden vergessen, wenn unsereins nur noch die chemisch auf Haltbarkeit und Einheitsgeschmack ausgerichteten Produkte einer Massenindustrie kennt.</p>
<p>Im Nichtwissen verschwinden, wie die Sommer in vergangenen Zeiten waren, wie sich Schnee anfühlt. All dies wird verloren gehen, weil wir Menschen es nicht mehr hautnah erfahren werden. Und eines Tages werden wir es weiterhin nicht einmal mehr vermissen, weil es nur noch in den Geschichtsbüchern steht. Oma, erzähle mir von früher, werden unsere Enkel immer seltener fragen.</p>
<p>Wir werden vergessen, weil wir, jeder persönlich, verschlafen hinzuschauen, was heute noch ist und was wir jeder Einzelne tun könnte, tun müsste, um das, was zudem ist, zu bewahren, zu retten. Um zu retten, was noch zu retten ist.</p>
<p>Wenn ich das von anderen fordere, wird sich nichts ändern, weil ich mich selbst nicht ändere und damit kein Beispiel bin, das andere motiviert, mitzumachen.</p>
<p>Ach ja, das ist so schön gesagt. Aber ich selbst kann es nicht besser. So vieles schmeckt einfach so gut, warum soll ich auf Eier, auf Käse, gelegentlich mal auf Fleisch, auf tierische Produkte verzichten?</p>
<p>Und was kann ich damit als Einzelner schon ausrichten? So glauben wir doch. Was ändert sich, wenn nur ich mich ändere? Das bringt rein gar nichts. Die tierische Massenproduktion wird weitergehen. Das wirtschaftliche Denken, der Kapitalismus doch auch. Nichts macht es aus, nur weil ich es anders mache.</p>
<p>Das ist die Falle: Ich kann kein Fünkchen wirklich verändern in meinem Leben, weil es scheint, dass die Wirkung fehlt. Und mit dieser einfachen „Entschuldigung“ wird sich in der Gesellschaft kaum etwas revolutionieren können, weil mit der Hoffnung alleine sich gar nichts wandeln kann.</p>
<p>Wir, jeder Einzelne, egal welchen Alters, müssen unser Verhalten ändern. In der Hoffnung, immer mehr zu werden.</p>
<p>Wir müssen unsere Einstellung ändern, wie wir die Welt sehen. Wie wir sie akzeptieren. Weniger das Geld auf dem Konto, sondern mehr die Vielfalt der Natur, muss uns bereichern.</p>
<p>Unsereins müssen wieder lernen, die Welt nicht mit den menschlichen Händen zu formen, sondern ihr wieder den Raum zu geben, den sie benötigt, damit sie sich in ihrer Vielfalt entwickeln kann.</p>
<h3>Ergebnis: Klimakatastrophe</h3>
<p>Es ist meiner Ansicht nach der größte Fehler der Menschheit, sich die Natur untertan zu machen. Mit dem Resultat der von Menschenhand verursachten Klimakatastrophe.</p>
<p>Der Rassismus gegen bestimmte Menschengruppen ist „nur“ die Spitze des Eisbergs, wir leben einen Rassismus gegen die Tier- und Pflanzenwelt. Wir denken in unserem kleinen Hirnkasten ausschließlich an uns. Und erheben uns über alles.</p>
<p>Kinder einer Großstadt wissen immer seltener, dass das Getreide auf dem Feld die Lebensgrundlage ist und was es bedeutet, wenn Wasser nicht aus der Leitung kommt. Ansätze wie eine Kreislaufwirtschaft oder eine Permakultur werden von der Masse der Menschen verlacht. Es ist zu aufwendig, das Wachstum der Wirtschaft kann nicht garantiert werden, und wie soll so die Weltbevölkerung ernährt werden? Zweifel sind schnell gesät.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Vegetarische oder vegane Ernährung wird verpönt, auch ganz ohne Fleisch, das ist doch ungesund. Unbestritten kann es zu Mangelerscheinungen im menschlichen Organismus kommen. Und hochindustriell hergestellte Fleischersatzprodukte sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Meiner Ansicht nach geht es weniger darum, etwas gar nicht zu machen, sondern viel mehr darum, wie wir es tun. Und dass wir uns der Folgen bewusst werden, bevor es zu spät ist.</p>
<p>Mehr und mehr geht das Wissen verloren, so wie ich das, was ich nicht übe, verliere. Wenn ich die Aufmerksamkeit gegenüber dem anderen verliere, das andere, wenn ich meine Verantwortung für das Leben verliere. Aber das eine funktioniert nicht ohne das andere.</p>
<p>Man darf sich vom Alltag nicht einlullen lassen. Immer wieder aufmerksam zu bleiben für den Partner, die Umgebung und sich selbst, ist eine Herausforderung. Auch wenn die Routine, der Alltag oder Ablenkung oft dazu führen, die Wahrnehmung zu stören. Und vor allem ist ein jeder oftmals versucht, den Weg des geringsten Widerstands einzuschlagen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn nicht jeder Mensch bei sich anfängt, wird das in der Gesellschaft nicht sichtbar. Wenn die Allgemeinheit, die Politik, nicht die Voraussetzungen ändert und schafft, dann kann sich der Einzelne kaum ändern.</p>
