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	<title>Hoffnung &#8211; kuhrau.de</title>
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	<title>Hoffnung &#8211; kuhrau.de</title>
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		<title>Denn wir wissen, was wir tun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 15:47:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht zu Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Problem und Lösung]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img width="1000" height="638" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920.jpg" class="wp-image-16472 avia-img-lazy-loading-not-16472 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ein Puppenspieler mit einer Marionette auf einer gepflasterten Straße in einer Stadt, umgeben von historischen Gebäuden." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-800x510.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-400x255.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-768x490.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-705x450.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Denn wir wissen, was wir tun 1"></div>Wir wissen, was wir machen werden: ein Fest feiern. Denn wieder endet ein Jahr. Der vierte Advent. Weihnachten 2025, ein neues Jahr. Eigentlich eine Zeit der Besinnung, der Besinnlichkeit. Des Gefühls, der Freude. Besonders das christlich geprägte …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1000" height="638" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920.jpg" class="wp-image-16472 avia-img-lazy-loading-not-16472 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ein Puppenspieler mit einer Marionette auf einer gepflasterten Straße in einer Stadt, umgeben von historischen Gebäuden." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920.jpg 1000w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-800x510.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-400x255.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-768x490.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/12/iPhone-20250920-705x450.jpg 705w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" title="Denn wir wissen, was wir tun 2"></div><p class="opener">Wir wissen, was wir machen werden: ein Fest feiern. Denn wieder endet ein Jahr. Der vierte Advent. Weihnachten 2025, ein neues Jahr. Eigentlich eine Zeit der Besinnung, der Besinnlichkeit. Des Gefühls, der Freude. Besonders das christlich geprägte Weihnachten wird aber vom „kommerziellen Geschäfte machen“ überschattet. Mehr noch vereinnahmt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es macht mich etwas wehmütig und traurig: In einer immer mehr und einer ständig greller werdenden Zeit verlieren wir vielleicht so etwas wie ein Zur-Ruhe-Kommen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber nicht nur diese Feiertage – alles verändert sich. Weihnachten im Bürgertum, im 19. Jahrhundert. Weihnachten in der Nachkriegszeit. Ob im Osten oder im Westen. Nichts bleibt, wie es war. Leben heißt Veränderung. Wenn wir wissen, was wir tun.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Fast jede Nacht und früh am Morgen kommt Karo, unsere Katze, schnurrend ins Bett. So nahe, dass mich ihre Schnurrhaare an der Nase kitzeln. Augenkontakt ist ihr besonders wichtig. Sie weiß genau, was sie will. Viel Platz auf meinem Kopfkissen … Wenn ich bisher nicht ganz wach bin, kommt ihr Pfötchen. Auch Pfotenhalten mag sie in besonderem Maße. Wir sind als Menschen so überheblich und übersehen viel zu oft die Gefühlswelt, die Zärtlichkeit und die Liebe anderer Lebewesen. Neben den Gefühlen von Menschen.</p>
<p>Diese Zeit des Jahresendes ist auch eine Zeit des Rückblicks. Wie es scheint, wird immer deutlicher, wie wir Menschen Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen entgegengehen. Kriege nehmen kein Ende! Wehrdienst in Deutschland ist wieder Thema geworden. Man muss sich doch wehren können. Ist das wirklich so?</p>
<p>Die Spirale der Gewalt hat kein Ende. Das Schubladendenken in Gut und Böse ist nicht überwunden. Ängste greifen um sich. Werden verschärft. Menschen werden zunehmend aggressiver. Gerade auch im Alltag. Die Zündschnur im Kopf wird kürzer. Wann platzt die Bombe?</p>
<p>Wer entmutigt ist und sich aus seiner Situation nicht befreien kann oder will, wird unter Umständen zunehmend aggressiver.</p>
<p>Wenn ich in der Lage, in der ich mich befinde, unzufrieden bin und etwas machen muss, was ich nicht machen will, werde ich immer frustrierter. Wenn ich mich selbst nicht ändern kann, werde ich giftig, um im Extremfall womöglich mit Gewalt weiterzukommen. Die Kraft aufzubringen, die Situationen und vor allem mich zu sehen und zu wandeln – oder besser gesagt mich weiterzuentwickeln – ist schwer, scheinbar kaum möglich. Denn Ängste und das Gefühl, Sicherheit zu verlieren, stehen diesem oftmals im Weg.</p>
<p>Noch schwerer wird das, wenn es der Kontext gar nicht zulässt, das Denken so verfestigt ist, dass es weder links noch rechts noch die unendlichen Facetten wahrnimmt. Oder wenn Süchte einen derart fesseln und lähmen, dass jeglicher Wille, das eigene Selbst empfinden zu wollen, verloren scheint.</p>
<p>Besonders Diktatoren und extreme Parteien wissen das natürlich. Sie nutzen es aus! Mit Populismus und einfachen Feindbildern, die sie gezielt streuen und einsetzen, machen sie sich meine und deine Ängste zunutze. Sie wissen genau, was sie tun. Punkt.</p>
<p>Minderheiten wird die Schuld an der Lage, der Angst, der Sorgen, die wir empfinden, zugewiesen, haben und haben sollen. Denn so kann die Macht perfekt ablenken, von ihren Fehlern, und vor allem von den eigentlichen Zielen der Diktatoren und extremen Vereinigungen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Angst kann nicht selten auch ein Schutz sein. Aber wer Angst hat, wer eine einfach wahrklingende Lüge vorgezeigt bekommt, wer ohnehin innerlich eher bereit ist, aus seiner Furcht heraus sein Leben schützen und verteidigen zu wollen, der ist empfänglich für so logisch hallende Hetze.</p>
<p>Und wer weiß, welche egoistischen Vorteile sich ergeben werden? Welchen Profit man haben wird? Die müssen es doch wissen, die Politiker, die sagen, dass der oder diese Minderheit – weil sie anders ist – Schuld hat. Wie einfach ist es zu glauben.</p>
<p>Wer nicht weiß, nicht hinschauen und annehmen kann, wie bunt das Leben ist, der ist gefährdet und empfänglich.</p>
<p>Wenn aber – und wer weiß schon, wie nahe diese Zeiten sind – demokratische Regierungen in den mächtigsten Nationen abgeschafft sind, der Wahnsinn der Diktatoren die Welt beherrscht und Kriege und der Klimawandel das Weltgeschehen bestimmen, was dann?</p>
<p>Dann herrscht die Willkür, jedes kleine Wort kann den Tod bedeuten. Dann kann man, wenn überhaupt noch, in der totalen Selbstaufgabe überleben. Und so ist es dann wieder so weit, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat es gezeigt: Es wird sehr viel unschuldiges Blut vergossen. Ob Mehr- oder Minderheit, ist dann vollkommen irrelevant.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Und wir wissen es. Wir wissen, was wir tun.</h3>
<p>Deswegen ist es mein Wunsch für 2026: Öffnen wir die Augen. Schauen wir hin, blicken wir hinter die Kulissen. Lassen wir uns nicht von unserem eigenen Unvermögen und den Verführbarkeiten der kapitalistischen Diktatorenmacht unser Sein, unser aller „Recht zu leben“, nehmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Rufen wir lautstark zum Frieden auf. Und lieben wir. Uns selbst. Und jeden anderen. Egal welcher Minderheit, geschlechtlicher Orientierung, egal auch der Hautfarbe, kulturellen Heimat und religiösen Glauben oder was wir sonst meinen, als Verschiedenheiten zu haben. Kein Mensch wird böse geboren. Jede, jeder ist geprägt von ihrem/seinem Leben. Jeder, jede, ohne Ausnahme, darf geliebt werden.</p>
<p>Denn wen und was ich liebe, werde ich nicht mutwillig zerstören.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und der Extreme, der Scharfmacher? Der Diktator? All das sind keine Dummköpfe. Sie wissen ganz genau, was sie wollen. Warum auch immer, sie sind oftmals gefangen in ihrem Gedankengebilde. Und sie wissen bestimmt, was sie tun: uns verführen. Auch um Mehrheiten zu gewinnen, mit allen Mitteln, um Verhältnisse zu schaffen, in denen es dann keine Mehrheiten mehr benötigt.</p>
<p>Jedes Gespräch, jeder Gedanke, jede Tat ohne Gewalt ist ein Schritt in die Freiheit für das „Recht zu leben“. Wenn wir das durchschauen, haben wir sicher schon einen wichtigen Schritt der Abwehr gemacht, unsere kooperative Freiheitlichkeit nicht zu verlieren. Wir werden nicht jeden Verbrecher erreichen, leider ist es bei vielen einfach zu spät. Das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.</p>
<p>Das ist mein Wunsch für das neue Jahr 2026, mehr noch meine Hoffnung. Wenn es nicht schon zu spät ist. Aber es ist nie zu spät…</p>
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		<title>Denn wir wissen, was wir tun (Update)</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2025 12:36:09 +0000</pubDate>
		<description><![CDATA[Wir wissen, was wir machen werden: ein Fest feiern. Denn wieder endet ein Jahr. Der vierte Advent. Weihnachten 2025, ein neues Jahr. Eigentlich eine Zeit der Besinnung, der Besinnlichkeit. Des Gefühls, der Freude. Besonders das christlich geprägte …]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Wir wissen, was wir machen werden: ein Fest feiern. Denn wieder endet ein Jahr. Der vierte Advent. Weihnachten 2025, ein neues Jahr. Eigentlich eine Zeit der Besinnung, der Besinnlichkeit. Des Gefühls, der Freude. Besonders das christlich geprägte Weihnachten wird aber vom „kommerziellen Geschäfte machen“ überschattet. Mehr noch vereinnahmt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es macht mich etwas wehmütig und traurig: In einer immer mehr und einer ständig greller werdenden Zeit verlieren wir vielleicht so etwas wie ein Zur-Ruhe-Kommen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber nicht nur diese Feiertage – alles verändert sich. Weihnachten im Bürgertum, im 19. Jahrhundert. Weihnachten in der Nachkriegszeit. Ob im Osten oder im Westen. Nichts bleibt, wie es war. Leben heißt Veränderung. Wenn wir wissen, was wir tun.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Fast jede Nacht und früh am Morgen kommt Karo, unsere Katze, schnurrend ins Bett. So nahe, dass mich ihre Schnurrhaare an der Nase kitzeln. Augenkontakt ist ihr besonders wichtig. Sie weiß genau, was sie will. Viel Platz auf meinem Kopfkissen … Wenn ich bisher nicht ganz wach bin, kommt ihr Pfötchen. Auch Pfotenhalten mag sie in besonderem Maße. Wir sind als Menschen so überheblich und übersehen viel zu oft die Gefühlswelt, die Zärtlichkeit und die Liebe anderer Lebewesen. Neben den Gefühlen von Menschen.</p>
<p>Diese Zeit des Jahresendes ist auch eine Zeit des Rückblicks. Wie es scheint, wird immer deutlicher, wie wir Menschen Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen entgegengehen. Kriege nehmen kein Ende! Wehrdienst in Deutschland ist wieder Thema geworden. Man muss sich doch wehren können. Ist das wirklich so?</p>
<p>Die Spirale der Gewalt hat kein Ende. Das Schubladendenken in Gut und Böse ist nicht überwunden. Ängste greifen um sich. Werden verschärft. Menschen werden zunehmend aggressiver. Gerade auch im Alltag. Die Zündschnur im Kopf wird kürzer. Wann platzt die Bombe?</p>
<p>Wer entmutigt ist und sich aus seiner Situation nicht befreien kann oder will, wird unter Umständen zunehmend aggressiver.</p>
<p>Wenn ich in der Lage, in der ich mich befinde, unzufrieden bin und etwas machen muss, was ich nicht machen will, werde ich immer frustrierter. Wenn ich mich selbst nicht ändern kann, werde ich giftig, um im Extremfall womöglich mit Gewalt weiterzukommen. Die Kraft aufzubringen, die Situationen und vor allem mich zu sehen und zu wandeln – oder besser gesagt mich weiterzuentwickeln – ist schwer, scheinbar kaum möglich. Denn Ängste und das Gefühl, Sicherheit zu verlieren, stehen diesem oftmals im Weg.</p>
<p>Noch schwerer wird das, wenn es der Kontext gar nicht zulässt, das Denken so verfestigt ist, dass es weder links noch rechts noch die unendlichen Facetten wahrnimmt. Oder wenn Süchte einen derart fesseln und lähmen, dass jeglicher Wille, das eigene Selbst empfinden zu wollen, verloren scheint.</p>
<p>Besonders Diktatoren und extreme Parteien wissen das natürlich. Sie nutzen es aus! Mit Populismus und einfachen Feindbildern, die sie gezielt streuen und einsetzen, machen sie sich meine und deine Ängste zunutze. Sie wissen genau, was sie tun. Punkt.</p>
<p>Minderheiten wird die Schuld an der Lage, der Angst, der Sorgen, die wir empfinden, zugewiesen, haben und haben sollen. Denn so kann die Macht perfekt ablenken, von ihren Fehlern, und vor allem von den eigentlichen Zielen der Diktatoren und extremen Vereinigungen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Angst kann nicht selten auch ein Schutz sein. Aber wer Angst hat, wer eine einfach wahrklingende Lüge vorgezeigt bekommt, wer ohnehin innerlich eher bereit ist, aus seiner Furcht heraus sein Leben schützen und verteidigen zu wollen, der ist empfänglich für so logisch hallende Hetze.</p>
<p>Und wer weiß, welche egoistischen Vorteile sich ergeben werden? Welchen Profit man haben wird? Die müssen es doch wissen, die Politiker, die sagen, dass der oder diese Minderheit – weil sie anders ist – Schuld hat. Wie einfach ist es zu glauben.</p>
<p>Wer nicht weiß, nicht hinschauen und annehmen kann, wie bunt das Leben ist, der ist gefährdet und empfänglich.</p>
<p>Wenn aber – und wer weiß schon, wie nahe diese Zeiten sind – demokratische Regierungen in den mächtigsten Nationen abgeschafft sind, der Wahnsinn der Diktatoren die Welt beherrscht und Kriege und der Klimawandel das Weltgeschehen bestimmen, was dann?</p>
<p>Dann herrscht die Willkür, jedes kleine Wort kann den Tod bedeuten. Dann kann man, wenn überhaupt noch, in der totalen Selbstaufgabe überleben. Und so ist es dann wieder so weit, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat es gezeigt: Es wird sehr viel unschuldiges Blut vergossen. Ob Mehr- oder Minderheit, ist dann vollkommen irrelevant.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Und wir wissen es. Wir wissen, was wir tun.</h3>
<p>Deswegen ist es mein Wunsch für 2026: Öffnen wir die Augen. Schauen wir hin, blicken wir hinter die Kulissen. Lassen wir uns nicht von unserem eigenen Unvermögen und den Verführbarkeiten der kapitalistischen Diktatorenmacht unser Sein, unser aller „Recht zu leben“, nehmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Rufen wir lautstark zum Frieden auf. Und lieben wir. Uns selbst. Und jeden anderen. Egal welcher Minderheit, geschlechtlicher Orientierung, egal auch der Hautfarbe, kulturellen Heimat und religiösen Glauben oder was wir sonst meinen, als Verschiedenheiten zu haben. Kein Mensch wird böse geboren. Jede, jeder ist geprägt von ihrem/seinem Leben. Jeder, jede, ohne Ausnahme, darf geliebt werden.</p>
<p>Denn wen und was ich liebe, werde ich nicht mutwillig zerstören.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und der Extreme, der Scharfmacher? Der Diktator? All das sind keine Dummköpfe. Sie wissen ganz genau, was sie wollen. Warum auch immer, sie sind oftmals gefangen in ihrem Gedankengebilde. Und sie wissen bestimmt, was sie tun: uns verführen. Auch um Mehrheiten zu gewinnen, mit allen Mitteln, um Verhältnisse zu schaffen, in denen es dann keine Mehrheiten mehr benötigt.</p>
<p>Jedes Gespräch, jeder Gedanke, jede Tat ohne Gewalt ist ein Schritt in die Freiheit für das „Recht zu leben“. Wenn wir das durchschauen, haben wir sicher schon einen wichtigen Schritt der Abwehr gemacht, unsere kooperative Freiheitlichkeit nicht zu verlieren. Wir werden nicht jeden Verbrecher erreichen, leider ist es bei vielen einfach zu spät. Das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.</p>
<p>Das ist mein Wunsch für das neue Jahr 2026, mehr noch meine Hoffnung. Wenn es nicht schon zu spät ist. Aber es ist nie zu spät…</p>