<p>Der Hund beißt sich in den Schwanz.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie soll ich ohne Auto die Strecke über 20 Kilometer Land zur Arbeit kommen, ohne Alternativen? Noch weniger wird sich ändern können, wenn wir nicht aufhören, nur an den eigenen persönlichen Vorteil zu denken. Wenn wir nicht erkennen, dass es sich um weit mehr als um uns selbst dreht. Und dass mein Dasein nur ein klitzekleiner Teil ist, aber dennoch auch ein immens wichtiger, im Zusammenspiel mit dem Ganzen.</p>
<p>Aber vermutlich kann die Menschheit nicht aus ihrer Haut. Weil sie über Jahrhunderte Generationen das Denken in den Genen gespeichert hat. Oder auch in den kollektiven Erfahrungen der Ahnen. Wo auch immer.</p>
<p>Wir, jeder Einzelne, müssen also umdenken, damit sich die Masse ändert. Die Summe des Einzelnen. Für das Recht zu leben. Für eine wirkliche und ausschließliche Gleichberechtigung, nicht nur zwischen den menschlichen Geschlechtern, sondern zwischen allen Lebewesen der Natur.</p>
<p>Kein Geschöpf ist weniger, ist mehr als ich. Das gilt es zu denken. Danach heißt es, zu leben. Dafür gilt es, die Verantwortung zu übernehmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dabei benötigen wir Institutionen, die uns Menschen bei dieser Sinnhaftigkeit unterstützen. Hier sehe ich die Aufgaben der Zukunft, gerade auch für die Kirchen. Denn alleine fühle ich mich zu klein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich verstehe es nicht</title>
		<link>https://kuhrau.de/gedanken/ich-verstehe-es-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Apr 2025 17:25:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme unserer Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-1280x960.jpg" class="wp-image-14826 avia-img-lazy-loading-not-14826 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Eine Gruppe von gelben und orangefarbenen Tulpen mit grünen Blättern im Garten." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-1280x960.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-1536x1152.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-573x430.jpg 573w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-840x630.jpg 840w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-705x529.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-58x44.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ich verstehe es nicht 11"></div>Also aus einem unbekannten Grund, ich verstehe es nicht. Der flächenmäßig größte Staat der Erde greift einen viel kleineren Nachbarstaat an und führt seit über drei Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen diesen. Zurzeit verhandeln eine andere …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-1280x960.jpg" class="wp-image-14826 avia-img-lazy-loading-not-14826 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Eine Gruppe von gelben und orangefarbenen Tulpen mit grünen Blättern im Garten." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-1280x960.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-800x600.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-400x300.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-768x576.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-1536x1152.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-573x430.jpg 573w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-840x630.jpg 840w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-705x529.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269-58x44.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/04/IMG_1269.