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		<title>Nein, meine Söhne geb&#8216; ich nicht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 10:55:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="751" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1280x751.jpeg" class="wp-image-16434 avia-img-lazy-loading-not-16434 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Drei rote Hagebutten hängen an einem Zweig mit grünen Blättern vor einer Steinmauer." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1280x751.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-800x469.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-400x235.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-768x450.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1536x901.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1500x880.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-705x413.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Nein, meine Söhne geb&#039; ich nicht! 3"></div>Besonders als „Kind der Nachkriegszeit“ hat Reinhard Mey eine sehr klare Haltung zum Frieden, und dazu, wie überaus notwendig es ist, diesen zu erhalten. Nicht nur mit dem Song ‚Nein, meine Söhne geb’ ich nicht‘ (1986) bringt er das zum Ausdruck. …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="751" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1280x751.jpeg" class="wp-image-16434 avia-img-lazy-loading-not-16434 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Drei rote Hagebutten hängen an einem Zweig mit grünen Blättern vor einer Steinmauer." style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1280x751.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-800x469.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-400x235.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-768x450.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1536x901.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-1500x880.jpeg 1500w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611-705x413.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_1611.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Nein, meine Söhne geb&#039; ich nicht! 4"></div><p class="opener">Besonders als „Kind der Nachkriegszeit“ hat Reinhard Mey eine sehr klare Haltung zum Frieden, und dazu, wie überaus notwendig es ist, diesen zu erhalten. Nicht nur mit dem Song ‚<i><a href="https://www.reinhard-mey.de/download/RM_Alleingang/Nein_meine_Soehne_geb_ich_nicht_1986.pdf" target="_blank" rel="noopener">Nein, meine Söhne geb’ ich nicht</a>‘ </i>(1986) bringt er das zum Ausdruck.</p>
<p class="p1">Seit meiner Kindheit begleitet mich seine Musik. Chansons wie ‚<i>Ankomme Freitag, den 13.‘</i> (1969), ‚<i>Annabelle, ach Annabelle‘</i> (1972) oder ‚<i>Ich bin Klempner von Beruf‘ </i>(1974) im Ohr. Seine Lieder sind humorvoll bis nachdenklich, immer mit einer klaren Haltung, einem zu verstehenden, oft augenzwinkernden Blick auf die Welt.</p>
<p class="p1">Reinhard Mey singt <span class="s1">von, über und für seine Lieben</span>, und schafft damit Lieder, die Generationen verbinden. Seine Texte sind ehrlich, poetisch und unverwechselbar – Ausdruck einer Haltung, die Menschlichkeit über alles stellt.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Reinhard Mey &amp; Freunde - Nein, meine Söhne geb' ich nicht [Offizielles Video]" src="https://www.youtube.com/embed/1q-Ga3myTP4" width="791" height="445" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=1q-Ga3myTP4" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Mey &amp; Freunde – Nein, meine Söhne geb’ ich nicht [offizielles Video]</a></p>
<p><a href="https://www.reinhard-mey.de/" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Mey – Offizielle Website</a></p>
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	<item>
		<title>Nein, meine Söhne geb&#8216; ich nicht! (Update)</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 11:08:29 +0000</pubDate>
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		<content:encoded><![CDATA[<p class="opener">Besonders als „Kind der Nachkriegszeit“ hat Reinhard Mey eine sehr klare Haltung zum Frieden, und dazu, wie überaus notwendig es ist, diesen zu erhalten. Nicht nur mit dem Song ‚<i><a href="https://www.reinhard-mey.de/download/RM_Alleingang/Nein_meine_Soehne_geb_ich_nicht_1986.pdf" target="_blank" rel="noopener">Nein, meine Söhne geb’ ich nicht</a>‘ </i>(1986) bringt er das zum Ausdruck.</p>
<p class="p1">Seit meiner Kindheit begleitet mich seine Musik. Chansons wie ‚<i>Ankomme Freitag, den 13.‘</i> (1969), ‚<i>Annabelle, ach Annabelle‘</i> (1972) oder ‚<i>Ich bin Klempner von Beruf‘ </i>(1974) im Ohr. Seine Lieder sind humorvoll bis nachdenklich, immer mit einer klaren Haltung, einem zu verstehenden, oft augenzwinkernden Blick auf die Welt.</p>
<p class="p1">Reinhard Mey singt <span class="s1">von, über und für seine Lieben</span>, und schafft damit Lieder, die Generationen verbinden. Seine Texte sind ehrlich, poetisch und unverwechselbar – Ausdruck einer Haltung, die Menschlichkeit über alles stellt.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Reinhard Mey &amp; Freunde - Nein, meine Söhne geb' ich nicht [Offizielles Video]" src="https://www.youtube.com/embed/1q-Ga3myTP4" width="791" height="445" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=1q-Ga3myTP4" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Mey &amp; Freunde – Nein, meine Söhne geb’ ich nicht [offizielles Video]</a></p>
<p><a href="https://www.reinhard-mey.de/" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Mey – Offizielle Website</a></p>
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	</item>
	</item>
		<item>
		<title>Vom Ich zum Du</title>
		<link>https://kuhrau.de/gedanken/vom-ich-zum-du/</link>
					<comments>https://kuhrau.de/gedanken/vom-ich-zum-du/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 May 2025 10:25:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="855" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-1280x855.jpg" class="wp-image-14944 avia-img-lazy-loading-not-14944 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Stadtspaziergang Friedrichshain Kreuzberg" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-1280x855.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-800x534.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-400x267.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-768x513.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-1536x1026.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-644x430.jpg 644w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-944x630.jpg 944w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-705x471.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Vom Ich zum Du 5"></div>Vom Ich zum Du. Wer bin ich? Ich könnte mit maximaler Geschwindigkeit die Landstraße entlangdüsen. Über jeden langsameren Autofahrer ärgerte ich mich, der wieder ein Verkehrshindernis sein würde, das meine Freiheit einschränkte. Und egal, wie knapp …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="855" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-1280x855.jpg" class="wp-image-14944 avia-img-lazy-loading-not-14944 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Stadtspaziergang Friedrichshain Kreuzberg" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-1280x855.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-800x534.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-400x267.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-768x513.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-1536x1026.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-644x430.jpg 644w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-944x630.jpg 944w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-705x471.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_110035.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Vom Ich zum Du 6"></div><p class="opener">Vom Ich zum Du. Wer bin ich? Ich könnte mit maximaler Geschwindigkeit die Landstraße entlangdüsen. Über jeden langsameren Autofahrer ärgerte ich mich, der wieder ein Verkehrshindernis sein würde, das meine Freiheit einschränkte. Und egal, wie knapp es werden würde, ich würde überholen, was scherte mich die durchgezogene Mittellinie? Ich würde an mich denken, mein Privileg, mein Gefühl von Ungebundenheit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich kann mit achtzig fahren und vorausschauend bremsen. Und mich über jeden Zehntelliter weniger Benzin freuen, den ich verbrauche, den ich verbrenne, wodurch ich ein klitzekleines bisschen weniger Schadstoffe in meine Umwelt blase. Ich kann an Mutter Natur, das Du, denken. Und dass von mir weniger Gefahr für andere ausgeht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es ist immer eine Frage der Perspektive und die des Gefühls, das ich damit verbinde.</p>
<p>Selbstverständlich bleibt es wichtig, dass ich mich selbst nicht aus den Augen verliere. Ohne Wenn und Aber. Mein Blick auf mich, genauso wie die Sicht auf die anderen, dem Du, bleibt unverstellt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Verantwortung für mich selbst tragen ist kein Egoismus. Aber die Grenzen sind fließend. Wenn ich Bewusstsein für mich übernehme, ist das ein erster Schritt, auch anderen zu zeigen, dass das Du sich auf mich verlassen kann, und vielleicht nur ein wenig mehr mit Verantwortlichkeit zu handeln.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dagegen wäre mit meinem Helfersyndrom dem anderen auch nicht unbedingt geholfen. Eigenständigkeit und Selbstwertgefühl zu fördern, ist ebenso klug. Für wen mache ich es, ist die Frage. Ich bin das Netz, der doppelte Boden, die Sicherheit. Aber ich stehe nicht vor dem anderen, dem Du, und versperre nicht den Blick auf Dich selbst.<span class="Apple-converted-space"> Ich stehe neben ihm, und wenn er das „Du“ möchte, dann reiche ich meine Hand. Das Können ist, dafür mein Gespür zu entwickeln.</span></p>
<p>Ich bin nicht vollkommen, ich bin auf dem Weg, mein Leben lang. Du bist mein Netz, mein doppelter Boden. Und Du reichst mir Deine Hand.</p>
<p>Ich könnte es genießen, ich könnte es für mein Seelenheil benötigen, wenn ich mich komplett verausgaben würde, mit dem Sport, den ich betreibe. Den Triathlon, den ich gewinnen würde. Die Muskeln, die ich fühlen würde. Jeder Schweißtropfen wäre mein Elixier. Egal wo ich bin, ich würde mich sehen, mich fühlen. Ich trainierte, um auf dem Rad noch schneller zu werden. Meinem Körper ginge es gut, ich fühlte mich fit.</p>
<p>Es wäre mein Ausgleich zum stressigen Beruf. Es wäre meine Ablenkung von den Anforderungen, die meine Familie, meine Kinder jede Minute stellen würden. Endlich könnte ich mich spüren.</p>
<p>Dabei zu erkennen, was ich so vielleicht hinter einer Maske vor mich und dem anderen, dem Du, verberge, das weiß ich nicht wirklich.</p>
<p>Ich kann ganz „normal“ laufen. Ich kann dabei hinschauen, dass andere sehen. Die Pflanzen am Wegesrand, das Lichtspiel in den Blättern. Das Besondere, das Einzigartige in der Natur. Ich kann den Wind spüren, das Meeresrauschen genießen. Ich kann mich auf mein menschliches Tempo einlassen und dabei, weil ich nicht zu schnell dafür bin, das andere, das Du, hautnah erfahren. Und ich kann mich in dem, was ist, fühlen. Ich brauche nicht im Gegensatz den Kick zu suchen, in allem, was immer wieder neu sein muss.</p>
<p>Wieder könnten meine Kinder stören, ich könnte mich nicht konzentrieren können. Ich würde ungeduldiger werden, ich würde nichts erklären, dafür hätte ich keine Zeit. Ich müsste das doch noch fertig bekommen. Jetzt wäre Ausruhen angesagt, seid mucksmäuschenstill, ihr anderen. Und mein Vater hat es früher auch getan, das hat mir doch auch nicht geschadet. Und meine Mutter hat es doch genauso gemacht. Das kann doch nicht falsch sein.</p>
<p>Und ich kann mich auf den Boden setzen. Zuschauen, was meine Kinder spielen. Zeit haben. Mich darauf einlassen, wie bereichernd es ist, zu sehen, was Kinderaugen vielleicht zum ersten Mal erblicken. Mit meinen Erfahrungen kann ich ihnen helfen, Antworten auf ihre Neugierde in sich selbst zu entdecken, ohne sie zu bevormunden. Ohne mich größer zu machen, als die Kleinen. Denn alles, was ich weiß, ist meine persönliche Wahrheit, muss aber nicht auch die des anderen, des Du, sein oder werden. Jeder hat seine persönliche Wahrhaftigkeit, und dass diese gefunden und gelebt werden darf, bedeutet Freiheit.</p>
<p>Arbeitsteilung: Du könntest das erledigen, ich könnte dieses erledigen. Damit wären wir doch sehr viel produktiver, und wieder hätten wir Zeit gespart. Zeit ist Geld. Ja, aber das würdest Du schon schaffen, stelle Dich nicht so an. Andere haben das auch bewerkstelligt. Die anderen wären mein Vorbild, an dem ich mich messe.</p>
<p>Wir machen es gemeinsam. Nicht alles, ein jeder benötigt seinen Raum, seine Zeit für sich. Zusammen erledigen, denn so fällt es leichter. Und uns dabei die Zeit lassen, die es einfach benötigt. Keine steht mit einer Stechuhr hinter uns und treibt uns an, tritt uns in den Allerwertesten. Viele Augen sehen mehr als zwei. Super, Deine Idee, es so zu machen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Hier könnte doch noch ein Komma fehlen, noch einmal und abermals müsste ich es besser machen. Perfekt, bis ich mich darin spiegeln konnte. Es glänzt wie Gold, kein anderer Mann bekäme es besser hin als ich. Da würde ich doch noch einen Fehler entdecken, ein Haar in der Suppe. Und wenn es irgendwann später nicht mehr vollkommen sein würde, dann kaufte ich es neu, das Alte käme auf den Müll. Es könnte schon ziemlich angejahrt sein. Mir gefiele es nicht, es wäre unmodern geworden, es könnte weg. Ich könnte es nicht mehr sehen wollen, es könnte technisch veraltet sein, zu langsam geworden – was soll ich noch damit?</p>
<p>Ach, es sieht nicht makellos aus, dort ist es schief. Das muss doch nicht der Maßstab sein. Der Weg ist das Ziel. Vollkommenheit liegt immer auch in den Augen des Betrachters.</p>
<p>Wie schön das ist, und über hundert Jahre ist es alt. Mit wie viel Handwerkskunst es hergestellt wurde, vom Du. Die Schnitzerei, die Funktion, und nicht zuletzt das Material, das sich doch zu reparieren, was der Meister damals geschaffen hat. Ein bisschen Farbe, und es eröffnet sich ein ganz anderer Blick auf das Können der Vergangenheit. Und das hier können wir umfunktionieren, ihm einen neuen Sinn geben, es erhalten, reparieren, weil es wertvoll ist, als das, was es ist. Und die Patina, die braucht es, denn sonst erkenne ich kaum noch die Bedeutung, die es hatte, hat und haben wird.</p>
<h3>Vom Ich zum Du</h3>
<p>Ich könnte, ich kann – in allen Lebensbereichen zeigt sich je nachdem, mit welcher Gewichtung wir uns selbst und das andere, das Du, bewahren. Was uns wirklich wichtig ist. Wofür wir unsere Verantwortung übernehmen. Ein jedes hat seine Berechtigung, seine Zeit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Jeder von uns ist sterblich. Wenn ich lebe, dann ist das Vergangenheit, mit jeder Minute, die vergeht. Ruhm ist vergänglich. Sobald ich das „Du“ erkenne und fördere, gedeiht vielleicht ein bisschen Unsterblichkeit. Mit der Erinnerung an das „Ich“ und dem Blick auf das „Du“ hat das „Wir“ eine Zukunft. Das ist Michaels Hoffnung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Ein kleines Licht der Hoffnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2025 10:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht zu Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="855" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1280x855.jpg" class="wp-image-14948 avia-img-lazy-loading-not-14948 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Stadtspaziergang Friedrichshain Kreuzberg" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1280x855.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-800x534.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-400x267.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-768x513.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1536x1026.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-644x430.jpg 644w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-944x630.jpg 944w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-705x471.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ein kleines Licht der Hoffnung 7"></div>Es macht etwas, ein bisschen Hoffnung: Ein Papst mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft wurde gewählt. Ein Gegengewicht zum US-Präsidenten. Der mächtigste Mann der Kirche. Der Pontifex maximus wird vielleicht politischer, allerdings ist er kein …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="855" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1280x855.jpg" class="wp-image-14948 avia-img-lazy-loading-not-14948 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Stadtspaziergang Friedrichshain Kreuzberg" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1280x855.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-800x534.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-400x267.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-768x513.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-1536x1026.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-644x430.jpg 644w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-944x630.jpg 944w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-705x471.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/05/NIKON-Z-5_20250502_105046.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ein kleines Licht der Hoffnung 8"></div><p class="opener">Es macht etwas, ein bisschen Hoffnung: Ein Papst mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft wurde gewählt. Ein Gegengewicht zum US-Präsidenten. Der mächtigste Mann der Kirche. Der Pontifex maximus wird vielleicht politischer, allerdings ist er kein Politiker. Wir sollten keine allzu große Hoffnung haben. Und auch unsere Erwartungen zügeln.</p>