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ich verstehe es nicht 12"></div><p class="opener">Also aus einem unbekannten Grund, ich verstehe es nicht. Der flächenmäßig größte Staat der Erde greift einen viel kleineren Nachbarstaat an und führt seit über drei Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen diesen. Zurzeit verhandeln eine andere Großmacht und der Aggressor über den Frieden zwischen den beiden kriegsführenden Staaten, ohne die überfallene Nation ernsthaft in die Verhandlungen einzubeziehen und mit der Erwartung, dass der „Deal“, den die beiden Großen aushandeln, der Kleine hinnehmen muss! Dieses Land soll einfach die Abkommen der beiden großen Staaten akzeptieren, auch wenn sie ihm nicht wirklich gerecht werden und seine Interessen bei der Entscheidungsfindung keine Rolle spielen. Mit dem Ergebnis der absoluten Kapitulation. Die Machthaber treffen Entscheidungen über Leidtragende. Falschaussagen werden so lange wiederholt, bis sie als Wahrheit akzeptiert werden. Das gipfelt darin, dass die Angegriffenen für den Krieg verantwortlich gemacht werden. So verhält es sich im 21. Jahrhundert.</p>
<p>Es ist schwer nachvollziehbar, dass die Mehrheit eines sehr mächtigen Staates einen Präsidenten nach einer vierjährigen Pause für eine zweite Amtszeit gewählt hat. Dieser Präsident konnte die Niederlage nach seiner ersten Amtszeit nicht akzeptieren und propagierte seine gewaltbereiten Anhänger zur Stürmung eines Regierungsgebäudes des Parlaments. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit werden diese und andere Straftäter vom Präsidenten rehabilitiert. Mit unnachgiebiger Härte verfolgt dieser demokratisch gewählte Machthaber seine Ziele, führt einen Wirtschaftskrieg und erhebt Zollforderungen, die an seinem Verstand zweifeln lassen. Er entlässt Mitarbeiter in Behörden, übt finanziellen Druck auf Bundesstaaten aus und versucht mit allen Mitteln, Wissenschaft und Forschung per Direktive zu kontrollieren. Dieses Verhalten des Staatspräsidenten ist mehr als besorgniserregend. Es gefährdet massiv die Demokratie einer Großmacht.</p>
<p>Es ist erschreckend, welche Macht Lügen entfalten können und wie bereitwillig Menschen fähig sind, diese zu glauben. Und es ist wichtig, die Politik kritisch zu hinterfragen und die Geschehnisse aufmerksam zu beobachten. Sehen wir in Deutschland wirklich, was im mächtigsten Staat der Welt „von rechts“ passiert? Welche Herrschaftsgewalt nicht nur das drittgrößte Land der Welt, sondern die globale Weltordnung gefährdet? Und welche willkürlichen Entschlüsse ein Chaos verursachen könnten, dessen Auswirkungen schwer abzusehen sind?</p>
<p>Die Folgen des Zweiten Weltkrieges, den wir Deutschen auslösten, waren katastrophal. Nicht wenige Stimmen meinen, wir sollten die Vergangenheit doch endlich ruhen lassen. Wer so denkt, verschließt die Augen, nicht nur vor dem, was im drittgrößten Land der Welt im Jahr 2025 geschieht. Ich kann das nicht verstehen.</p>
<p>Mehr oder weniger verstehe ich es nicht. Dass in den Verhandlungsvereinbarungen unserer werdenden Regierung das Wort „Klimakatastrophe“ nicht vorkommt. Dass der Vertrag getragen wird von einem nicht konkreten „wenn möglich“. Keine unserer großen Volksparteien, die nun gemeinsam regieren wollen, formuliert kooperative Vorhaben, die der Bevölkerung des Landes zeigen: Hier passiert was für uns, wir werden gesehen. Nein, sie lassen sich davon treiben, dass sich viele Männer und wenige Frauen persönlich profilieren. Und von der Gegenstimmung, den Themen, dem geschürten Hass, entfacht von einer erstarkenden rechtsextremen Partei. Und ihrer Inszenierung von Feindbildern und sich und uns Menschen als Opfer.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Besonders bedenklich sind die mangelnde Alarmbereitschaft angesichts der klimatischen Veränderungen, der Erderwärmung und die Verstärkung klimatischer Extreme. Die indirekten Folgen, wie die Zunahme von Erdbeben durch die steigende Masse der Meere und die Häufigkeit und Intensität auch dieser Ereignisse, werden kaum wahrgenommen. Ebenso wenig scheinen die vollendete Gletscherschmelze in den Alpen, die Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik, die Folgen der Massentierhaltung und so weiter ein Thema zu sein. Stattdessen wird im Kollektiv weiter gewähnt: „Ach, heiße Sommer gab es doch früher schon, das erzählt doch Opa.“ Dabei wird verdrängt, dass es sich nicht mehr um Ausnahmen handelt, sondern um eine von Menschenhand verursachte, über Jahrzehnte ansteigende, globale Erwärmung der Atmosphäre und der Weltmeere.</p>