<p>Dennoch zeigt es sich in einem anderen Licht, dass es auch andere Werte in unserer Gesellschaft gibt als etwa die eines amerikanischen Präsidenten, eines russischen Diktators oder einer türkischen oder chinesischen Regierung. Dass es Menschen gibt, die sich nach etwas anderem sehnen als dem, was mit uns die weltweit mächtigsten Machthaber anrichten.</p>
<p>Es ist oft einfacher, sich anzupassen, aus großer Angst. Und immer zu hoffen, ach, es wird doch möglicherweise nicht so schlimm. Und was wird mein Gewinn sein? Vielleicht wird es morgen besser. Selbst mit dem Tod vor Augen kann sich immer auch das Blatt wenden.</p>
<h3>Die Hoffnung stirbt zuletzt</h3>
<p>Wie oft lähmt uns unsere Bangigkeit, gepaart mit dieser Hoffnung? Und wir ändern nichts. Es ist doch auch viel unkomplizierter, einfach so weiterzumachen. Es ist leichter, den anderen die Schuld zu geben. Und es ist bequemer, von der Politik zu fordern, dass diese etwas ändern muss, als von der Industrie. Hauptsache, ich bin nicht persönlich betroffen und kann weitermachen wie bisher.</p>
<p>Auch ist es hilfreich, auf die Kraft der Religion zu hoffen, die einem den Halt gibt für das Leben. Und diesen Wunsch zu hegen, ist nie falsch. Das möchte ich betonen.</p>
<p>Dennoch müssen wir stets bei uns selbst anfangen. Denn die Menschen in Politik und Wirtschaft haben alle ihre eigenen persönlichen Vorstellungen. So wie ich. Und nur wenn sie genauso wie meine Wenigkeit ihre Einstellung wandeln, kann sich etwas ändern.</p>
<p>Was soll sich korrigieren, wenn bislang nicht mal ich selbst mich ändere? Gerade auch in Hinblick auf den globalen Klimawandel, die Erwärmung der Erde. Wenn ich weiterhin nicht beginne, mein Konsumverhalten anzupassen.</p>
<p>Wenn ich selbst kein Vorbild bin und einfach nur erwarte, dass unsere Politiker alles für uns erledigen, was soll dann passieren? Die Wirtschaft soll blühen, und wir alle benötigen Arbeitsplätze. Wachstum ist das Wichtigste. Mit diesen Werten scheint jede tiefgreifende Veränderung außerhalb der Wirtschaftlichkeit eine Unmöglichkeit. Denn wenn wir Menschen, jeder Einzelne von uns, nicht bereit sind, unser Denken zu ändern, kann sich nichts ändern.</p>
<p>Überdies, wenn sich das nicht in unseren Gehirnzellen festigt, dass es um weit mehr geht, um das Recht zu leben. Um die Existenz der Erde. Nicht nur für wenige Individuen, sondern für das Ganze auf dieser Welt.</p>
<p>Andererseits ist die Politik auch gefordert, die Rahmenbedingungen anzupassen. Dies kann aber nur geschehen, wenn wir entsprechend fordern, wählen und dazu persönlich bereit sind. Und nicht gleich losschreien, wenn wir leibhaftig betroffen sein könnten.</p>
<p>Wir Menschen können genauer gesagt nicht alles, werden dies auch nie können, auch wenn wir es glauben wollen. Wir können keinen fruchtbaren Boden erschaffen, mit all seinen biologischen Zusammenhängen, so wie es die Natur in ihrem Zusammenspiel von Insekten, Tieren und Pflanzen schöpfen kann. Egal, welche Mengen an Dünger und „Pflanzenschutzmitteln“ wir in den Boden geben.</p>
<h3>Vergessen</h3>
<p>Denn schon morgen wird es vergessen sein: wie es sich anfühlt, wenn Bienen summen und Schmetterlinge tanzen. Der Einzelne muss sich dieses Wissen bewahren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was in den vergangenen Jahrzehnten verloren gegangen ist, werden in ein paar Dekaden die Menschen nur noch aus den Geschichtsbüchern erahnen. Weil sie nicht mehr erfahren haben, wie sich die Vielfalt anfühlt. Wie der Apfel aus dem Garten schmeckt, die Kirschen frisch gepflückt vom Baum, das Sauerteigbrot, gebacken in der Backstube nach alten, überlieferten Rezepten. Wir werden vergessen, wenn unsereins nur noch die chemisch auf Haltbarkeit und Einheitsgeschmack ausgerichteten Produkte einer Massenindustrie kennt.</p>
<p>Im Nichtwissen verschwinden, wie die Sommer in vergangenen Zeiten waren, wie sich Schnee anfühlt. All dies wird verloren gehen, weil wir Menschen es nicht mehr hautnah erfahren werden. Und eines Tages werden wir es weiterhin nicht einmal mehr vermissen, weil es nur noch in den Geschichtsbüchern steht. Oma, erzähle mir von früher, werden unsere Enkel immer seltener fragen.</p>
<p>Wir werden vergessen, weil wir, jeder persönlich, verschlafen hinzuschauen, was heute noch ist und was wir jeder Einzelne tun könnte, tun müsste, um das, was zudem ist, zu bewahren, zu retten. Um zu retten, was noch zu retten ist.</p>
<p>Wenn ich das von anderen fordere, wird sich nichts ändern, weil ich mich selbst nicht ändere und damit kein Beispiel bin, das andere motiviert, mitzumachen.</p>
<p>Ach ja, das ist so schön gesagt. Aber ich selbst kann es nicht besser. So vieles schmeckt einfach so gut, warum soll ich auf Eier, auf Käse, gelegentlich mal auf Fleisch, auf tierische Produkte verzichten?</p>
<p>Und was kann ich damit als Einzelner schon ausrichten? So glauben wir doch. Was ändert sich, wenn nur ich mich ändere? Das bringt rein gar nichts. Die tierische Massenproduktion wird weitergehen. Das wirtschaftliche Denken, der Kapitalismus doch auch. Nichts macht es aus, nur weil ich es anders mache.</p>
<p>Das ist die Falle: Ich kann kein Fünkchen wirklich verändern in meinem Leben, weil es scheint, dass die Wirkung fehlt. Und mit dieser einfachen „Entschuldigung“ wird sich in der Gesellschaft kaum etwas revolutionieren können, weil mit der Hoffnung alleine sich gar nichts wandeln kann.</p>
<p>Wir, jeder Einzelne, egal welchen Alters, müssen unser Verhalten ändern. In der Hoffnung, immer mehr zu werden.</p>
<p>Wir müssen unsere Einstellung ändern, wie wir die Welt sehen. Wie wir sie akzeptieren. Weniger das Geld auf dem Konto, sondern mehr die Vielfalt der Natur, muss uns bereichern.</p>
<p>Unsereins müssen wieder lernen, die Welt nicht mit den menschlichen Händen zu formen, sondern ihr wieder den Raum zu geben, den sie benötigt, damit sie sich in ihrer Vielfalt entwickeln kann.</p>
<h3>Ergebnis: Klimakatastrophe</h3>
<p>Es ist meiner Ansicht nach der größte Fehler der Menschheit, sich die Natur untertan zu machen. Mit dem Resultat der von Menschenhand verursachten Klimakatastrophe.</p>
<p>Der Rassismus gegen bestimmte Menschengruppen ist „nur“ die Spitze des Eisbergs, wir leben einen Rassismus gegen die Tier- und Pflanzenwelt. Wir denken in unserem kleinen Hirnkasten ausschließlich an uns. Und erheben uns über alles.</p>
<p>Kinder einer Großstadt wissen immer seltener, dass das Getreide auf dem Feld die Lebensgrundlage ist und was es bedeutet, wenn Wasser nicht aus der Leitung kommt. Ansätze wie eine Kreislaufwirtschaft oder eine Permakultur werden von der Masse der Menschen verlacht. Es ist zu aufwendig, das Wachstum der Wirtschaft kann nicht garantiert werden, und wie soll so die Weltbevölkerung ernährt werden? Zweifel sind schnell gesät.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Vegetarische oder vegane Ernährung wird verpönt, auch ganz ohne Fleisch, das ist doch ungesund. Unbestritten kann es zu Mangelerscheinungen im menschlichen Organismus kommen. Und hochindustriell hergestellte Fleischersatzprodukte sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Meiner Ansicht nach geht es weniger darum, etwas gar nicht zu machen, sondern viel mehr darum, wie wir es tun. Und dass wir uns der Folgen bewusst werden, bevor es zu spät ist.</p>
<p>Mehr und mehr geht das Wissen verloren, so wie ich das, was ich nicht übe, verliere. Wenn ich die Aufmerksamkeit gegenüber dem anderen verliere, das andere, wenn ich meine Verantwortung für das Leben verliere. Aber das eine funktioniert nicht ohne das andere.</p>
<p>Man darf sich vom Alltag nicht einlullen lassen. Immer wieder aufmerksam zu bleiben für den Partner, die Umgebung und sich selbst, ist eine Herausforderung. Auch wenn die Routine, der Alltag oder Ablenkung oft dazu führen, die Wahrnehmung zu stören. Und vor allem ist ein jeder oftmals versucht, den Weg des geringsten Widerstands einzuschlagen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn nicht jeder Mensch bei sich anfängt, wird das in der Gesellschaft nicht sichtbar. Wenn die Allgemeinheit, die Politik, nicht die Voraussetzungen ändert und schafft, dann kann sich der Einzelne kaum ändern.</p>
<p>Der Hund beißt sich in den Schwanz.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie soll ich ohne Auto die Strecke über 20 Kilometer Land zur Arbeit kommen, ohne Alternativen? Noch weniger wird sich ändern können, wenn wir nicht aufhören, nur an den eigenen persönlichen Vorteil zu denken. Wenn wir nicht erkennen, dass es sich um weit mehr als um uns selbst dreht. Und dass mein Dasein nur ein klitzekleiner Teil ist, aber dennoch auch ein immens wichtiger, im Zusammenspiel mit dem Ganzen.</p>
<p>Aber vermutlich kann die Menschheit nicht aus ihrer Haut. Weil sie über Jahrhunderte Generationen das Denken in den Genen gespeichert hat. Oder auch in den kollektiven Erfahrungen der Ahnen. Wo auch immer.</p>
<p>Wir, jeder Einzelne, müssen also umdenken, damit sich die Masse ändert. Die Summe des Einzelnen. Für das Recht zu leben. Für eine wirkliche und ausschließliche Gleichberechtigung, nicht nur zwischen den menschlichen Geschlechtern, sondern zwischen allen Lebewesen der Natur.</p>
<p>Kein Geschöpf ist weniger, ist mehr als ich. Das gilt es zu denken. Danach heißt es, zu leben. Dafür gilt es, die Verantwortung zu übernehmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dabei benötigen wir Institutionen, die uns Menschen bei dieser Sinnhaftigkeit unterstützen. Hier sehe ich die Aufgaben der Zukunft, gerade auch für die Kirchen. Denn alleine fühle ich mich zu klein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Das wahre Gesicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Mar 2025 17:38:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="855" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-1280x855.jpg" class="wp-image-14521 avia-img-lazy-loading-not-14521 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Das wahre Gesicht" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-1280x855.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-800x534.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-400x267.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-768x513.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-1536x1026.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-644x430.jpg 644w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-944x630.jpg 944w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-705x471.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Das wahre Gesicht 9"></div>Das wirklich wahre Gesicht zu erkennen, bedarf viel Aufmerksamkeit und Mut. Und einer kritischen Distanz. Es zu erfassen, ist möglicherweise die wirklich wesentliche Aufgabe, die sich uns als Gesamtheit stellt.  Wie oft vernebeln wir unsere Sinne? …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="855" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-1280x855.jpg" class="wp-image-14521 avia-img-lazy-loading-not-14521 attachment-large size-large wp-post-image" alt="Das wahre Gesicht" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-1280x855.jpg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-800x534.jpg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-400x267.jpg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-768x513.jpg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-1536x1026.jpg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-644x430.jpg 644w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-944x630.jpg 944w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-705x471.jpg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053-58x39.jpg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/03/NIKON-Z-5_20250329_125053.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Das wahre Gesicht 10"></div><p class="opener">Das wirklich wahre Gesicht zu erkennen, bedarf viel Aufmerksamkeit und Mut. Und einer kritischen Distanz. Es zu erfassen, ist möglicherweise die wirklich wesentliche Aufgabe, die sich uns als Gesamtheit stellt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie oft vernebeln wir unsere Sinne? Sei es aus Spaß. Beispielsweise, weil das Bier schmeckt. Bei dem einen es dann nicht bleibt. Weil wir dazugehören wollen. Kein Außenseiter am Rand der breiten Masse sein wollen. Bis wir als Gefangene einer Sucht nicht mehr anders können. Das eigentliche Gift ist die ‚Maßlosigkeit des Menschen‘, meinte neulich meine Liebste zu mir – und sie hat so recht. Auch so verschleiert sich das wahre Gesicht.</p>
<p>Wesentlich ist auch immer der differenzierte Rückblick auf unsere Geschichte.</p>
<p>Eigentlich war mir Gregor Gysi bisher nicht unsympathisch, für mich aber dennoch auch ein gerüttelt Maß undurchsichtig. Denn seine Rolle im DDR-Regime wird wohl nie aufgeklärt. Er bestreitet, für die Stasi als Informant tätig gewesen zu sein. Gysi selbst wird nie zugeben, was er wie getan oder auch unterlassen hat. Dazu ist er intelligent genug und derart redegewandt, er weiß genau, wie er sich inszeniert.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als Alterspräsident hielt der letzte SED-Vorsitzende Gysi im Bundestag am 25. März 2025 eine Rede, mit der er die konstituierende Sitzung des neuen Bundestags eröffnet hat. Professor Dr. Rieck analysiert diese Rede in ihrer Art und Weise, wie sie gehalten wurde. Dabei findet er Parallelen dazu, wie in der DDR Reden präsentiert wurden. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, ob Gysi ebendieses nicht bewusst war.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Kurz vor der Bundestagswahl verbreitet „Die Linke“ über soziale Medien ein Video, das Gregor Gysi mit Sturmhaube zeigt. Eine Sturmmaske dient dazu, sich zu vermummen, um dadurch unerkannt zu bleiben, insbesondere bei Gewalttaten. Unterschwellig bereitet Gysi so, als ein gegenwärtiges Gesicht der Linken, den Boden für eine extremistische Stimmung weiter die Bahn.</p>
<blockquote><p>Die Gefahr ist dann besonders bedrohlich, wenn wir sie nicht als Gefahr erkennen. Zitat: Professor Dr. Rieck.</p></blockquote>
<p>Ein linker Politiker mit Sturmhaube steht symbolisch für Linksextremismus. Gysi zeigt sein wahres Gesicht, wagt sich aus der Deckung. Schauen wir genau genug hin, um darin ein Risiko zu erkennen?</p>
<p>Wer die Todesgrenze der DDR verharmlost, bagatellisiert eine Gewaltherrschaft. Eine Gesellschaftsform, die ihre Menschen mit Pression daran hindert, sich frei zu entscheiden, wo und wie sie leben möchten, interpretiert Freiheit sehr subjektiv.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Jede Gewaltherrschaft ist zu verurteilen. Linksextremismus genauso wie Rechtsextremismus. Aber immer mehr erblüht und spaltet sich die Gesellschaft in extreme Richtungen. Das ist nicht neu in der Geschichte der Menschheit. Mit den technischen Möglichkeiten werden die Folgen aber immer unberechenbarer für unsere einzige Welt.</p>
<blockquote><p>US-Präsident Trump will per Dekret die amerikanische Geschichte umdeuten. Er beauftragte seinen Vize Vance damit, in Museen auf Darstellungen im Sinne der neuen Regierung hinzuarbeiten. Zitat: Deutschlandfunk</p></blockquote>
<p>Wieder einmal zeigt der mächtigste Mann der USA sein wahres Gesicht. Die Mehrheit der Amerikaner hat ihn gewählt. Das ist eine Realität, mit der es heißt, umzugehen. Nur wie?</p>
<p>Überdeutlich zeigt Trump, dass die Unwahrheit, die nur einseitige Beleuchtung der Tatsachen, ein probates Mittel zum Zweck ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Lügen vernebeln die Sinne. Wer lügt, dem kann man nicht vertrauen. Ich jedenfalls nicht. Egal wem. Und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man kein Vertrauen haben kann. Es ist bedrückend. Wenn man verunsichert wird. Es verletzt die Seele, wenn man vertrauten Personen nicht vertraut. Man schlittert in einen pergamenten Zwiespalt. Man muss immer versuchen, wachsam zu bleiben. Nichts falsch zu machen. Stimmungen aufzunehmen. Dabei verliert man sich selbst. Wird zutiefst verunsichert und kann nur sehr schwer Selbstvertrauen aufbauen.</p>
<p>Das machen Lügengeschichten mit uns. Sie zerstören Vertrauen. Logisch, es gibt neben Lügen auch andere Ursachen für fehlendes Vertrauen. Unkontrollierte Gewalt oder verdeckte Aggressivität beispielsweise. Nicht wirklich verarbeitete Traumata. Seelische Wunden, die über Generationen weitervererbt wurden. Die Gründe sind vielfältig. Die Folgen sind ähnlich.</p>
<p>Vertrauen in sich selbst und Vertrauen in andere ist gestört.</p>
<p>Fehlt aber Zuversichtlichkeit, wie immer deutlicher wird, auch das Zutrauen zu unserer demokratischen Regierung, so verunsichert das die Gesellschaft. Je mehr die Unsicherheit wiederum zunimmt, desto instabiler wird das Gesellschaftssystem. Die Unsicherheit lässt die Akzeptanz der Extreme, auch die Gewaltbereitschaft, wachsen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Je haltloser ich bin, umso williger werde ich unter Umständen, mit extremen Handlungsoptionen meine Sicherheit zurückzugewinnen. Wenn ich andererseits sicher in mir ruhe, besteht zu Extremen kaum eine Notwendigkeit.</p>