<p>Es ist erschreckend, wie gleichgültig wir gegenüber der zerstörerischen Kraft des Menschen und der unaufhaltsamen Ausbeutung fossiler Brennstoffe zu sein scheinen. Ein allmächtiger Staatschef eines einflussreichen Landes kann per Erlass, ohne Einbeziehung demokratischer Prozesse, Entscheidungen treffen, die weitreichende Folgen haben. Gleichzeitig nutzen auch wirtschaftlich schwächere Staaten ihre Ressourcen aus und zerstören dabei essenzielle Ökosysteme wie den Amazonas-Regenwald. Der wirtschaftliche Vorteil scheint für fast jedes Land oberste Priorität zu haben. Oder besser gesagt: für die Herrscher dieser Länder, die uns das glauben lassen.</p>
<h3>Ich verstehe es nicht</h3>
<p>Es ist schwer zu begreifen, wie intelligente und erfinderische Menschen so kurzsichtig sein können. Fehler sind menschlich und bieten oftmals eine echte Möglichkeit zur Weiterentwicklung. Unsere Gedanken prägen uns. Gehirnzellen verdrahten sich entsprechend. Traumatische Erfahrungen können unter Umständen zu psychischen und physischen Erkrankungen führen, die wiederum unser Denken beeinflussen und festigen. Kombiniert mit genetischen Veranlagungen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen sind wir in unserem Denken vorgeprägt. Und nicht selten gefangen. Doch wir können unser Gehirn umprogrammieren, indem wir unsere Gedanken erweitern und neue Perspektiven einnehmen. Indem wir – mit der Zeit – lernen, anders zu denken, können wir auch anders handeln und leben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich verstehe, wie schwierig das ist. Vergangene Ereignisse sind zwar Geschichte, aber sie beeinflussen uns. Es erscheint oft aussichtslos und treibt uns aufzugeben. Die Infragestellung unserer bisherigen Lebenswerte ist die Herausforderung. Der einfachste Weg, auch für unser eigenes Wohlbefinden, scheint darin zu bestehen, an bestehenden Denkmustern festzuhalten oder die Ansichten der Mehrheit zu übernehmen. Das ist verständlich. Menschen handeln so oder suchen Ersatz, Verdrängung und Sublimierung. Es ist schwer, neue Denkweisen zu erlernen, wenn das Gehirn über Jahrzehnte, seit der Kindheit, in eine bestimmte Richtung gedacht hat. Das ist das Dilemma.</p>
<p>Unser Denken, das eines Machthabers des mächtigsten Staates, ebenso wie mein persönliches Denken, das ich als unvollkommen und unfertig betrachte, ist so, wie es ist. Es beeinflusst unser Handeln, jedes einzelne Individuum agiert nach seinen Überzeugungen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was ich jedoch nicht verstehe, ist, warum wir scheinbar jegliche Verantwortung für das Leben der Menschen, der Natur und die ökologische Vielfalt aller Tiere und Pflanzen verleugnen. Liegt es daran, dass wir Männer die Erfahrung einer Mama nicht nachvollziehen können? Dass Jahrhunderte der Ungleichberechtigung durch Männer zwischen den Geschlechtern, das Denken der Menschheit korrumpiert hat?</p>
<blockquote><p>Viele Jahre stand Robert Sarah an der Spitze der vatikanischen Gottesdienstbehörde. Er gilt als Anhänger jahrhundertealter kirchlicher Traditionen. Seiner Ansicht nach untergraben Abtreibungen, Pornografie und eine Gleichstellung der Geschlechter die christlichen Grundlagen der westlichen Zivilisation.</p></blockquote>
<p>Zitat: <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/papst-nachfolge-kandidaten-100.html" target="_blank" rel="noopener">Kommt der nächste Papst aus Afrika?</a></p>
<p>Zerstören wir auch deswegen – sogar im Namen des christlichen Glaubens – unsere Lebensgrundlage, insbesondere die unserer Kinder, unserer Zukunft?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es scheint: Ein Machthaber möchte unsterblich sein. Aber wir alle Lebewesen sind sterblich. Bedeutet das wirklich, dass uns Menschen die Zukunft gleichgültig ist? Ich versuche es, aber ich verstehe es nicht.</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/trump-deutet-deal-mit-russland-an-und-kritisiert-die-ukraine-wegen-nein-zu-gebietsabtretungen-100.html" target="_blank" rel="noopener">Trump deutet Deal mit Russland an</a></p>
<p><a href="https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-tiefseebergbau-100.html" target="_blank" rel="noopener">Trump fördert Tiefseebergbau per Dekret</a></p>
<p><a href="https://kuhrau.de/gedanken/wofuer-und-weniger-warum/">Wofür und weniger warum</a></p>
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