<p>Das passiert gerade in der Gesellschaft. Die Rechtsextremen, wie sie sich in der AfD bündeln, werden zunehmend gewählt. Aber, wie das Auftreten Gysis belegt, auch die Bejahung der Linksextremen. Und wir erkennen es nicht wirklich als ein Problem!</p>
<p>Das macht mir Angst. Das ist die Gefahr der heutigen Zeit: das Extreme, das Maßlose, die Gier nach immer mehr und mehr, ohne Grenzen zu respektieren. Egal nach welchem Duktus, Jacke wie Hose, was es kostet, an Geldsummen, an Menschenleben.</p>
<p>Und alles, auch weil uns Menschen das Vertrauen fehlt. Die Sicherheit. Wir Menschen verlieren uns, mit unserem Gebaren, der rigorosen Ausbeutung von Ressourcen, der Verursachung der Klimakatastrophe und der Verantwortungslosigkeit, die das Vertrauen in die weitsichtige Handlungsfähigkeit der Menschheit stark unglaubwürdig vermittelt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Überdies gibt es Köpfe, die diese Sachlage für die eigenen Interessen ausnutzen. Mehr noch, die die Atmosphäre entsprechend anheizen. Für Ideale, die sie vertreten, ein Weltbild, an das sie glauben, oder auch die eigene Macht, die eigene Herrschaftsgewalt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Napoleon, Sonnenkönig Ludwig XIV., Dschingis Khan, Cäsar, Hitler, Stalin und unzählige andere Herrscher, gingen unter anderem als erbarmungslose Charaktere in die Geschichte ein, die, egal wie, ihre Macht ins Unermessliche ausdehnen wollten. Trump scheinen diese Fußabdrücke kaum zu groß.</p>
<p>Das ist das Trauma der Menschheit, das seit Eva und Adam uns Geschöpfe krank macht.</p>
<p>Dabei glauben wir der Lüge oft mehr als der Wahrheit. Es klingt doch so logisch, so einfach. Spricht uns an, unsere verborgenen Ängste, unsere Wünsche, zum Beispiel nach Sicherheit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Genau das führt aber auch dazu, uns so unglaublich mühelos beeinflussbar zu machen. Wie Wachs in den Händen der neuen Führungen, die uns an ihren Schnüren wie Marionetten führen. Wie im Kleinen, so im Großen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mir fällt wenig ein, wie wir diesem Pulverfass wirklich begegnen können. Wie auch immer: Wir müssen es schaffen, dass wir mit mehr Geborgenheit in sicheren Umgebungen leben dürfen. Optimistisch zu bleiben.</p>
<p>Finnland wurde 2025 bereits zum achten Mal in Folge zum glücklichsten Land der Welt gekürt. Die Finnen akzeptieren hohe Steuern für soziale Sicherheit, kostenlose Bildung und ein Gesundheitswesen auf einem hohen Level. Das Land ist sozial fortschrittlich, hat eine funktionierende Regierung und ist stabil und sicher.</p>
<p>Kinder, die in einem halbwegs intakten, reflektierten Elternhaus aufwachsen, haben mehr Chancen, auch im Erwachsenenalter mit Selbstvertrauen ihren Lebensweg zu gehen. Das bedeutet aber auch, dass wir erkennen müssen, was toxisch ist, insbesondere für Nachkommen, und wie wir gegebenenfalls viel besser den Eltern helfen können, aus dem Zyklus der seelischen Verletztheit zu entkommen und Heilung zu finden.</p>
<p>Das wiederum bedarf der breiten Akzeptanz, der Einsicht in der Gesellschaft, dass wir alle die wesentliche Aufgabe haben, uns mit uns selbst, unserer Herkunft, unseren Defiziten auseinanderzusetzen, ohne Menschenkinder in Schubladen beliebiger Art abzustempeln. Der erste Schritt ist hinzuschauen.</p>
<p>Nur wenn sich die Grundsätze in der Gesellschaft ändern, wenn weniger Arbeit und finanzieller Reichtum die „Sicherheit“ für uns bedeuten, sondern viel mehr, wie nahe, wie ehrlich wir mit uns selbst und untereinander sind, der Maßstab wird, kann sich etwas in der Realität der Gesellschaft ändern.</p>
<h3>Wie leben wir das?</h3>
<p>Mit einer gewissen Bestimmtheit müssen wir uns unserem Selbst stellen. Es ist unverzichtbar, unsere Lebenslügen aufzudecken. Es ist an uns, uns eigentlich gegen jede Lüge in uns selbst zu stellen, egal, wie weh die Wahrheit tut.</p>
<p>Das wird das Schmerzvollste sein, was uns bevorsteht, und es wird alles auch seine Zeit benötigen. Es ist verständlich und richtig, in bestimmten Situationen erst mal Abstand zu nehmen und nichts zu erzwingen. Solange die generelle Bereitschaft besteht, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.</p>
<p>Ich möchte eigentlich nicht moralisch werden, aber wir benötigen eine neue Haltung: die innere Kraft zu suchen, sich jede Aussage genau anzusehen. Und Lügen dabei zu entlarven. Denn das stellt die Schwindler bloß, zeigt uns ihr wahres Gesicht, die uns Sand in die Augen streuen, die uns im Nebel tappen lassen und unsere Gehirne, unser Denken beeinflussen wollen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir dürfen nicht mehr blauäugig Unwahrheiten einfach so hinnehmen. Wer meint, seine Ziele, egal wie ehrenhaft sie auch sein könnten, mit Lügen umzusetzen, macht schon im Fundament etwas Grundlegendes falsch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie aber kann man das erreichen? Lügen sind nicht selten undurchschaubar. Wir merken es oftmals erst, wenn es zu spät erscheint. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wie ein Sprichwort sagt.</p>
<p>Jedenfalls hilft es nicht, die Augen dauerhaft zu verschließen. Wir müssen uns anschauen, ob und was Menschen machen. Welche Ziele verfolgen sie? Was meinen sie wirklich?</p>
<p>Dazu müssen wir jeden an seinen Taten messen. Wir müssen ihn handeln lassen, ihn einbeziehen und miteinander reden, diskutieren. Dies wird so oft versäumt. Viel lieber als miteinander reden wir übereinander.</p>
<p>Wenn wir andere ausgrenzen, einfach verbieten, dann agieren selbige doch etwas im Verborgenen. Bis ihre Kraft erstarkt. Und die Extreme revoltieren.</p>
<p>Sei es von links. Sei es von Rechts. Wenn wir es dahingegen aber mehr schaffen würden, weniger mit Verboten, sondern viel mehr mit überzeugender Wahrheit, mit unserem Gegenüber zu kommunizieren, uns mit seinen Hintergründen und Motiven wirklich zu beschäftigen, dann würden wir viele Gefahren, einfach weil wir sie ernstnehmen und erkennen, schon im Keim ersticken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das wiederum schaffen wir aber nur, wenn wir bei uns selbst anfangen. Das ist die Krux und gleichzeitig die Chance.</p>
<p>In der Folge würden wir Menschen viel seltener Persönlichkeiten wie Trump, auch wie Gysi, auf den Leim gehen.</p>
<p>Nicht immer werden wir in der Lage sein, die Unwahrheit zu erkennen. Geheimnisse sind doch genau deswegen geheim, weil sie sich verbergen. Und das ist auch nicht immer falsch, insbesondere weil es zu oft Menschen gibt, die jede Schwäche eines anderen für ihre Vorteile ausnutzen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber genau deswegen müssen wir unsere Wichtigkeiten komplett hinterfragen. Solange es nicht als verwerflich gilt, entsprechend Normen und Gesetze Verbrecher für ihre Unrechtstat wirklich zu bestrafen, und aufgedeckte Taten oder Lügen als strafbare Handlung und nicht als Kavaliersdelikt, einzuordnen, so kann sich die Gesellschaft kaum ändern.</p>
<p>Das wiederum kann sich aber nur fügen, wenn wir bei uns selbst anfangen, jeder für sich, jeder bei sich und in seinem kleinen Kreis, seiner Familie, seinen Freundschaften.</p>
<p>Ehrlich währt am längsten. Und wenn ich aufhöre, meine Utopie zu träumen, hat der Pessimismus gesiegt.</p>
<p>Links:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><a href="https://youtu.be/n7kdvg5VWrk" target="_blank" rel="noopener">Der letzte SED-Vorsitzende im Bundestag: Alterspräsident Gysi<span class="Apple-converted-space">  </span>| Prof. Dr. Christian Rieck</a></p>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/us-praesident-trump-will-amerikanische-geschichte-per-dekret-umschreiben-102.html" target="_blank" rel="noopener">US-Präsident Trump will amerikanische Geschichte per Dekret umschreiben.</a></p>
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		<title>Ich bin glücklich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 18:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick auf mein Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-1280x960.jpeg" class="wp-image-14018 avia-img-lazy-loading-not-14018 attachment-large size-large wp-post-image" alt="glücklich sein" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-1280x960.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-800x600.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-400x300.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-768x576.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-1536x1152.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-573x430.jpeg 573w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-840x630.jpeg 840w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-705x529.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-58x44.jpeg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ich bin glücklich 11"></div>Kann ich noch glücklich sein, in dieser Zeit, in der ich lebe? Ich möchte jetzt nun gar nicht all die Dinge aufzählen, die mich unglücklich und miesepetrig machen würden. Nein, das darf sich jeder selbst denken. Die Nachrichten in den Medien sind …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><img fetchpriority="high" width="1280" height="960" src="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-1280x960.jpeg" class="wp-image-14018 avia-img-lazy-loading-not-14018 attachment-large size-large wp-post-image" alt="glücklich sein" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-1280x960.jpeg 1280w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-800x600.jpeg 800w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-400x300.jpeg 400w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-768x576.jpeg 768w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-1536x1152.jpeg 1536w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-573x430.jpeg 573w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-840x630.jpeg 840w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-705x529.jpeg 705w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034-58x44.jpeg 58w, https://kuhrau.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG_1034.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" title="Ich bin glücklich 12"></div><p class="opener">Kann ich noch glücklich sein, in dieser Zeit, in der ich lebe? Ich möchte jetzt nun gar nicht all die Dinge aufzählen, die mich unglücklich und miesepetrig machen würden. Nein, das darf sich jeder selbst denken. Die Nachrichten in den Medien sind voll davon. Und wir und ich denken doch so viel an die schwere Zeit, in der wir leben. Und vergessen dabei so oft den Blick auf das Positive, gerade auch im Alltag.</p>
<p>Ja, ich bin glücklich. Ich bin es, weil ich mit meiner Liebsten seit bald zehn Jahren zusammenlebe. Wir haben viele ähnliche Werte und sind auf der gleichen Wellenlänge. Oftmals sprechen wir die gleichen Gedanken aus. Wir versuchen uns einander Halt zu geben, im gemeinsamen Leben. Wir unterstützen einander, wo es uns möglich ist. Beide geben wir uns Mühe, dem anderen zuzuhören und uns zu sehen. Schweres tragen wir zusammen, denn vier Arme sind stärker als zwei. Wir lassen uns unsere Unterschiedlichkeit, keiner will den anderen zu etwas machen, was er nicht ist. Bei all dem behält ein jeder auch den Raum, den wir benötigen, für eine Zeit mit sich selbst. Wir achten uns und achten aufeinander. Und wir sind uns unserer Verantwortung bewusst.</p>
<p>Ich bin froh, weil ich mit dem zufrieden sein kann, so wie es ist. Ich muss nicht höher hinaus. Und habe nicht den Drang, mehr und mehr haben zu müssen, koste es, was es wolle. Ich eile nicht vom Höhepunkt durch tiefe Täler zur nächsten Sensation. Ich nehme dabei an, dass die Monate wie im Nichts vergehen. Und wieder ist ein Tag vorbei.</p>
<p>Ich bin zufrieden, weil ich glaube, mich einigermaßen zu kennen. Ich weiß, dass ich mich aus Situationen, die mir langfristig nicht guttun, befreien konnte. Nichts musste ich mitnehmen, an materiellen Dingen, die mich belasten. Ich weiß, ich kann loslassen, brauche mich an keinem Kompromiss festhalten, um nicht zu verlieren. Denn genau dieses Klammern an etwas, was in einem möglicherweise eine Unzufriedenheit schürt, hält einen fest. Und ist oftmals ein sicherer Weg ins Unglück.</p>
<p>Ich bin optimistisch, weil ich weiß, dass ich mir selbst vertrauen kann. Ich achte auf mich selbst. Einem unbekannten Schicksal kann ich nicht entrinnen. Aber ich kann meinem Gefühl vertrauen, dass sich mein Weg in die Zukunft aus den Schritten ergibt, die ich bisher gegangen bin. Auch wenn ich das oftmals erst später erkenne. Was sein soll, das wird sein.</p>
<p>Ich bin glücklich, weil ich nicht perfekt sein muss, in meinen Augen. Ich brauche eigentlich nur offen für das Sein zu bleiben, nicht engstirnig, nicht fundamental. Aber zärtlich. Ich glaube an die Kraft der Wahrheit, der Ehrlichkeit. Meine Wertvorstellungen müssen nicht im Gleichklang des Mainstreams stehen und sich nirgendwo anbiedern.</p>
<p>Mein Glück ist es, dass ich nicht eitel sein muss. Ich muss auch nicht der Beste sein, darf Fehler machen. Weil ich nur aus meinen Fehlern lernen kann. Denn wer diese erkennt und annimmt, der kann aus seinen scheinbaren Misserfolgen Erfahrungen gewinnen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin mir sicher, dass ich ein klitzekleiner Teil dieses Universums bin. Ein Stückchen eines Ganzen, das alleine deswegen funktionieren kann, weil diese Fragmente als Gesamtheit ihren Wert haben. Jedes Individuum ist wichtig, für sich selbst und als Bestandteil im Netzwerk der gesamten Welt. Mit all seinen Facetten, seinem Leuchten, seiner Dunkelheit. Seinem Mut und seinen Ängsten. Es gibt nichts Negatives, was nicht auch positiv ist, daher ist es oft so unnötig, etwas zu bewerten. Oder es in Schubladen zu zwängen.</p>
<p>Ich bin glückselig, weil ich mich nicht selbst betäuben muss, um mich zu fühlen. Ich benötige keine Drogen, um zu vergessen, und keine Macht über etwas Unbekanntes, um mich stark zu fühlen. Mein Bewusstsein benötige ich, aber keine Mittel zur Bewusstseinserweiterung. Bis zum letzten Atemzug. Dabei muss ich mich nicht opfern, mich nicht verletzen lassen.</p>
<p>Ich bin glücklich, weil ich auch traurig sein kann. Beispielsweise darüber, dass ich nicht alle Brücken zu Menschen halten kann, die mir innerlich nahe sind. Das ist einfach so, weil ich meinen eigenen und persönlichen Lebensweg gehe. Und für so vieles einfach Raum und Zeit fehlen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin zufrieden, weil ich meinen eigenen Weg gehen darf. Kein Hunger, keine Not bedrohen mich. Jeder Mensch ist auch fremdbestimmt, von Sachzwängen, von Ereignissen und Anforderungen von außen. Aber meine inneren Zwänge bestimmen mich nicht.</p>
<p>Es erfüllt mich, weil ich weiß, dass mein Leben einen Sinn hatte und hat. Dass ich alles gab, um zwei Kindern eine Familie zu schenken. Keiner kann etwas ungeschehen machen, was andere Menschen nicht konnten: verändern. Aber wir können unser Bestes zu tun versuchen, um es vielleicht etwas besser zu machen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mich beseelt es, dass ich weiß, dass ich verletzlich bin. Wunden habe. So mancher Kratzer ist anscheinend verheilt. Aber das heißt nichts. Vielleicht bricht es wieder auf, einmal, wenn mich etwas, wie auch immer, überfordern sollte. Ich habe versucht, meine Hausaufgaben zu machen, hinzuschauen, mich selbst zu finden. Vielleicht ist die Zeit der Suche vorbei. Aber es gibt für nichts eine Garantie. Sicher ist nur die Unsicherheit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Darum bin ich glücklich, weil ich versuche, im Jetzt zu leben. Im Bewusstsein, dass nichts auf ewig Bestand hat. Und gerade darin liegt der Wert eines jeden neuen Tages. Es ist unwichtig, was ich noch alles haben möchte, was sein könnte. Ob Träume beliebiger Art zu leben erwachen. Das, was sein könnte, macht mich nicht glücklich. Das, was ist, ist mein Glück.</p>
<p>Ich bin beglückt, weil ich Menschen um mich weiß, die ich liebe. Die mich lieben. Ohne es etwas aufzurechnen, gegeneinander abzuwiegen. Kein Mensch ist komplett selbstlos, sollte es auch nicht sein. Denn das hieße unter Umständen, sich selbst nicht wichtig zu nehmen, die eigene Person aus den Augen zu verlieren. Das macht uns zu Werkzeugen. Aber ich muss es nicht berechnen, muss es nicht fordern, keinen Lohn, etwas, was mir vielleicht guttun könnte. Ich kann darauf vertrauen, dass etwas passieren wird, wenn es auf die eine oder andere Weise geschehen soll. So wie uns die Sonne jeden Tag das Licht schenkt, und die Nacht, die das Leben braucht, um einfach nur fortzubestehen. Und zu sterben, wenn es an der Zeit ist, für neues Leben.</p>
<p>Ich bin glücklich.</p>
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